Ex Back - bitte um Meinungen

hackepeter

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Es wird sich vermutlich wirklich erst etwas zeigen, wenn ich Härte zeige ( das Einzige, was bisher auch Reaktionen brachte) und wohl auch von mir aus einen vermeintlich endgültigen Schlussstrich ziehe. Ganz vielleicht erst dann nach ein paar Wochen/Monaten wird sie einen ernsthaft vermissen und infolgedessen eventuell so richtig zurück wollen - oder eben nicht.
Wer hat dir denn das in deinem Leben mitgegeben? HÄRTE!!! Du drängst förmlich auf ein Ende. Ist es verletzter Stolz? Wie kommst du nach der leicht positiven Entwicklung der letzten Tage nur auf dieses schmale Brett? Vor allem wenn du dir nochmal deinen Eingangspost durchliest.

Viel Spaß bei eurem Date heute Abend, genießt es! Mach dir keinen Kopf vorher, leg keine Strategie zurecht sondern verbringt einfach einen netten Abend.
 
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Alamos

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Wer hat dir denn das in deinem Leben mitgegeben? HÄRTE!!! Du drängst förmlich auf ein Ende. Ist es verletzter Stolz? Wie kommst du nach der leicht positiven Entwicklung der letzten Tage nur auf dieses schmale Brett? Vor allem wenn du dir nochmal deinen Eingangspost durchliest.
Also sorry Hackepeter aber nicht jeder muss so tolerant sein wie du es bei deiner Frau warst.

Auch wird sich die Einstellung im Vergleich zum Eingangspost verändert haben. Er hat sich doch ebenfalls weiterentwickelt und arbeitet jetzt mit dem was die Situation hergibt.

An einer Beziehung so verbissen festzuhalten wie du es getan hast ist doch nicht für jeden die Lösung. Einehemann kennt doch seine Gefühle und Einstellungen zu Dingen besser als du.
Wenn er sich entscheidet das es reicht ist aus welchen Gründen auch immer, Stolz Härte oder was weiß ich ist das doch seine Entscheidung.
Du magst diese Gründe gering schätzen aber das ist doch nur in deine Realität so.

Es gibt halt Menschen denen ihr Stolz mehr wert ist und die ihrem Partner deshalb keine Untreue verzeihen.
 

hackepeter

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Wenn er sich entscheidet das es reicht ist aus welchen Gründen auch immer, Stolz Härte oder was weiß ich ist das doch seine Entscheidung.
Du magst diese Gründe gering schätzen aber das ist doch nur in deine Realität so.

Es gibt halt Menschen denen ihr Stolz mehr wert ist und die ihrem Partner deshalb keine Untreue verzeihen.
Na klar kann er machen was er will. Ich verstehe nur nicht warum es jetzt um Härte geht wenn es doch gerade ein wenig besser läuft. Und ob man jemanden an sich bindet mit Härte und sie wird mich dann schon vermissen stelle ich echt in Frage. Und ob das dann wieder eine Beziehung auf Augenhöhe wird sollte man sich auch vorher fragen.

Was natürlich definitiv geschehen muss nachdem die Beziehung wieder gekittet ist, ist eine Aussprache. Und da muss sie auch die Hosen runterlassen und sich erklären. Da darf dann auch gerne ein fordernder Ton dabei sein. Dazu muss die Beziehung aber erstmal wieder auf einem festen Fundament stehen.
 

Alamos

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Na klar kann er machen was er will. Ich verstehe nur nicht warum es jetzt um Härte geht wenn es doch gerade ein wenig besser läuft. Und ob man jemanden an sich bindet mit Härte und sie wird mich dann schon vermissen stelle ich echt in Frage. Und ob das dann wieder eine Beziehung auf Augenhöhe wird sollte man sich auch vorher fragen.

Was natürlich definitiv geschehen muss nachdem die Beziehung wieder gekittet ist, ist eine Aussprache. Und da muss sie auch die Hosen runterlassen und sich erklären. Da darf dann auch gerne ein fordernder Ton dabei sein. Dazu muss die Beziehung aber erstmal wieder auf einem festen Fundament stehen.
Das ist jetzt für mich sehr wertvoll gewesen. Danke für deine Erklärung so verstehe ich dich schon wesentlich besser.
Aus der Sicht ist das natürlich total nachzuvollziehen und deine Ratschläge auch in sich logisch.

Eine Härte ist ja nun unbestreitbar auch bei ihr vorhanden. Es gibt ja ein immer währendes entgegenkommen, vielleicht nicht so stark wie von dir manchmal vorgeschlagen, aber vorhanden.

Gerade in den letzten Wochen. Nach den Schilderungen von Einehemann scheinen die bisher aber auf wenig fruchtbaren Boden zu stoßen. Sein Eindruck das sie kalt und gefühlsleer ihm gegenüber ist besteht ja nach wie vor. Deshalb empfinde ich seine Gedanken als durchaus nachvollziehbar.
Ab irgendeinem Zeitpunkt muss man sich dann doch auch selber schützen vor diesem Verhalten.
 

Eisvogel100

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Es wird sich vermutlich wirklich erst etwas zeigen, wenn ich Härte zeige ( das Einzige, was bisher auch Reaktionen brachte) und wohl auch von mir aus einen vermeintlich endgültigen Schlussstrich ziehe. Ganz vielleicht erst dann nach ein paar Wochen/Monaten wird sie einen ernsthaft vermissen und infolgedessen eventuell so richtig zurück wollen - oder eben nicht.

Letztlich musst du wissen, was für dich die beste Lösung ist. Du kennst deine Frau am Besten.

Ich bin vom Gefühl eher bei Hackepeter als bei Alamos. Ich glaube, dass „Härte“ bei euch dann den finalen Cut auslösen wird.

Sieh das „IST“ mal so: Die Trennung steht im Raum, sie hat keine Gefühle mehr. Von ihr ausgesprochen.

Dein Gedankengang, sofern ich das richtig verstanden habe, geht jetzt so: ich bin jetzt mal zwei Monate so, wie sie sich das vorstellt. Jetzt sollte sie aber mal zackig mit der Trennungsspinnerei aufhören und sich bei mir entschuldigen (und anfangen, um mich zu kämpfen). Und alles wird wieder so, wie es war.

Das ist nachvollziehbar, weil du verletzt bist. Für eine Annäherung ist es aber aus meiner Sicht kontraproduktiv.

