Hallo an alle 
Ich habe sehr lange überlegt meine Geschichte hier aufzuschreiben.
Mittlerweile bin ich an dem Punkt an dem ich einfach Meinungen brauche. Ich stecke, glaube ich, in einem ziemlichen Liebeskummerloch fest und hoffe hier Hilfe zu finden.
Vor ca. 2 Jahren lernte ich einen Mann kennen. Wir waren sofort auf einer Wellenlänge, verstanden uns schon beim 1. Treffen so gut dass dies bis tief in die Nacht ging. Ich habe mich bei ihm sofort wohl gefühlt, ganz anders als bei allen Dates vorher.
Zu diesem Zeitpunkt befand er sich allerdings gerade auf dem Höhepunkt einer psychischen Erkrankung. Depression und Angststörung. Er war da auch gerade diesbezüglich krank geschrieben in psychologischer Behandlung und nahm Antidepressiva. Er teilte mir dies alles ziemlich schnell mit. Nachdem ich kurz überlegt hatte ob ein Kennenlernen unter solchen Umständen für mich weiter geht, kam ich relativ schnell zu dem Entschluss dass ich diesen Menschen unglaublich mag. Und seine Geschichte kein Hindernis sein sollte. Kurz vorweg - ich hatte so etwas komplett unterschätzt, da ich auch keine Erfahrungen mit dieser Krankheit habe und er, nach außen einen ganz normalen Eindruck machte. Eine Führungsposition auf Arbeit hat und auch sonst seinem Leben ganz normal nachging.
Wir trafen uns also weiter, kamen uns immer näher. Es passte einfach.
Ein paar Wochen später ging es dann los. In seiner Familie gab es einen Unfall. Ich möchte da gar nicht so ins Detail gehen, es stand jedoch schlimm um die betroffene Person. Daraufhin brach er total zusammen, ließ sich erneut krank schreiben und brach den Kontakt zu mir komplett ab. Er kann das jetzt alles nicht und überhaupt hat er gemerkt er möchte lieber erst Mal alleine sein, sich um sich und seine Familie kümmern. Er hat quasi von heute auf morgen komplett mit mir gebrochen. Nach sehr intensiven Wochen. Das war kurz vor Weihnachten. Danach absolute Funkstille. Mir ging es damit nicht gut, er fehlte mir und ich fand es schade, hab es nicht verstanden. So dass ich mir am 1.1. ein Herz fasste, ihm ein frohes neues Jahr wünschte und ihm sagte dass er mir fehlt.
Er hat sich sehr über meine Nachricht gefreut, wir schrieben wieder häufiger, bis daraus wieder täglicher Kontakt wurde.
Wir näherten uns wieder an, fuhren dann auch ein paar Tage weg. Es lief alles in Richtung Beziehung. Auch wenn ich merkte dass er aufgrund seiner Erkrankung zu dieser Zeit sehr mit sich kämpft und eigentlich viel zu sehr mit sich und seinen Gefühlen und Ängsten zu tun hat.
Aus heutiger Sicht weiß ich, es war ihm damals eigentlich gar nicht möglich eine Beziehung mit allem drum und dran zu beginnen.
nach ein paar Monaten Kennenlernen, ein paar auf und abs, ständigem Rückzug seinerseits, Zweifel ob er das Richtige tut, ob er genug fühlt, permanentes in sich hinein hören, alles zerdenken - teilte er mir dann mit er bräuchte eine Pause.
Er hat aktuell einfach zu viel mit sich zu tun. Er kann gerade keine Beziehung führen.
Er möchte erst wieder stabil werden, aus dieser Depression raus. Seine Angststörung bekämpfen. Er weiß nicht ob es reicht, hat mich zur falschen Zeit kennen gelernt usw. Es folgte also ein erneuter Cut des Kennenlernens.
