Lost_Chris
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- 27 Dez. 2025
- Beiträge
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Hallo zusammen,
bin neu hier und neu in meiner Situation: seit 21 Jahren mit meiner Frau verheiratet, drei Kinder (Teenager) und ein gemeinsames Leben mit Haus (Finanzierung ...) und allerlei weiteren Verbindlichkeiten. Unsere Ehe verlief wahrscheinlich so, wie man hier häufig nachlesen kann: nach drei Jahren kam unser erstes Kind zur Welt, danach erst einmal Sex-Flaute und Gefühle, die sich (von ihr) eher auf die Kinder richteten, als auf mich. Nach 7 Jahren Ehe mit drei Kleinkindern war vermutlich unser Liebesleben auf dem Todpunkt, den wir mit funktionalem, abgesprochenem Sex überwunden haben. Unsere Beziehung harmonisch, kaum Konflikte, partnerschaftlich, aber über die Zeit eben emotional flacher. Bei ihr vermutlich mehr als bei mir. Sie hat stark mit Selbstwert zu kämpfen - was meiner Meinung nach überhaupt nicht berechtigt ist. Ich habe mir in all den Jahren sehr viel Mühe gegeben, ihr immer Wertschätzung und Bestätigung zu geben - in vielen, vielen kleinen Alltagssituationen. Das kam bei ihr nicht an ("kann das nicht annehmen").
Seit zwei Monaten hat sie jetzt eine laufende Affäre mit einem Arbeitskollegen. Der AM ist selbst in einer Ehe mit Kind (dort ist die Affäre nicht bekannt), ich habe von der Affäre Wind bekommen, sie zur Rede gestellt und seither befinde ich mich in meinem persönlichen Albtraum. Die Kinder (alle Teenager) haben von Tag 1 die Situation mitbekommen und mich dabei sehr unterstützt, weil für sie die Affäre nicht nachvollziehbar ist. Nach dem Auffliegen der Affäre kam von ihr "ich habe Gefühle für den AM, die ich nicht aufgeben kann. Ich kann diese Beziehung nicht beenden". Nach 1-2 Wochen Bedenkzeit kam sie zurück mit "ich will zurück zu Dir und unserem Leben, so wie vorher" - gleichzeitig hat sie die Affäre heimlich weitergeführt (Signal-App installiert für Kommunikation, heimlich Hotel-Zimmer angemietet, heimliche Treffen am Arbeitsplatz etc.). Eine dieser Hotelbuchungen habe ich vor 4 Wochen durch einen Zufall herausgefunden und sie damit wieder konfrontiert: dabei hat sie kalt und emotionslos zugegeben, dass sie die Affäre nicht beendet hat und mich angelogen hat, um mir nicht wehzutun. Seither "kämpfe" ich natürlich mit der falschen Strategie (Reden, Diskutieren, Analysieren ...). Ihr Verhalten mir gegenüber ist täglich aggressiv, abwertend, negativ. Die Themen um Verantwortung (finanziell / Kinder etc.) führt regelmäßig in Gesprächen zu Eskalation und einem Teufelskreis. Wir hatten dann letzte Woche (vor Weihnachten) einen ersten Paartherapie-Termin, bei dem ihre negative Projektion auf mich von der Therapeutin klar benannt wurde, ihr Selbstwert-Problem als eine Ursache für das Auseinanderdriften unserer Beziehung analysiert wurde und sie in dem Termin aber gesagt hat, dass sie gerade keine Gemeinsamkeit mit mir mehr sieht (bei mir leider umgekehrt). Outcome für die laufenden Weihnachtsferien: sie pausiert den körperlichen Kontakt zum AM bis nächste Woche und soll zu sich selbst finden - was in der Realität so aussieht, dass sie ständig am Chatten mit ihm ist und vermutlich die Sehnsucht täglich größer wird. Er sitzt ja sowieso mit seiner Familie vorm Weihnachtsbaum und spielt heile Welt. In der Therapiesitzung kam auch zur Sprache, dass sie ihn wohl vor eine Entscheidung stellt, Klarheit zu schaffen (d.h. sich von seiner Familie zu trennen) und er das nicht tut ("fühlt sich als Feigling vor mir"). Denke auch hier: für den AM eine rationale Strategie, den Status Quo beizubehalten, um die Kosten auf seiner Seite niedrig zu halten (hat ja im Moment keine) und von Ehe / Famlie / Sicherheit einerseits und Affäre / Sex / Abenteuer andererseits maximal zu profitieren.