Jetzt guck ich mal auf die Seite deiner Frau: Sie teilt sich dir mit. Es kommt auch zu einer beginnenden Paartherapie.

Lass dir nochmal sagen: Wenn ich mich trenne und mir da 100 Prozent sicher bin, dann mach ich keine Paartherapie mehr, dann bin ich durch. Ist bei euch doch nicht der Fall.

Dir geht es momentan nicht schnell genug, das ist dein Problem.

Dein gutes Recht ist es natürlich, die Beziehung für dich zu beenden und als Konsequenz einen Schlussstrich zu ziehen. Ganz für dich allein und zwar unabhängig von ihren Verhalten. Denn Einfluss hast du nur auf dich selbst. Egal was du tust, es kann sein, dass du beim gegenüber nicht die gewünschte Reaktion erhältst. Für dich selbst ist nur wichtig, dass du authentisch bist und bei dir bleibst. Das ist schwer, weil eine Trennung erst mal eine Ablehnung der eigenen Person ist und den eigenen Stolz schon ordentlich verletzt. Deswegen sind wir doch alle hier , ich auch.

Kann also sein, dass du „Härte“ zeigst und bei ihr ankommt „Schlussstrich überfällig“. Und das war’s.

Aber das hier ist ja ein EB-Forum und wer hier ist, möchte in der Regel seinen Partner zurück. „Stolz“ ist dann so eine Sache. So gesehen müsste immer die Konsequenz sein, dass man den Verlasser nicht mehr zurücknimmt oder nur, wenn er auf Knien anrutscht (so hätte ich mir das auch vorgestellt!).

Aber das passiert in Hollywood-Filmen, nicht in echt.

Insofern: Was genau willst DU?
 

EinEhemann

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Tja alles nicht so einfach.

Irgendwie habt ihr alle Drei Recht und ich muss mir in den nächsten Wochen überlegen, wo die Reise hingeht.
Ungeduld ist schon auch ein großes Thema und natürlich, dass das wenig erwiderte Verzehren nach ihr schon einfach hart ist und die Wut und Enttäuschung über ihre Taten immer wieder teilweise auch heftig aufflammen.
Emotional hat sie sich nur gezeigt, wenn ich sie die Konsequenzen der Trennung habe spüren lassen (müssen). Das meine ich mit Härte.
Beispiele der Plan zum Vollzug der Dauerlösung (bis zum neuen Partner) der räumlichen Trennung und als ich ihr aus meiner Sicht erzählt habe, was sie da eigentlich gemacht hat.
Keine Gefühle OK, aber statt viel früher ihren Ehemann mal bei den Hörnern zu packen war ihre Lösung: Gefühle erlöschen lassen, für einen neuen entstehen und sich "verknallen" lassen UND dann Trennung aussprechen UND in Bezug auf einen eventuellen Anderen mehrfach anlügen UND ihm aktiv hinterher zu laufen UND ihn nach dem Korb noch mal anzugraben. Das muss man schon erst mal so bringen. Hätte ich ihr nie und nimmer so angetan - aus Respekt. Und ihr nieeee zugetraut. Ich hab sie viel Negatives über sie geschrieben und ich hätte euch bis zu dem Punkt hier sonst auch nur berichtet, dass sie ein ganz gefühlsbetonter, einfühlsamer, ehrlicher und einfach liebenswerter Mensch ist.
Ja, ich versuche das an die Seite zu schieben, aber es ist nun mal der Treiber der mich ernsthaft überlegen lässt, ob jemand der das so bringt, der/die Richtige sein kann. Vielleicht habt ihr ein paar Ratschläge, wie man das verarbeiten kann.
 
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papabear

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So, mit gefühlt ein paar Dutzend Schritten Abstand möchte ich auch noch einmal meine
Gedanken zu dem Thema an sich teilen und ein paar allgemeine Aspekte herausstellen.

Egal, wohin die Reise gehen soll, es ist wichtig, dass du die Richtung beibehälst.
Wenn du auf sie zugehen möchtest und dir einen freundlichen Umgang wünscht,
dann bleibe auch grundsätzlich dabei. Wenn du "Stärke" und "Härte" zeigen
möchtest, dann tu das. Ständig veränderte Haltungen sind aber für beide Seiten
ungünstig und führen bei jedem Ausgang eher zu ungünstigeren Ergebnissen, weil
es für beide Seiten bestenfalls sehr anstrengend und damit unangenehm ist.

Es wirkt auf mich stark so, als wäre dein Denken vor allem davon bestimmt, was
wohl in ihrem Kopf vorgehen könnte, was ihre "wahren Absichten" sein könnten
und insbesondere, was sie sich wohl bei alledem denken mag.
Das ist allerdings bestenfalls sehr schwierig einzuschätzen, weil ausser ihr selbst
niemand so wirklich sagen kann, wie es sich damit tatsächlich verhält.
Im Zweifel nicht einmal sie selbst.

Darüber hinaus scheint es gerade in deinem letzten Beitrag so, als hättest du bereits
bestimmte Vorstellungen oder sogar Erwartungen darüber, wie es aus deiner Sicht
sein sollte oder sein müsste. Das ist aus den zuvor genannten Gründen ziemlich
schwierig und führt bestenfalls zu Frustration und blanker Enttäuschung.
Besser wäre es, wenn du dich jetzt nur fragen würdest, wie DU mit der Situation
umgehen möchtest, welche Ziele DU verfolgen willst und wie dein Handeln
dabei aussehen könnte. Idealerweise findest du so eine Haltung und allgemeine
Strategie, die du mit ausreichender Sicherheit und vor allem Gelassenheit so
durchhalten kann, dass egal mit welchem Ausgang auch immer, du damit
ruhig umgehen könntest - ein Stück weit wärst du so der sprichwörtliche
"Fels in der Brandung", der auch bei starkem Gegenwind standhaft bleiben kann.

Sich jetzt nicht von (verständlicher) Enttäuschung und Gefühlen an sich leiten zu lassen,
sondern vielmehr zu überlegen, mit welchen konstruktiven Schritten du dein Leben im
Moment und vor allem unabhängig von der Trennungssituation weiter auf Kurs halten
kannst erscheint da hilfreicher, weil es dir unabhängig vom Ausgang der Geschichte eine
Grundlage bietet, die dir in jedem Falle einen sicheren Stand ermöglicht.