Diesmal jedoch ohne Kontaktabbruch. Das Problem war, ich war zu dieser zeit schon zu sehr involviert. Er hat mir sein Innerstes anvertraut. Ich war für ihn da wenn es ihm nicht gut ging. Hab stundenlang mit ihm geredet wenn er das Bedürfnis hatte, wurde sozusagen zu seiner Psychologin. Er konnte bei mir genau so sein wie er ist, musste sich nicht verstellen und den Starken spielen, hat mich in seine Gefühlswelt mitgenommen. Ich wurde ihm langsam aber sicher echt wichtig.
Und somit hat er den Kontakt nicht aufgeben wollen. Ich habe in dieser Zeit versucht ihm so wenig wie möglich Druck zu machen, hab ihm lediglich signalisiert dass ich für ihn da bin. So verbrachten wir den ganzen Sommer, bis es wieder zu Annäherung kam, er sich wieder Stück für Stück geöffnet hat. Zu diesem Zeitpunkt sind wir dann auch zusammen in den Urlaub gefahren, der wunderschön war. Auch wenn ich gemerkt habe dass ihm seine Psyche eben doch noch oft einen Strich durch die Rechnung macht,
habe ich gemerkt ihm geht es Stück für Stück besser. Das bestätigte er mir auch und auch dass ich einen großen Anteil daran habe und ihm wahnsinnig gut tue. Ich habe in der Zeit viel zurück stecken müssen,
wie gesagt die Situation mit der Depression vollkommen unterschätzt. Und mich immer mehr in Ihn verliebt.
Nach dem Urlaub redeten wir dann endlich mal Klartext was das nun mit uns beiden ist. Er war ehrlich, sagte mir er weiß nach wie vor nicht ob er eine Beziehung führen kann. Es gibt Tage da ist er sich sicher, dann grübelt er wieder, zweifelt an seinen Gefühlen. Gleichzeitig weiß er dass ich zu den wichtigsten Menschen in seinem Leben geworden bin er sich nicht mehr vorstellen kann ohne mich zu sein. Dass wir aber nie erfahren was wird oder sich entwickelt wenn wir weiterhin nicht definieren ob wir nun zusammen sind oder nicht.
Wir beschlossen es zu versuchen. Ab diesem Zeitpunkt lief alles schlagartig besser.
Wir verbrachten eine wunderschöne Weihnachtszeit, ich lernte seine Eltern kennen. Er gab sich wirklich Mühe. Wir wurden unzertrennlich und das hat er auch nach außen so kommuniziert. Er sagte mir er hat sich in mich verliebt und genau das hab ich auch gespürt. Ganz viel Nähe, ganz viel kuscheln, Händchen halten, ich habe fast bei Ihm gewohnt, ich habe zu dem Zeitpunkt wirklich gedacht der Knoten ist geplatzt. Es ging ihm bedeutend besser, Termine bei seiner Psychologin wurden auch weniger, er benötigte sie nicht mehr so oft. Rückzugsphasen hatte er trotzdem weiterhin.
Bis mich im Frühjahr die Realität einholte.
Aus dem nichts, nachdem er immer anhänglicher wurde, Zukunftspläne machte rief er mich eines Tages an. Wir müssen reden.
Es fühlt sich für Ihn nicht mehr richtig an, Ihm fehlt etwas, er weiß nicht ob seine Gefühle reichen, er möchte alleine sein. Er machte schluss. Weinte dabei bittere Tränen. Mir ging es daraufhin sehr schlecht, ich brach zusammen war vollkommen vor den Kopf gestoßen. Er war wie ausgewechselt, ließ nicht mehr mit sich reden. Und wollte Abstand. Dann sehen wir weiter - so auf die Art. Daraufhin machte ich alles falsch was ging. Weinte, flehte, schrieb hunderte von Nachrichten. Es brachte alles nichts, er machte dicht. Möchte aber mit mir befreundet bleiben. Ich sagte ihm von Anfang an dass ich dies nicht kann. Im Nachhinein verriet er mir auch dass seine Psychologin ihm zu diesem Schritt geraten hatte.
