Hängepartie

Scarlet

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Und hier wieder, es darf nicht vergessen werden, es ist ein Geben und Nehmen.
So ist es, liebe Nachtstern! Der Mann muss auf die ein oder andere Art etwas geben. Und dazu gehört explizit nicht, sich lediglich 1x am Tag auf AFs sexy Fotos einen runter…zu…:grins::nanu:
 
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Scarlet

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Entschuldige Scarlet, dass ich da jetzt so reingeschneit bin, aber mich regt es auf solch ein respektloses Verhalten mit dieser angeblich gewollten Dynamik rechtfertigen zu wollen. (Ich gebe zu, es hat bei mir auch eine Weile gedauert, das zu erkennen)

Du bist da auf einem guten Weg, ich finde deine Vorgehensweise sehr gut und nur dadurch wirst du erkennen, ob er sich mal mehr Mühe geben wird um was von der Sahnetorte Scarlet abzukriegen. :rambo:
Liebe Calathea, ich freue mich immer, wenn du in meinen Strang reinschneist, denn du hast für mein Empfinden so eine herrlich selbstbewusste, ja fast schon etwas rebellische Art, die manchmal, wenn ich gerade mal wieder langsam in meinem Morast versinke, mich da ratzfatz rauskatapultiert:grins:

Also: immer gern reinschneien, wenn du magst! :herz:


PS. Wie geht es dir? Ist noch Funkstille mit Pony oder nicht mehr?
 

Scarlet

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Weil ich ja keine Anstrengung bemerke, dass er von sich aus an einer besseren Bindung arbeitet.
Auch da fallen mir gleich mehrere mögliche Erklärungen zu ein:grins: Aber vielleicht kannst du tatsächlich etwas mit Strategie bei ihm ändern?! Immerhin scheint ihr ja räumlich zumindest keine riesige Distanz zu haben und trefft euch zeitweise auch immer wieder.
Deshalb hab ich meinem AM bei Ärger die Bilder dann wieder weggenommen:lach:
Clever Girl :clap:!
 

juggling

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Liebe Scarlet,
sorry, dass ich mich jetzt auch hier einmische…. Ich selbst habe über einen längeren Zeitraum hinweg eine Sexbeziehung mit einem inzwischen Freund geführt, die sexuell gesehen BDSM mit allem was man sich so vorstellt beinhaltet hat. Dies ist nun schon 10 Jahre her und wurde von mir damals beendet. Nichtsdestotrotz hat sich das Ganze keineswegs so abgespielt wie hier so gern beschrieben. Ein solches Verhältnis ist eben weil so viel Vertrauen nötig ist, sehr wohl ein äußerst respektvolles und beinhaltet auf keinen Fall eine seelische Abhängigkeit. Meiner Meinung nach werden hier Verliebtheit und sexuelle Spielarten nicht differenziert genug angeschaut. Und niemand zwingt Einen in einem respektlosen Verhältnis zu bleiben!
Möchte man gewisse sexuelle Neigungen ausleben, gibt es dazu sicherlich auch andere Wege und Mittel.
Sei mir nicht böse für meine direkten Worte.
Alles Gute dir!
 

Claudia12

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Liebe Scarlet, eines möchte ich sagen, aber habe gerade die Stelle nicht parat, in der du schreibst, dass du Angst hast, dass er es beendet.
Ich glaube nie und nimmer, dass er er es beendet. Warum sollte er das tun..und was soll er schon beenden? Den Schreibkontakt, der ihm nicht viel Mühe kostet?
Aber ich kenne die Verlustangst, die tief sitzt.