Und wer weiss, vielleicht ist es auch genau das, was deine einst bessere Hälfte noch
einmal zum Umdenken bewegt. Du wärst so aber für jedes Ende gewappnet.
 
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EinEhemann

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Hey Papa,

danke, Du triffst die Situation sehr gut. Ich muss nur meinen Weg finden, ob es eher "härter" oder "zugewandter" sein wird.
Und ich muss die Erwartungen dringend runter schrauben bzw eben auch zulassen, dass nicht das erhoffte Ergebnis am Ende rausspringt.


Ansonsten ist Vieles klar:
Ich werde mit auch der Trennung klar kommen irgendwann.
Denn sie sieht aktuell sehr genau:
- ich habe einen Trennungsplan erarbeitet
- sie sieht, wie (positiv) ich mich bereits jetzt verändert habe, wie ich gewachsen bin
- wie ich dennoch weiter mit ihr umgehe / um sie kämpfe und das selten "creepy"
- wie ich weiter mein Leben lebe, aktiv gestalte, meine Ziele verfolge - auch ohne sie
- sie bekommt mit, dass andere Frauen auch auf mich aufmerksam werden
- wie ich bedingungslos für meine Kinder da bin
- wie ich ihr nachvollziehbar gemacht habe, dass ich das alles getan habe, während ich "lebensgefährlich" verwundet war
- sie schon sieht, welche Vorteile ein gemeinsames Leben mit mir hatte und haben wird

Da ist schon ein bisschen was in der Waagschale, aber klar ist auch, dass das alles keine Gefühle herbei zaubert.

Ich werde immer klarer in meiner Ausrichtung. Es fehlt nicht mehr viel und was mich umtreibt, teile ich gern mit Euch und all die verschiedenen Perspektiven helfen so ungemein.

Ich denke, sie beeindruckt das sogar ein bisschen, weswegen wir überhaupt noch um unsere Ehe kämpfen. Sie sucht den Weg, aber es wird ganz ganz "dünn".

Wenn ich selbstbewusst und völlig eben wirklich als Fels in dieser Brandung für sie da stehe, für sie da bin, dann gibt es eine Chance, dass sie sich vielleicht noch mal verliebt.
 
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Alvaro

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Vielleicht habt ihr ein paar Ratschläge, wie man das verarbeiten kann.
Ich schreib zu diesem Satz jetzt mal was aus einer anderen Ecke, vielleicht ist es hilfreich, wenn nicht, schadet es nicht.

Wenn du verarbeiten willst, dann verbanne bzw. verändere alles, was dich eine Opferrolle einnehmen lässt.
Jede Suche nach "Warum hat sie sich so verhalten?" bringt dich, so verständlich die Frage auch ist, wieder zurück in die Rolle desjenigen, der erleidet bzw. erlitten hat. Du bist in vielen deiner jetzigen Handlungen schon einen Riesenschritt weiter ( du HANDELST SELBST), aber falls diese Gedankenschleifen wiederkommen - mal zum Nachdenken:
Unser Gehirn speichert nicht nur nur Wissen und Erinnerungen sondern auch ganze Episoden als Erlebnisnetzwerke. Diese abertausende Erlebnisnetzwerke sind quasi immer sprungbereit in uns da und können jederzeit wieder aktiviert werden. Auf der neuronalen Ebene lässt sich das mit der Hebb'schen Lernregel zusammenfassen: "cells that fire together, wire together. And cells that wire together, fire together." In so einem Erlebnisnetzwerk ist dann alles gemeinsam gespeichert - die Gefühle, die Gedanken, was passiert ist etc.
Wenn ein solches Netzwerk aufgerufen wird (z.B. Gedankenschleife), dann wird es KOMPLETT aufgerufen - also inklusive der DAMALIGEN Gefühle von vielleicht Trauer, Hilflosigkeit, Unverständnis, Verzweiflung, Wut...
Und die Seite in dir, die dann das Kommando übernimmt, ist eben nicht der JETZIGE EinEhemann, sondern der, der all das hilflos gefühlt hat und noch keinerlei adäquate Mittel an der Hand hatte, der Situation zu begegnen. Du rufst dich sozusagen selbst wieder in ein Gefühl der Opferrolle zurück.
Wie kannst du das verändern? Z.B. indem du, wenn du fragen musst, die Fragestellungen veränderst. WOFÜR hat sie sich so verhalten? Was ist das Bedürfnis/Anliegen dahinter? Dann fokussierst du nicht mehr auf das, was es bei dir ausgelöst hat sondern auf ihre Seite, vielleicht (!) entsteht sogar eine Art Verständnis, vielleicht auch nicht. Noch gesünder ist es freilich, wenn du für dich alleine erst gar nicht mehr mit diesen Fragen anfängst. Dann fokussier dich auf all das, was mittlerweile gut läuft. Der Kontakt zu deinen Kindern. Du gestaltest dein Leben, du bist aktiv. Du hast einen Plan - und selbst, wenn sich der wieder ändert: dann ändert er sich, weil du ihn änderst.
So lassen sich auch Erlebnisnetzwerke verändern, weil sie sich dann weiterentwickeln. Und damit ist das ursprüngliche Erlebnisnetzwerk wie ein Computerprogramm umgeschrieben worden, was bedeutet, dass sich neue Neuronen daran beteiligen, die dann auch wieder Vernetzungen bilden und andere Seiten in dir aufrufen, die keineswegs hilflos sind.

So, das war jetzt ein Haufen akademisches Zeug, aber vielleicht hilft es ja.:smile:

Herzlich,
Alvaro
 
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EinEhemann

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Moin Alvaro,

ich denke, ich verstehe.
Ich versuche, die Situation so gut es geht zu isolieren.
Das "Warum" ist so weit geklärt aber stimmt schon, das hilft mir nicht bzw. war das einfach brutal daneben/verletzend und das ganze "Gedankennetzwerk" springt mit an.
Wofür ist tatsächlich eine Frage, die interessant ist. Zwar habe ich schon in einigen Situationen danach gefragt, ging dann immer in die Richtung, dass sie es angeblich nicht weiß. Ihre echten Gedanken bleiben mir letztlich relativ verschlossen.