Ich fühlte mich entsorgt.
Ich half ihm durch die schwere Zeit, es ging ihm besser und nun fehlt ihm etwas?
Nach Wochen ständiger Diskussionen um dieses Thema, tagelangem keinen Kontakt dann doch wieder, wurde er langsam wieder etwas zugänglicher. Ich versuchte den Druck rauszunehmen, entspannter zu werden, ihm nicht das Gefühl zu geben sich sofort entscheiden zu müssen. Ich wollte ihn unter keinen Umständen verlieren.
dies ging ca. ein Vierteljahr so. Wir hatten irgendwann wieder permanenten Kontakt, er schrieb Mir JEDEN Morgen eine Guten Morgen Nachricht, fragte was los ist wenn ich nicht gleich antwortete, wir telefonierten fast täglich, sahen uns auch wieder regelmäßig. Wir verstanden uns wieder super, jedoch lief in dieser Zeit körperlich nichts. Aus heutiger Sicht bin ich ganz klassisch in die Friendzone gerutscht. Ich war weiterhin in seinem Leben, er hatte mir gegenüber jedoch keine Verpflichtungen mehr. Er suchte allerdings immer mehr meine Nähe, ich bilde mir das auch nicht ein, wenn wir uns sahen, unser gesamter Kontakt - es ging immer von Ihm aus.
Dies ging dann bis ca. vor 2 Monaten. Er rief mich nachmittags noch an, wie immer wenn er von der Arbeit kam. Und er erzählte mir er trifft sich heute mit nem Kumpel (ich hatte jedoch gar nicht gefragt was er heute macht
) schon das war irgendwie komisch. Letztendlich habe ich ihn den ganzen Abend nicht mehr erreicht. Spät abends schrieb ich ihm nochmal dass ich mir Sorgen mache und ob alles in Ordnung ist. Keine Antwort. Es folgte eine schlaflose Nacht. Und das Wissen hier stimmt etwas nicht.
Am nächsten Morgen schrieb er mir sehr zeitig.
Er möchte ehrlich zu mir sein, er hat sich nicht mit nem Kumpel getroffen sondern mit einer Frau. Eigentlich hat er sich nichts weiter dabei gedacht, sie wollten nur was essen gehen. Er kennt sie von früher. Aber dann saßen sie bis nachts, haben sich unglaublich gut verstanden. Und er will sie wieder sehen.
Ich fiel aus allen Wolken. Es war als reißt mir jemand mein Herz raus. Wir haben dann noch telefoniert, er hat sehr geweint. Ich habe ihm versichert dass ich aus seinem Leben verschwinde wenn er sich weiter mit dieser Frau trifft da meinte er er lässt sich nicht erpressen. Darauf folgten Tage durchzogen mit Streits, Vorwürfen, gegenseitigem weinen - es war schlimm. Er hat mehrfach gesagt dass ich zu den wichtigsten Menschen gehöre, er das so nicht geplant hatte und er sie wirklich interessant findet.
Nachdem ich ihn die Woche darauf wieder nicht erreichen konnte und wieder der Grund Sie war, telefonierten wir ein letztes Mal. Anschreien, weinen, Vorwürfe - es war alles dabei. Ich hab ihn ziemlich beschimpft. Bereue meine harten Worte aber bis heute nicht. Zu lange habe ich viel zu viel runtergeschluckt nur um Ihm keinen Druck zu machen.
Daraufhin brach ich den Kontakt ab. 3 Wochen später stand bei Facebook bei Ihm dann in einer Beziehung (3!!!) gerade er, der Ende 30 ist und sowas immer belächelt hat. Verhält sich nun wie ein Teenager. Ich habe seit dem nie wieder etwas von Ihm gehört. Nach 2 Jahren Dauerkontakt und einem dreiviertel Jahr Beziehung streicht er mich einfach aus seinem Leben. Ich stehe immer noch unter Schock. Gefühlt hat mir jemand komplett den Boden weggerissen. Seit 8 Wochen hören wir nichts mehr voneinander.