Jetzt bin ich hier im Forum gelandet, nachdem ich die letzten Wochen viel mit KI analysiert und mich beraten habe lassen. Eine klassische Ex-Back Strategie mit Kontaktsperre wird durch unsere Situation (Kinder mit mir im Haus / sie besucht sie natürlich regelmäßig / gemeinsame Aufgaben durch Haus ...) nicht sinnvoll umsetzbar. Was ich mir wünsche: eine realistische Chance, unser "alte" Beziehung in eine "neue" Beziehung zu überführen - das setzt natürlich voraus, dass sie überhaupt noch Bindung / Gefühle hat (was durch die Affäre / Dopamin gerade schwer zu sagen ist). In all den (sinnlosen) Diskussionen mit ihr kam zumindest für mich klar heraus: die Sicherheit / Familie / Haus / Lebenssituation ist etwas, auf das sie nicht verzichten möchte. Sie ist aber bereit, für ihr neues "selbstbestimmtes Leben" (das ist ihre Motivation) und die Freiheit zum Beispiel auf Geld / Luxus zu verzichten (der AM hat kein vergleichbar hohes Einkommen und wird ihr kein vergleichbares Leben finanzieren können). Im Moment der Verliebtheit blendet sie das natürlich vollkommen aus. Solange ich das Haus (finanziere 100% alleine) und die Familiensituation stabil halte, profitiert sie natürlich davon, auch wenn sie mittlerweile in eine Wohnung gezogen ist. Einfach weil sie an 3 bzw. 4 Tagen die Woche kommt, die Kinder sieht und von unserer Lebenssituation im Haus profitiert.
Meine Frage ist deshalb: was ist eine realistische Ex-Back-Strategie in unserem Fall? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit tatsächlich (ChatGPT sagt <10% wenn Affäre läuft und noch kleiner, wenn sie emotional mit mir abgeschlossen hat). Das ist nicht viel und ich tue mir mit dem Loslassen gerade schwer. Bin für jeden Ratschlag dankbar.
bin neu hier und neu in meiner Situation: seit 21 Jahren mit meiner Frau verheiratet, drei Kinder (Teenager) und ein gemeinsames Leben mit Haus (Finanzierung ...) und allerlei weiteren Verbindlichkeiten. Unsere Ehe verlief wahrscheinlich so, wie man hier häufig nachlesen kann: nach drei Jahren kam unser erstes Kind zur Welt, danach erst einmal Sex-Flaute und Gefühle, die sich (von ihr) eher auf die Kinder richteten, als auf mich. Nach 7 Jahren Ehe mit drei Kleinkindern war vermutlich unser Liebesleben auf dem Todpunkt, den wir mit funktionalem, abgesprochenem Sex überwunden haben. Unsere Beziehung harmonisch, kaum Konflikte, partnerschaftlich, aber über die Zeit eben emotional flacher. Bei ihr vermutlich mehr als bei mir. Sie hat stark mit Selbstwert zu kämpfen - was meiner Meinung nach überhaupt nicht berechtigt ist. Ich habe mir in all den Jahren sehr viel Mühe gegeben, ihr immer Wertschätzung und Bestätigung zu geben - in vielen, vielen kleinen Alltagssituationen. Das kam bei ihr nicht an ("kann das nicht annehmen").