Sie braucht Zeit, es braucht Zeit, ich bin total ungeduldig :-)

Die letzten Tage waren wieder recht intensiv. Kindergeburtstage, wir sind aus "organisatorischen Gründen" daher die letzten Tage zusammen im Haus geblieben und Ihre Nähe und damit auch ihre Kälte tun mir einfach nicht gut. Freue mich daher, dass es ab morgen wieder in die räumliche Trennung geht, der Abstand hilft extrem gut, um sie auch wieder aus meinem Kopf zu bekommen.
Auch der Weg der Trennung zeigt mir mittlerweile viele positive Optionen und durch den Abstand kann ich ebenfalls besser mit meiner Ungeduld umgehen.
 

Admina Hira Eth

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So, das war jetzt ein Haufen akademisches Zeug, aber vielleicht hilft es ja.:smile:
Moin, kurz ein OT (sry, EinEhemann):

ich finde den Post super, Alvaro und auch super hilfreich. Ich hoffe, dass ihn möglichst viele hier finden, lesen und ihn für sich annehmen und bei/für sich anwenden können.

Gruß in die Runde,
Hira
 

EinEhemann

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Guten Morgen,

nach unserem letzten Gespräch hier mal ein ganz allgemeines Statusupdate

- Thema 1: so gut wie erloschene Gefühle - ist unverändert
- Thema 2: "Der Andere". Mittlerweile schämt sie sich sehr dafür, was sie da versucht und gemacht hat - passt für mich aber nicht zu Thema 3, was mittlerweile ihr Hauptaufhänger ist

- Thema 3: Unabhängigkeit und ihre "Midlife-Krise":
Sie erzählt mir, dass sie im Augenblick lieber allein und unabhängig sein möchte. Sie stört Vieles, was Ehen nun mal so mit sich bringen, dass mehr oder weniger alles geteilt und abgesprochen wird und man die meisten Entscheidungen zusammen trifft. Tja, da kann ich dann auch tatsächlich nicht mehr viel machen, wenn Sie schlicht ein eigenes unabhängiges Leben haben will.
Sie möchte nun in der räumlichen Trennung herausfinden, was sie möchte.
Sie sagt, selbst wenn Sie wieder bereit ist, in eine Beziehung zu gehen, dann könnte das vielleicht mit mir sein, vielleicht aber eben auch nicht.

Ich verstehe und akzeptiere das natürlich, wobei man da natürlich schon sagen könnte: Das hätte man sich ja nun auch alles mal vor einer Ehe überlegen können.
Zudem finde ich persönlich die Aufforderung/Erwartung, um sie zu kämpfen, ehrlich gesagt mal wieder als Humbug, weil das keinerlei Auswirkung auf Thema 3 hat bzw. dem doch widerspricht, oder nicht? Wenn man einfach allein bzw. unabhängig sein will, braucht man keinen, der um einen kämpft und zurückholen bzw. neu beginnen möchte.
Gut, das ist jetzt ihr Ding und da ich weiter nix machen kann, als freundlich zu bleiben und für Sie da zu sein, ist das für mich nur weiter ein Grund, weiter meinen Weg noch unbeirrter zu verfolgen.
Was noch alles in ihrem Kopf rumschwirren mag, bleibt mir natürlich verborgen, ist letztlich auch nicht so relevant.

Ich lasse Sie nun so gut ich kann in Ruhe, vielleicht schaffen wir noch ein paar schöne Dates.

Was denkt ihr darüber?
 

Admina Hira Eth

Administrator
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wobei man da natürlich schon sagen könnte: Das hätte man sich ja nun auch alles mal vor einer Ehe überlegen können.
Naja, ich verstehe zwar deinen Gedanken dahinter, sehe das aber etwas anders. Ihr seid seit 8 Jahren verheiratet, in der Zwischenzeit wurden zwei Kinder geboren, die Zeit bleibt ebensowenig stehen, wie man selbst stehen bleibt. Du wirst in Teilbereichen deines Lebens doch heute sicher auch anders denken, als vor 8 Jahren noch? Das soll keine Verteidigungsrede werden, aber es soll an die Wandelbarkeit der Lebensverhältnisse erinnern; wenn das in dem Fall die Themen "Beziehung" / "Ehe" / "künftiger Lebenswandel" umfasst, finde ich das, da das schon auch essentielle Themen sind, nicht per se nicht nachvollziehbar.

Davon ab ist die Ehe (wie grundsätzlich jeder andere Vertrag auch) durchaus kündbar. ;)
Zudem finde ich persönlich die Aufforderung/Erwartung, um sie zu kämpfen, ehrlich gesagt mal wieder als Humbug, weil das keinerlei Auswirkung auf Thema 3 hat bzw. dem doch widerspricht, oder nicht? Wenn man einfach allein bzw. unabhängig sein will, braucht man keinen, der um einen kämpft und zurückholen bzw. neu beginnen möchte.
Sie ist ambivalent, siehe hier:
Sie möchte nun in der räumlichen Trennung herausfinden, was sie möchte.
...so gesehen muss das eine das andere nicht ausschließen. Unter dem Strich steht ein "ich weiß nicht" und, wahrscheinlich, ein "ich würde mir wünschen". Sie wird Momentaufnahmen nach außen tragen, aber ihr Leben befindet sich in einem Wandel und ihre Gedanken, Wünsche, Hoffnungen, Bekundungen werden da mitziehen.

Aber selbstverständlich ist das eine für dich schwierige Situation. Wenn sie nicht klar ist, ist nicht klar, was zu tun wäre, um potentielle Ergebnisse a), b) oder c) zu erreichen (mit was auch immer du diese Platzhalter füllen magst). Und es ist die Frage, ob sich ein Kampf lohnt, wenn man nicht wirklich weiß, ob man dahinterstehen oder tendenziell Gefahr laufen kann, sich damit wie ein Hampelmann zu fühlen.

Ich würde dir empfehlen, situationsadäquat und situationsbezogen zu agieren/reagieren. Und dabei primär auf dich zu schauen und auf das, was du willst. Denn das wird die einzige Größe sein, auf die du dich derzeit verlassen kannst.
 

papabear

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Kommt mir leider alles irgendwie erschreckend bekannt vor...