Es ist als ist der Andere tot. Wie geht sowas? Hat der sich wirklich so sehr verknallt dass ihn gar nichts mehr interessiert? er hat mich einfach ersetzt und lebt weiter als wäre nichts gewesen. Fühlt eine Verliebtheit, die bei uns aufgrund seiner psychischen Situation und den ganzen Problemen daraus nie so unbeschwert war - einfach weil es ihm nicht gut ging.
Wir haben Urlaub geplant, den er jetzt sicher mit Ihr verbringt. Es zerreißt mich fast. Er lebt - scheinbar- einfach weiter. Am Anfang habe ich gedacht er wird sich melden. Er hat mir so oft unter Tränen gesagt dass er Angst hat mich zu verlieren. Aber gerade scheint er im absoluten Honeymoon. Und ich kämpfe jeden Tag mit mir, mit den Erinnerungen. Ich schlafe schlecht, fühle mich benutzt, wertlos, entsorgt. Nun geht es ihm gut und ich bin nervlich komplett am Ende. Nach ein paar Wochen hat er schon die nächste. Man geht eine Beziehung mit einem Menschen ein der psychische Probleme hat, und wenn er mit einem fertig ist, ist man selbst fast so weit zum Therapeuten zu müssen.
Trotz allem fehlt er mir unglaublich. Ich bin menschlich so enttäuscht. Ich war kurz davor zu ihm zu ziehen und jetzt stehe ich vor einem Scherbenhaufen. Während er quietschvergnügt ne Neue hat.
Wie schätzt Ihr die ganze Geschichte ein? Habe ich eine andere Wahl als unendliche Kontaktsperre? Auch wenn ihr mich jetzt steinigt, ich liebe Ihn
Denkt Ihr die neue Beziehung wird halten?
Ich hoffe es hat überhaupt jemand bis zum Ende durchgehalten
Viele Grüße und Danke für Lesen

Ich habe sehr lange überlegt meine Geschichte hier aufzuschreiben.
Mittlerweile bin ich an dem Punkt an dem ich einfach Meinungen brauche. Ich stecke, glaube ich, in einem ziemlichen Liebeskummerloch fest und hoffe hier Hilfe zu finden.
Vor ca. 2 Jahren lernte ich einen Mann kennen. Wir waren sofort auf einer Wellenlänge, verstanden uns schon beim 1. Treffen so gut dass dies bis tief in die Nacht ging. Ich habe mich bei ihm sofort wohl gefühlt, ganz anders als bei allen Dates vorher.
Zu diesem Zeitpunkt befand er sich allerdings gerade auf dem Höhepunkt einer psychischen Erkrankung. Depression und Angststörung. Er war da auch gerade diesbezüglich krank geschrieben in psychologischer Behandlung und nahm Antidepressiva. Er teilte mir dies alles ziemlich schnell mit. Nachdem ich kurz überlegt hatte ob ein Kennenlernen unter solchen Umständen für mich weiter geht, kam ich relativ schnell zu dem Entschluss dass ich diesen Menschen unglaublich mag. Und seine Geschichte kein Hindernis sein sollte. Kurz vorweg - ich hatte so etwas komplett unterschätzt, da ich auch keine Erfahrungen mit dieser Krankheit habe und er, nach außen einen ganz normalen Eindruck machte. Eine Führungsposition auf Arbeit hat und auch sonst seinem Leben ganz normal nachging.
Wir trafen uns also weiter, kamen uns immer näher. Es passte einfach.