Seit zwei Monaten hat sie jetzt eine laufende Affäre mit einem Arbeitskollegen. Der AM ist selbst in einer Ehe mit Kind (dort ist die Affäre nicht bekannt), ich habe von der Affäre Wind bekommen, sie zur Rede gestellt und seither befinde ich mich in meinem persönlichen Albtraum. Die Kinder (alle Teenager) haben von Tag 1 die Situation mitbekommen und mich dabei sehr unterstützt, weil für sie die Affäre nicht nachvollziehbar ist. Nach dem Auffliegen der Affäre kam von ihr "ich habe Gefühle für den AM, die ich nicht aufgeben kann. Ich kann diese Beziehung nicht beenden". Nach 1-2 Wochen Bedenkzeit kam sie zurück mit "ich will zurück zu Dir und unserem Leben, so wie vorher" - gleichzeitig hat sie die Affäre heimlich weitergeführt (Signal-App installiert für Kommunikation, heimlich Hotel-Zimmer angemietet, heimliche Treffen am Arbeitsplatz etc.). Eine dieser Hotelbuchungen habe ich vor 4 Wochen durch einen Zufall herausgefunden und sie damit wieder konfrontiert: dabei hat sie kalt und emotionslos zugegeben, dass sie die Affäre nicht beendet hat und mich angelogen hat, um mir nicht wehzutun. Seither "kämpfe" ich natürlich mit der falschen Strategie (Reden, Diskutieren, Analysieren ...). Ihr Verhalten mir gegenüber ist täglich aggressiv, abwertend, negativ. Die Themen um Verantwortung (finanziell / Kinder etc.) führt regelmäßig in Gesprächen zu Eskalation und einem Teufelskreis. Wir hatten dann letzte Woche (vor Weihnachten) einen ersten Paartherapie-Termin, bei dem ihre negative Projektion auf mich von der Therapeutin klar benannt wurde, ihr Selbstwert-Problem als eine Ursache für das Auseinanderdriften unserer Beziehung analysiert wurde und sie in dem Termin aber gesagt hat, dass sie gerade keine Gemeinsamkeit mit mir mehr sieht (bei mir leider umgekehrt). Outcome für die laufenden Weihnachtsferien: sie pausiert den körperlichen Kontakt zum AM bis nächste Woche und soll zu sich selbst finden - was in der Realität so aussieht, dass sie ständig am Chatten mit ihm ist und vermutlich die Sehnsucht täglich größer wird. Er sitzt ja sowieso mit seiner Familie vorm Weihnachtsbaum und spielt heile Welt. In der Therapiesitzung kam auch zur Sprache, dass sie ihn wohl vor eine Entscheidung stellt, Klarheit zu schaffen (d.h. sich von seiner Familie zu trennen) und er das nicht tut ("fühlt sich als Feigling vor mir"). Denke auch hier: für den AM eine rationale Strategie, den Status Quo beizubehalten, um die Kosten auf seiner Seite niedrig zu halten (hat ja im Moment keine) und von Ehe / Famlie / Sicherheit einerseits und Affäre / Sex / Abenteuer andererseits maximal zu profitieren.
Jetzt bin ich hier im Forum gelandet, nachdem ich die letzten Wochen viel mit KI analysiert und mich beraten habe lassen. Eine klassische Ex-Back Strategie mit Kontaktsperre wird durch unsere Situation (Kinder mit mir im Haus / sie besucht sie natürlich regelmäßig / gemeinsame Aufgaben durch Haus ...) nicht sinnvoll umsetzbar. Was ich mir wünsche: eine realistische Chance, unser "alte" Beziehung in eine "neue" Beziehung zu überführen - das setzt natürlich voraus, dass sie überhaupt noch Bindung / Gefühle hat (was durch die Affäre / Dopamin gerade schwer zu sagen ist). In all den (sinnlosen) Diskussionen mit ihr kam zumindest für mich klar heraus: die Sicherheit / Familie / Haus / Lebenssituation ist etwas, auf das sie nicht verzichten möchte. Sie ist aber bereit, für ihr neues "selbstbestimmtes Leben" (das ist ihre Motivation) und die Freiheit zum Beispiel auf Geld / Luxus zu verzichten (der AM hat kein vergleichbar hohes Einkommen und wird ihr kein vergleichbares Leben finanzieren können). Im Moment der Verliebtheit blendet sie das natürlich vollkommen aus. Solange ich das Haus (finanziere 100% alleine) und die Familiensituation stabil halte, profitiert sie natürlich davon, auch wenn sie mittlerweile in eine Wohnung gezogen ist. Einfach weil sie an 3 bzw. 4 Tagen die Woche kommt, die Kinder sieht und von unserer Lebenssituation im Haus profitiert.
Meine Frage ist deshalb: was ist eine realistische Ex-Back-Strategie in unserem Fall? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit tatsächlich (ChatGPT sagt <10% wenn Affäre läuft und noch kleiner, wenn sie emotional mit mir abgeschlossen hat). Das ist nicht viel und ich tue mir mit dem Loslassen gerade schwer. Bin für jeden Ratschlag dankbar.