Wenn wir mal das ganze persönliche und auch die (verletzten) Gefühle raus nehmen,
fallen mir da ein paar Erklärungsansätze ein:

"Kalte Füsse": Wenn sich in einer längeren Beziehung eine gewisse Gewohnheit und
sogar echte Harmonie eingestellt hat, kann es aus dieser bequemen Grundlage bei
dem einen oder anderen Menschen passieren, dass der sich fragt, ob "es das dann
gewesen sein soll", hier kommen dann oft die bekannten "was wäre wenn" Fragen
zum Tragen und das Gras ist in der Ferne viel viel grüner als das vor der eigenen Tür.
Es ist leider ein Phänomen der aktuellen Gesellschaft, dass ein Verlangen nach all
dem entsteht, was man nicht hat oder "verpassen" könnte, wobei bezeichnenderweise
völlig vernachlässigt wird eine Zufriedenheit aus dem zu beziehen, was man bereits
hat(te). Es gab dazu mal einen interessanten Beitrag, der die "Bedürfnispyramide" nach
Maslow zitierte und beleuchtete, dass durch die Annehmlichkeiten der aktuellen
Gegenwart viele Ebenen "weggenommen" werden und Personen heute hauptsächlich
nur noch Bedürfnisse auf der Selbsverwirklichungsebene verfolgen - was zu einer
entsprechenden (ungesunden) Sprunghaftigkeit und Unausgeglichenheit führt.
Kurz gesagt: Es herrscht eine innere Unruhe, nicht das richtige Leben zu leben und
etwas zu verpassen, weil die Fähigkeit fehlt, aus dem bereits vorhandenen ausreichend
Zufriedenheit zu beziehen.

"Panik zu verlieren, was man hat": Ein besonders trauriger Fall sind Personen, die
ironischerweise genau dann, wenn sie bekommen, was sie sich am allersehnlichsten
wünschen, diesen Zustand nicht ertragen können. Nach einem anfänglichen Hoch
stellt sich bald eine blanke Panik ein, die dadurch ausgelöst wird, dass diese Personen
(unterbewusst) mit den Gedanken spielen, wie es wäre, wenn ihnen das so sehnlich
gewünschte auf irgendeine (mitunter auch völlig irrationale oder absurde) Art und
Weise genommen würde. Während sie diese Befürchtungen zunächst oft durch
entsprechende Verhalten überspielen kommt es doch oft trotzdem zu dem Punkt,
an dem sie diese Angst nicht mehr ertragen und dann entsprechend reagieren,
z.B. durch "präventives Verlassen" (Aus Angst vor dem unerträglichem Gefühl,
von einem geliebten Partner verlasen zu werden, verlassen sie lieber zuvor selbst,
weil dies weniger schmerzvoll und kontrollierter erscheint.)
Die entsprechenden Ängste gehen oft auf ein früheres, traumatisches Verlust-
oder Verlassenserlebnis zurück.

Daraus lassen sich natürlich nicht unmittelbar konkrete Handlungsansätze ableiten,
aber vielleicht hilft es, die Situation besser nachvollziehen und verstehen zu können.

Von zentraler Bedeutung ist, dass auch die Person selbst sich bewusst wird, warum
sie tatsächlich so gehandelt hat. (Im Moment des Handelns selbst sehen sie nämlich
aus verschiedenen Gründen die Gesamtsituation nur durch ein sehr eingeschränktes
"Guckloch". Das hat verschiedenste Gründe, auf die ich hier nicht im Detail eingehen
möchte, aber führt dazu, dass der sprichwörtliche Wald vor lauter Bäumen nicht mehr
gesehen wird. Dies passiert dann erst wieder viel viel später ...)
Das erfordert mitunter sehr viel Zeit und manchmal
muss erst der "Vergleich", etwa in Form einer radikal veränderten Lebenssituation
gezogen werden, um zu der Erkenntnis zu kommen, wo denn eigentlich wirklich der
sprichwörtliche Schuh gedrückt hat.
 
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EinEhemann

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"Kalte Füsse": Wenn sich in einer längeren Beziehung eine gewisse Gewohnheit und
sogar echte Harmonie eingestellt hat, kann es aus dieser bequemen Grundlage bei
dem einen oder anderen Menschen passieren, dass der sich fragt, ob "es das dann
gewesen sein soll", hier kommen dann oft die bekannten "was wäre wenn" Fragen
zum Tragen und das Gras ist in der Ferne viel viel grüner als das vor der eigenen Tür.
Es ist leider ein Phänomen der aktuellen Gesellschaft, dass ein Verlangen nach all
dem entsteht, was man nicht hat oder "verpassen" könnte, wobei bezeichnenderweise
völlig vernachlässigt wird eine Zufriedenheit aus dem zu beziehen, was man bereits
hat(te). Es gab dazu mal einen interessanten Beitrag, der die "Bedürfnispyramide" nach
Maslow zitierte und beleuchtete, dass durch die Annehmlichkeiten der aktuellen
Gegenwart viele Ebenen "weggenommen" werden und Personen heute hauptsächlich
nur noch Bedürfnisse auf der Selbsverwirklichungsebene verfolgen - was zu einer
entsprechenden (ungesunden) Sprunghaftigkeit und Unausgeglichenheit führt.
Kurz gesagt: Es herrscht eine innere Unruhe, nicht das richtige Leben zu leben und
etwas zu verpassen, weil die Fähigkeit fehlt, aus dem bereits vorhandenen ausreichend
Zufriedenheit zu beziehen.
Das ist großartig beschrieben. Ich sehe das auch so, bin nur nicht so intellektuell und würde nur das Sprichtwort "Ist es dem Esel zu wohl, geht er aufs Eis" beschreiben. Im Gespräch hab ich auch schon mal "Prinzessin auf der Erbse" fallen lassen. Hilft nur aber natürlich alles nix.
Wobei hier dazu kommt, dass ich auch durch das Entfremden der Beziehung sehr lange nicht gut zu ihr war und sie natürlich sehr viel mit dahin getrieben hab.
Zudem ist sie halt auch noch jung.
"Panik zu verlieren, was man hat": Ein besonders trauriger Fall sind Personen, die
ironischerweise genau dann, wenn sie bekommen, was sie sich am allersehnlichsten
wünschen, diesen Zustand nicht ertragen können. Nach einem anfänglichen Hoch
stellt sich bald eine blanke Panik ein, die dadurch ausgelöst wird, dass diese Personen
(unterbewusst) mit den Gedanken spielen, wie es wäre, wenn ihnen das so sehnlich
gewünschte auf irgendeine (mitunter auch völlig irrationale oder absurde) Art und
Weise genommen würde. Während sie diese Befürchtungen zunächst oft durch
entsprechende Verhalten überspielen kommt es doch oft trotzdem zu dem Punkt,
an dem sie diese Angst nicht mehr ertragen und dann entsprechend reagieren,
z.B. durch "präventives Verlassen" (Aus Angst vor dem unerträglichem Gefühl,
von einem geliebten Partner verlasen zu werden, verlassen sie lieber zuvor selbst,
weil dies weniger schmerzvoll und kontrollierter erscheint.)
Die entsprechenden Ängste gehen oft auf ein früheres, traumatisches Verlust-
oder Verlassenserlebnis zurück.
Puh das kann ich mir bei ihr nicht vorstellen, aber es ist ein interessanter Gesprächsansatz bzw Ansatz für Sie zum Nachdenken. Sie geht zum nächsten Termin der Therapie allein, um mit der Therapeutin mal ihre Themen durchzugehen.
Das könnte Sie gut mit ins Gespräch nehmen.