Ein paar Wochen später ging es dann los. In seiner Familie gab es einen Unfall. Ich möchte da gar nicht so ins Detail gehen, es stand jedoch schlimm um die betroffene Person. Daraufhin brach er total zusammen, ließ sich erneut krank schreiben und brach den Kontakt zu mir komplett ab. Er kann das jetzt alles nicht und überhaupt hat er gemerkt er möchte lieber erst Mal alleine sein, sich um sich und seine Familie kümmern. Er hat quasi von heute auf morgen komplett mit mir gebrochen. Nach sehr intensiven Wochen. Das war kurz vor Weihnachten. Danach absolute Funkstille. Mir ging es damit nicht gut, er fehlte mir und ich fand es schade, hab es nicht verstanden. So dass ich mir am 1.1. ein Herz fasste, ihm ein frohes neues Jahr wünschte und ihm sagte dass er mir fehlt.
Er hat sich sehr über meine Nachricht gefreut, wir schrieben wieder häufiger, bis daraus wieder täglicher Kontakt wurde.
Wir näherten uns wieder an, fuhren dann auch ein paar Tage weg. Es lief alles in Richtung Beziehung. Auch wenn ich merkte dass er aufgrund seiner Erkrankung zu dieser Zeit sehr mit sich kämpft und eigentlich viel zu sehr mit sich und seinen Gefühlen und Ängsten zu tun hat.
Aus heutiger Sicht weiß ich, es war ihm damals eigentlich gar nicht möglich eine Beziehung mit allem drum und dran zu beginnen.
nach ein paar Monaten Kennenlernen, ein paar auf und abs, ständigem Rückzug seinerseits, Zweifel ob er das Richtige tut, ob er genug fühlt, permanentes in sich hinein hören, alles zerdenken - teilte er mir dann mit er bräuchte eine Pause.
Er hat aktuell einfach zu viel mit sich zu tun. Er kann gerade keine Beziehung führen.
Er möchte erst wieder stabil werden, aus dieser Depression raus. Seine Angststörung bekämpfen. Er weiß nicht ob es reicht, hat mich zur falschen Zeit kennen gelernt usw. Es folgte also ein erneuter Cut des Kennenlernens.
Diesmal jedoch ohne Kontaktabbruch. Das Problem war, ich war zu dieser zeit schon zu sehr involviert. Er hat mir sein Innerstes anvertraut. Ich war für ihn da wenn es ihm nicht gut ging. Hab stundenlang mit ihm geredet wenn er das Bedürfnis hatte, wurde sozusagen zu seiner Psychologin. Er konnte bei mir genau so sein wie er ist, musste sich nicht verstellen und den Starken spielen, hat mich in seine Gefühlswelt mitgenommen. Ich wurde ihm langsam aber sicher echt wichtig.
Und somit hat er den Kontakt nicht aufgeben wollen. Ich habe in dieser Zeit versucht ihm so wenig wie möglich Druck zu machen, hab ihm lediglich signalisiert dass ich für ihn da bin. So verbrachten wir den ganzen Sommer, bis es wieder zu Annäherung kam, er sich wieder Stück für Stück geöffnet hat. Zu diesem Zeitpunkt sind wir dann auch zusammen in den Urlaub gefahren, der wunderschön war. Auch wenn ich gemerkt habe dass ihm seine Psyche eben doch noch oft einen Strich durch die Rechnung macht,
habe ich gemerkt ihm geht es Stück für Stück besser. Das bestätigte er mir auch und auch dass ich einen großen Anteil daran habe und ihm wahnsinnig gut tue. Ich habe in der Zeit viel zurück stecken müssen,
wie gesagt die Situation mit der Depression vollkommen unterschätzt. Und mich immer mehr in Ihn verliebt.
Nach dem Urlaub redeten wir dann endlich mal Klartext was das nun mit uns beiden ist. Er war ehrlich, sagte mir er weiß nach wie vor nicht ob er eine Beziehung führen kann. Es gibt Tage da ist er sich sicher, dann grübelt er wieder, zweifelt an seinen Gefühlen. Gleichzeitig weiß er dass ich zu den wichtigsten Menschen in seinem Leben geworden bin er sich nicht mehr vorstellen kann ohne mich zu sein. Dass wir aber nie erfahren was wird oder sich entwickelt wenn wir weiterhin nicht definieren ob wir nun zusammen sind oder nicht.