Von zentraler Bedeutung ist, dass auch die Person selbst sich bewusst wird, warum
sie tatsächlich so gehandelt hat. Das erfordert mitunter sehr viel Zeit und manchmal
muss erst der "Vergleich", etwa in Form einer radikal veränderten Lebenssituation
gezogen werden, um zu der Erkenntnis zu kommen, wo denn eigentlich wirklich der
sprichwörtliche Schuh gedrückt hat.
Ja das denke ich auch, leider auch in dem Punkt, dass sich ihre/unsere Lebenssituation dazu radikal ändern muss. Und bis zu einer Erkenntnis wird es dauern.

Daher: Es sind bisher immer kleine Schritte gegangen. Einige rückwärts, viele vorwärts.

Ich hoffe, ich bleibe bzw komme immer weiter zu mir, um wirklich noch konsequenter auf mich zu achten und letztlich mein Leben ohne sie auch schlussendlich zufrieden, in Frieden leben zu können. Die Rahmenbedingungen passen glücklicherweise sehr sehr gut.
Es geht langsam, aber es wird.
 
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papabear

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Wobei hier schon auch dazu kommt, dass ich auch durch das Entfremden der Beziehung sehr lange nicht gut zu ihr war und sie natürlich sehr viel mit dahin getrieben hab.
Leider kommt bei diesen Ansätzen dazu, dass Personen bereits vorher beginnen, teils
unbewusst auf das an sich gefürchtete Ende "hinzuarbeiten".
Ohne Kristallkugel neigt der andere dann auch dazu, ebenfalls unbewusst weiter Öl in
das Feuer zu giessen, es entwickelt sich eine entsprechende Dynamik.
Puh das kann ich mir bei ihr nicht vorstellen, aber es ist ein interessanter Gesprächsansatz bzw Ansatz für Sie zum Nachdenken. Sie geht zum nächsten Termin der Therapie allein, um mit der Therapeutin mal ihre Themen durchzugehen.
Das könnte Sie gut mit ins Gespräch nehmen.
Da es für die Person selbst oft gar nicht sichtbar oder bewusst ist, kann es riskant sein,
es direkt anzusprechen. Im besten Fall kommt es zur Ablehnung (der entsprechenden
Annahme), es kann die Situation aber auch noch weiter verschärfen.
Ich würde diese Konzepte im Hinterkopf behalten und auf
Signale in diese Richtung mit Verständnis und Offenhait reagieren, aber dem anderen
dabei die Initiative überlassen.
Ja das denke ich auch, leider auch in dem Punkt, dass sich ihre/unsere Lebenssituation dazu radikal ändern muss. Und bis zu einer Erkenntnis wird es dauern.
Es kann auch sehr gut sein, dass das ohne dich oder sogar mit jemand anderem passiert,
oder sogar passieren muss. Ich würde beide Fälle nicht nur als Nachteil sehen, denn durch
diesen "totalen Vergleich", bei dem du zunächst überhaupt keine Rolle mehr spielst, wird
auch am deutlichsten klar, ob das zu Grunde liegende Problem überhaupt bei dir zu
verorten ist. Oder anders: Führt sie ein "neues" Leben ganz ohne dich, stellt aber nach
einiger Zeit fest, dass sie damit genauso unglücklich ist wie mit dir zuvor, liegt der Schluss
nahe, dass es nicht an dir (allein) gelegen haben kann ...

(( Natürlich bleibt auch selbst dann noch die Frage offen, wie der andere dann mit dieser
"Erkenntnis" umgeht, denn in gewisser Hinsicht ist so eine Einsicht mitunter ein nicht
zu unterschätzender "Schock". ))
 
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hackepeter

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- Thema 3: Unabhängigkeit und ihre "Midlife-Krise":
Sie erzählt mir, dass sie im Augenblick lieber allein und unabhängig sein möchte. Sie stört Vieles, was Ehen nun mal so mit sich bringen, dass mehr oder weniger alles geteilt und abgesprochen wird und man die meisten Entscheidungen zusammen trifft. Tja, da kann ich dann auch tatsächlich nicht mehr viel machen, wenn Sie schlicht ein eigenes unabhängiges Leben haben will.
Sie möchte nun in der räumlichen Trennung herausfinden, was sie möchte.
Sie sagt, selbst wenn Sie wieder bereit ist, in eine Beziehung zu gehen, dann könnte das vielleicht mit mir sein, vielleicht aber eben auch nicht.

Ich verstehe und akzeptiere das natürlich, wobei man da natürlich schon sagen könnte: Das hätte man sich ja nun auch alles mal vor einer Ehe überlegen können.
Zudem finde ich persönlich die Aufforderung/Erwartung, um sie zu kämpfen, ehrlich gesagt mal wieder als Humbug, weil das keinerlei Auswirkung auf Thema 3 hat bzw. dem doch widerspricht, oder nicht?
Interessante Wendung in deinem Fall. Wie habt ihr euch denn das Leben aufgeteilt mit den Kindern? Zwei Kinder im Alter von 4 und 7 sind echt fordernd und manchmal verliert man sich im Alltag aus Elterntaxi, Wäsche waschen, Arbeiten und dem ganzen Komplettprogramm. Da kann es schon dazu kommen das man sich in einer persönlichen Sackgasse wähnt und gerne neu anfangen möchte. Die Frage ist doch eigentlich zu wieviel Prozent du Teil des Problems bist oder ob du auch Teil einer Lösung sein kannst. Man kann auf unterschiedlichen Wegen auch ohne harten Bruch das Leben neu organisieren. Wenn man auf Drama steht kann man natürlich alles wegwerfen, richtig. Vielleicht sind Stellschrauben wie ein neuer Job, mehr Freizeit für sie oder neue Hobbies eine Möglichkeit?

Das wir alles Goldkinder, jonglierend auf der Spitze der Maslowschen Bedürfnispyramide sind hat ja papabear schon genannt. Wir regen uns viel zu sehr über banalste Erste-Welt-Probleme auf und vergessen wie gut es uns geht. Wo seht ihr euch denn da? Seit ihr satt und zufrieden?

Und zum Thema um sie kämpfen muss ich mit diesen Informationen jetzt auch sagen das ihr wenn dann zusammen um euch kämpfen könnt, aber nicht du um sie. Du kannst ihr nur anbieten Teil der Lösung ihres Problems zu sein.
 

EinEhemann

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Es kann auch sehr gut sein, dass das ohne dich oder sogar mit jemand anderem passiert,
oder sogar passieren muss. Ich würde beide Fälle nicht nur als Nachteil sehen, denn durch
diesen "totalen Vergleich", bei dem du zunächst überhaupt keine Rolle mehr spielst, wird
auch am deutlichsten klar, ob das zu Grunde liegende Problem überhaupt bei dir zu
verorten ist. Oder anders: Führt sie ein "neues" Leben ganz ohne dich, stellt aber nach
einiger Zeit fest, dass sie damit genauso unglücklich ist wie mit dir zuvor, liegt der Schluss
nahe, dass es nicht an dir (allein) gelegen haben kann ...

(( Natürlich bleibt auch selbst dann noch die Frage offen, wie der andere dann mit dieser
"Erkenntnis" umgeht, denn in gewisser Hinsicht ist so eine Einsicht mitunter ein nicht
zu unterschätzender "Schock". ))
Ich befürchte, es wird so kommen. Dann ist es letztlich aus und vorbei mit UNS.
Dass es nicht an mir allein oder gar hauptsächlich gelegen hat, ist mir mittlerweile zum Glück sehr wohl bewusst.

Interessante Wendung in deinem Fall. Wie habt ihr euch denn das Leben aufgeteilt mit den Kindern? Zwei Kinder im Alter von 4 und 7 sind echt fordernd und manchmal verliert man sich im Alltag aus Elterntaxi, Wäsche waschen, Arbeiten und dem ganzen Komplettprogramm. Da kann es schon dazu kommen das man sich in einer persönlichen Sackgasse wähnt und gerne neu anfangen möchte. Die Frage ist doch eigentlich zu wieviel Prozent du Teil des Problems bist oder ob du auch Teil einer Lösung sein kannst. Man kann auf unterschiedlichen Wegen auch ohne harten Bruch das Leben neu organisieren. Wenn man auf Drama steht kann man natürlich alles wegwerfen, richtig. Vielleicht sind Stellschrauben wie ein neuer Job, mehr Freizeit für sie oder neue Hobbies eine Möglichkeit?
Die Beiden sind seit ein paar Tagen 5 und 8 :-D
Aber es ist definitiv so: Die Kinder haben natürlich unser Leben und unsere (Frei)Zeit bestimmt. Wie Du beschreibst. Hatte ich glaub ich schon mal irgendwo auch in die Richtung geschrieben.
Wir haben super hinbekommen: Elternebene
Gut hinbekommen: Freundschaftsebene zwischen uns
Gar nicht: Paarebene

Frage ist doch eigentlich zu wieviel Prozent du Teil des Problems bist oder ob du auch Teil einer Lösung sein kannst.
Ich denke, Sie sieht mittlerweile schon, dass ich durchaus Teil der Lösung sein kann.
Sie möchte aber "Sie selbst sein". Und in meiner Nähe kann sie es aber momentan nicht. Das Abzuheilen, braucht Zeit und natürlich: Konflikte/Streits wird es dennoch mal wieder geben und wer kann schon zu wirklich 100% man selbst sein. Ein bisschen Kompromiss ist doch immer und ich finde das persönlich i.O..
Jedenfalls man selbst kann man vollständig eigentlich nur allein sein meiner Meinung nach.

Frage ist doch eigentlich zu wieviel Prozent du Teil des Problems bist oder ob du auch Teil einer Lösung sein kannst. Man kann auf unterschiedlichen Wegen auch ohne harten Bruch das Leben neu organisieren. Wenn man auf Drama steht kann man natürlich alles wegwerfen, richtig. Vielleicht sind Stellschrauben wie ein neuer Job, mehr Freizeit für sie oder neue Hobbies eine Möglichkeit?
Ich denke, das sind 2 Themen (die jeweils unabhängig voneinander zur Trennung führen können). Mit mir ist sie definitiv nicht mehr glücklich gewesen. Leider bis zum Erlöschen der Gefühle. Dass ich mittlerweile genauso definitiv Teil einer Lösung sein kann, ist glaube ich auch ihr bewusst. Es bringt nur nicht die Gefühle zurück :-(
Sie will ja nun erst mal in die Pause, Abstand, Unabhängigkeit. Den Job hat sie seit 5 Jahren, ist damit glücklich.

Freizeit: Sie hat aus meiner Sicht sehr viel Freizeit (sie nimmt das anders/stressiger wahr): 2x pro Woche Hobbies, ich war 3 Wochen mit den Kindern allein zur Kur, sie hat mehrere kürzere Reisen ohne mich unternommen, war selbst zur Kur mit den Kindern, mache mit den Kids am WE auch mal was allein, bin sehr aktiv im Haushalt, Hausmeister usw...
Sie hat aber den ganzen "Mental Load" und vor allem organisatorisch die Kinder:
Kind krank, KiGa, Schule, Hausaufgaben, Klamotten, Kinder verabreden - eigentlich alles bei ihr. Morgens und abends begleiten wir die Kinder gemeinsam. Natürlich unterstütze ich, bin da aber auch eher nur "Befehlsempfänger".
Dennoch rührt von hier her viel Frust bei mir, weil ich mich schon auch wund schufte und sie unterm Strich schon auch dadurch sehr viel die Füße hoch legen kann. Auch an den WEs hat sie kaum ToDos , die bei vielen anderen Familien dann anfallen (Arbeiten am Haus, Hausputz). Wie gesagt, sie nimmt das anders wahr.
Und was soll ich dann noch groß sagen, wenn das alles am Ende nicht reicht: Dann muss man halt gehen...