Wir beschlossen es zu versuchen. Ab diesem Zeitpunkt lief alles schlagartig besser.
Wir verbrachten eine wunderschöne Weihnachtszeit, ich lernte seine Eltern kennen. Er gab sich wirklich Mühe. Wir wurden unzertrennlich und das hat er auch nach außen so kommuniziert. Er sagte mir er hat sich in mich verliebt und genau das hab ich auch gespürt. Ganz viel Nähe, ganz viel kuscheln, Händchen halten, ich habe fast bei Ihm gewohnt, ich habe zu dem Zeitpunkt wirklich gedacht der Knoten ist geplatzt. Es ging ihm bedeutend besser, Termine bei seiner Psychologin wurden auch weniger, er benötigte sie nicht mehr so oft. Rückzugsphasen hatte er trotzdem weiterhin.
Bis mich im Frühjahr die Realität einholte.
Aus dem nichts, nachdem er immer anhänglicher wurde, Zukunftspläne machte rief er mich eines Tages an. Wir müssen reden.
Es fühlt sich für Ihn nicht mehr richtig an, Ihm fehlt etwas, er weiß nicht ob seine Gefühle reichen, er möchte alleine sein. Er machte schluss. Weinte dabei bittere Tränen. Mir ging es daraufhin sehr schlecht, ich brach zusammen war vollkommen vor den Kopf gestoßen. Er war wie ausgewechselt, ließ nicht mehr mit sich reden. Und wollte Abstand. Dann sehen wir weiter - so auf die Art. Daraufhin machte ich alles falsch was ging. Weinte, flehte, schrieb hunderte von Nachrichten. Es brachte alles nichts, er machte dicht. Möchte aber mit mir befreundet bleiben. Ich sagte ihm von Anfang an dass ich dies nicht kann. Im Nachhinein verriet er mir auch dass seine Psychologin ihm zu diesem Schritt geraten hatte.
Ich fühlte mich entsorgt.
Ich half ihm durch die schwere Zeit, es ging ihm besser und nun fehlt ihm etwas?
Nach Wochen ständiger Diskussionen um dieses Thema, tagelangem keinen Kontakt dann doch wieder, wurde er langsam wieder etwas zugänglicher. Ich versuchte den Druck rauszunehmen, entspannter zu werden, ihm nicht das Gefühl zu geben sich sofort entscheiden zu müssen. Ich wollte ihn unter keinen Umständen verlieren.
dies ging ca. ein Vierteljahr so. Wir hatten irgendwann wieder permanenten Kontakt, er schrieb Mir JEDEN Morgen eine Guten Morgen Nachricht, fragte was los ist wenn ich nicht gleich antwortete, wir telefonierten fast täglich, sahen uns auch wieder regelmäßig. Wir verstanden uns wieder super, jedoch lief in dieser Zeit körperlich nichts. Aus heutiger Sicht bin ich ganz klassisch in die Friendzone gerutscht. Ich war weiterhin in seinem Leben, er hatte mir gegenüber jedoch keine Verpflichtungen mehr. Er suchte allerdings immer mehr meine Nähe, ich bilde mir das auch nicht ein, wenn wir uns sahen, unser gesamter Kontakt - es ging immer von Ihm aus.
Dies ging dann bis ca. vor 2 Monaten. Er rief mich nachmittags noch an, wie immer wenn er von der Arbeit kam. Und er erzählte mir er trifft sich heute mit nem Kumpel (ich hatte jedoch gar nicht gefragt was er heute macht
) schon das war irgendwie komisch. Letztendlich habe ich ihn den ganzen Abend nicht mehr erreicht. Spät abends schrieb ich ihm nochmal dass ich mir Sorgen mache und ob alles in Ordnung ist. Keine Antwort. Es folgte eine schlaflose Nacht. Und das Wissen hier stimmt etwas nicht.Am nächsten Morgen schrieb er mir sehr zeitig.
Er möchte ehrlich zu mir sein, er hat sich nicht mit nem Kumpel getroffen sondern mit einer Frau. Eigentlich hat er sich nichts weiter dabei gedacht, sie wollten nur was essen gehen. Er kennt sie von früher. Aber dann saßen sie bis nachts, haben sich unglaublich gut verstanden. Und er will sie wieder sehen.
Ich fiel aus allen Wolken. Es war als reißt mir jemand mein Herz raus. Wir haben dann noch telefoniert, er hat sehr geweint. Ich habe ihm versichert dass ich aus seinem Leben verschwinde wenn er sich weiter mit dieser Frau trifft da meinte er er lässt sich nicht erpressen. Darauf folgten Tage durchzogen mit Streits, Vorwürfen, gegenseitigem weinen - es war schlimm. Er hat mehrfach gesagt dass ich zu den wichtigsten Menschen gehöre, er das so nicht geplant hatte und er sie wirklich interessant findet.
Nachdem ich ihn die Woche darauf wieder nicht erreichen konnte und wieder der Grund Sie war, telefonierten wir ein letztes Mal. Anschreien, weinen, Vorwürfe - es war alles dabei. Ich hab ihn ziemlich beschimpft. Bereue meine harten Worte aber bis heute nicht. Zu lange habe ich viel zu viel runtergeschluckt nur um Ihm keinen Druck zu machen.
Daraufhin brach ich den Kontakt ab. 3 Wochen später stand bei Facebook bei Ihm dann in einer Beziehung (3!!!) gerade er, der Ende 30 ist und sowas immer belächelt hat. Verhält sich nun wie ein Teenager. Ich habe seit dem nie wieder etwas von Ihm gehört. Nach 2 Jahren Dauerkontakt und einem dreiviertel Jahr Beziehung streicht er mich einfach aus seinem Leben. Ich stehe immer noch unter Schock. Gefühlt hat mir jemand komplett den Boden weggerissen. Seit 8 Wochen hören wir nichts mehr voneinander.
Es ist als ist der Andere tot. Wie geht sowas? Hat der sich wirklich so sehr verknallt dass ihn gar nichts mehr interessiert? er hat mich einfach ersetzt und lebt weiter als wäre nichts gewesen. Fühlt eine Verliebtheit, die bei uns aufgrund seiner psychischen Situation und den ganzen Problemen daraus nie so unbeschwert war - einfach weil es ihm nicht gut ging.
Wir haben Urlaub geplant, den er jetzt sicher mit Ihr verbringt. Es zerreißt mich fast. Er lebt - scheinbar- einfach weiter. Am Anfang habe ich gedacht er wird sich melden. Er hat mir so oft unter Tränen gesagt dass er Angst hat mich zu verlieren. Aber gerade scheint er im absoluten Honeymoon. Und ich kämpfe jeden Tag mit mir, mit den Erinnerungen. Ich schlafe schlecht, fühle mich benutzt, wertlos, entsorgt. Nun geht es ihm gut und ich bin nervlich komplett am Ende. Nach ein paar Wochen hat er schon die nächste. Man geht eine Beziehung mit einem Menschen ein der psychische Probleme hat, und wenn er mit einem fertig ist, ist man selbst fast so weit zum Therapeuten zu müssen.
Trotz allem fehlt er mir unglaublich. Ich bin menschlich so enttäuscht. Ich war kurz davor zu ihm zu ziehen und jetzt stehe ich vor einem Scherbenhaufen. Während er quietschvergnügt ne Neue hat.
Wie schätzt Ihr die ganze Geschichte ein? Habe ich eine andere Wahl als unendliche Kontaktsperre? Auch wenn ihr mich jetzt steinigt, ich liebe Ihn
Denkt Ihr die neue Beziehung wird halten?Ich hoffe es hat überhaupt jemand bis zum Ende durchgehalten

Viele Grüße und Danke für Lesen