Wir regen uns viel zu sehr über banalste Erste-Welt-Probleme auf und vergessen wie gut es uns geht. Wo seht ihr euch denn da? Seit ihr satt und zufrieden?
Ich persönlich bin/war sehr zufrieden, aber im Sinne von glücklich. Hab ein bisschen was als Kind durch, in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen.
Ich kann/konnte bis dahin daher sagen: Ich war glücklich darüber, mit wenig (bitte nicht falsch verstehen) glücklich sein zu dürfen. Wir haben ein kleines tolles Haus, haben ein gutes Auskommen mit unserem Einkommen, können ein wenig reisen, ich brauche keine (materiellen) Statussymbole/Besitz etc..
Ok meine Frau hat mich schon oft genervt, was zu meinem Verhalten gefüht hat, aber nie dazu führen hätte müssen und dürfen.
Vor allem: ich war einfach glücklich darüber, dass wir alle gesund sind, viel lachen, Zeit füreinander haben. Und über die Erkenntnis dass es mehr einfach im Leben auch nicht braucht (also ich nicht) bzw. allein der Gesundheitsaspekt schon ein Privileg ist und alles Andere nur noch Bonus.
Und dann der Knall.
Ich hab ihr das in die Richtung auch schon etwas vorgeworfen, dass es hier wohl Einigen zu gut geht. Mir ist mein Anteil schon bewusst. Der Vorwurf ging eher in die Richtung, schon früher mal "den Stier bei den Hörnern zu packen" statt dann viel zu spät zu reagieren und dann noch so....

Und zum Thema um sie kämpfen muss ich mit diesen Informationen jetzt auch sagen das ihr wenn dann zusammen um euch kämpfen könnt, aber nicht du um sie. Du kannst ihr nur anbieten Teil der Lösung ihres Problems zu sein.
Das ist aber auch eine Wendung ;-)
Du ich bin froh, dass jetzt in Ansätzen gemacht zu haben, auch in dem Bewusstsein oder zumindest in der Annahme, dass es völlig wirkungslos verpufft.
Ich verschiebe hier seit der Trennung immer meine Grenzen in verschiedensten Bereichen und verbessere täglich meine Persönlichkeit und meinen Charakter (endlich!!!), weil ich Dinge akzeptiere und tu, die ich vor ein paar Wochen nie für möglich gehalten hab. Ich kann mir dadurch auch immer weniger vorwerfen. Das ist ein gutes Gefühl und bringt mich riesig weiter.
Wäre das Thema hier (wo ich immer noch stark in alle Richtungen schwanke) nicht, oder bereits abgearbeitet würde ich sagen: Ich war NOCH NIE so sehr im Reinen mit mir selbst wie jetzt.

Mit dem Kämpfen ist es mega hart, weil von ihr nix Emotionales zurück kommt, aber bzw nur sehr viel "Freundschaftliches".
 
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EinEhemann

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Ich möchte Euch noch einmal um Rat fragen, wie ich besser mit diesem (Rand-)Themen umgehen kann und - auch wenn es wieder hart wird - besser verstehen kann, warum es so ist:

Seit Sie die Trennung ausgesprochen hat, läuft meine Libido seit Wochen ununterbrochen auf Hochtouren. Ich reagiere extrem auf Ihre optischen Reize, aber auch auf die anderer Frauen. Das ist seit dem echt auffällig. Ich möchte unbedingt wieder Sex.
Warum ist das genau seit dem Trennungszeitpunkt so extrem?

Das Andere Thema ist eher wieder Kopfkino.
Ich hatte ja schon erwähnt, dass Sie sich in den letzten Monaten auch optisch sehr verändert hat. Hat abgenommen, sie richtig toll aus. Dazu Ballast (mich) abgeworfen, neues Selbstbewusstsein, viel Lob für die neue Optik, wenig Widerstand bei der Trennung usw.
Dieses neue Selbstbewusstsein trägt sie stark nach außen (Instagram, ihr Auftreten, das auf mich fast schon arrogant und eingebildet wirkt, Ihr "sexy" Verhalten auf Partys). Ist auch alles nachvollziehbar, würde ich vermutlich genauso tun bzw. mache ich teilweise schon ähnlich.
Was für mich bei dem Ganzen aber die Höchststrafe wäre, und ich ihr gedanklich unterstelle:
Ich bin aktuell kein in Frage kommender Sexualpartner für Sie, insb. aber durch die "Lüge" bzw. den "Betrug" unterstelle ich ihr, auch wenn sie es anders sagt, dass sie (bewusst oder unbewusst) nun schon auf Männerfang geht und meiner Meinung nach mit dem ersten intim werden wird, wo die Chemie halbwegs passt. Und damit habe ich ein riesiges Problem bzw. ist das für mich das Schlimmste, was passieren kann. Ich weiß, ich kann es nicht verhindern und bringe es nicht direkt zur Sprache. Dennoch:
Wie kann ich damit besser umgehen und warum ist gerade Sex mit einem Anderen für mich schlimmer, als alles Andere (was eigentlich viel schlimmer ist ;-))?
 

papabear

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Kalter Entzug, Verlust und Angst vor dem Verlust eines gewohnten Bezugsobjektes.

So weit ein paar kühle, fachliche Schlagworte dazu.

Zu den einzelnen Aspekten: Auch meine EF hatte nach der Trennung massivst und schon grenzwertig ungesund abgenommen, sich heraus geputzt und beruflich zu steigern versucht. Interessanterweise galt ihr Interesse zu der Zeit aber betont NICHT anderen Männern, es gab sogar Situationen, in denen sie mich zum Verkehr "überrumpeln" wollte, das kam für mich aber zu dem Zeitpunkt nicht infrage, weil es sich nicht richtig anfühlte.

Ich möchte damit nur aufzeigen, dass auch bei diesen An- und Vorzeichen vieles möglich ist.

Dein Empfinden halte ich angesichts der Situation aber für völlig normal und unter anderem aufgrund der oben genannten Effekte für nachvollziehbar.

Achte wirklich erst einmal auf dich selbst, aber auch darauf, dass du auch in dieser schwierigen Situation nicht die Fähigkeit verlierst, Freude und Zufriedenheit zu erleben.
Das ist für jeden Fortgang wichtig.
 

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