Ich möchte dich fragen, woher du die Kraft nimmst so konsequent die letzten Wochen zu agieren... Bei mir ist so langsam die Luft raus. Ich bin es leid immer diszipliniert, distanziert zu handeln und zu schreiben. Es ist wirklich eine Bürde, die man sich damit auftut.
Ich hoffe, du bist motivierter als ich heute :lach:
 

Scarlet

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Danke für Deinen post, juggling:smile:
Ich fühle mich davon keineswegs angegriffen, denn auch ich würde mir sehr wünschen, dass es im Bereich BDSM keinerlei Abhängigkeiten, niemals Machtmissbrauch und auch keinerlei selbstzerstörerisches Verhalten gäbe. Leider bin ich lang genug in der Szene und in entsprechenden „ niveauvollen“ Portalen unterwegs um im Austausch erkannt zu haben, dass es leider (!) oft eben auch anders gelebt wird. Nicht weil Menschen böse sind, sondern weil
Menschen menschlich sind. Und weil es keine einheitliche Definition und Norm gibt, was kink ist. Wie auch… wer will das kontrollieren? Es sollte aber einen Ehrencodex geben, wenn man sich auf diese Spielarten einlässt, da bin ich ganz bei dir.
beinhaltet auf keinen Fall eine seelische Abhängigkeit.
Wenn ein Dom sich respektvoll um seine sub kümmert, sie aber ohne sein Zutun aufgrund ihrer psychischen Disposition ( zB durch kindliche, nie verarbeitete Traumata) emotional von ihm abhängig wird, ist dann diese Beziehung eine missbräuchliche? Wohl kaum.
Ist diese Beziehung gesund? Wohl kaum. Aber das hat nicht zu tun mit „ gutes“ oder „ schlechtes“ BDSM .
Eine Beziehung wird erst missbräuchlich, wenn Dom seine Macht missbraucht/ ausnutzt bzw. auf eine Abhängigkeit hinarbeitet, da bin ich ganz bei dir.
Missbräuchlich wird sie auch, wenn Dom weiß, dass sub psychisch labil ist und dennoch nicht bremst.
Meiner Meinung nach werden hier Verliebtheit und sexuelle Spielarten nicht differenziert genug angeschaut
Inwiefern?
Und niemand zwingt Einen in einem respektlosen Verhältnis zu bleiben!
Das habe ich auch nicht behauptet.
 

Claudia12

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sehr schnell was erreicht, wo ich sofort weiss, dass ich das nicht mache.
Ich bin aber wahrscheinlich auch nicht Sub genug. Das totale "gefallen wollen" und dafür über Grenzen gehen....ist bei mir nicht der Fall. Deshalb kann ich auch nicht wirklich die "Gefahr" der Macht nachvollziehen.
Ich hoffe, es ist okay, wenn ich hier was zu Beyond sage, liebe Scarlet. :herz:
Liebe Beyond, du gehst schon über Grenzen, nämlich über emotionale Grenzen, ansonsten würdest du die Treffen danach, davor besser verpacken. Es geht ja nicht immer um die Praktik, die für manche erregend, für andere ein NoGo ist, es geht darum, was für Gefühle erzeugt werden, und hier bin ich der Meinung, dass wir uns immer, von Anfang an zu viel zu gemutet haben bzw uns zumindest Anfangs wie in einer Beziehung verhalten habe.
 

Scarlet

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Ich möchte dich fragen, woher du die Kraft nimmst so konsequent die letzten Wochen zu agieren...
Liebe Claudia, ja… es ist sehr schwer… auch für mich. Aber ich weiß eines… ich möchte nicht wieder in die Situation der „ EndlosWarteSchleife“ zurück.
Du hast diese Situation ja so nicht, da bei dir Treffen noch stattfinden, richtig ? Wenn ich es richtig verstehe, geht es dir um regelmäßige Treffen und um eine andere Art der Kommunikation zwischen Treffen, richtig?
Ich bin es leid immer diszipliniert, distanziert zu handeln und zu schreiben. Es ist wirklich eine Bürde, die man sich damit auftut.
Ja, es ist wirklich eine Bürde :-( Was wäre für dich aktuell eine Alternative? Es beenden oder weitermachen wie gehabt?
Ich hoffe, es ist okay, wenn ich hier was zu Beyond sage, liebe Scarlet. :herz:
Natürlich ist das ok:herz:
 
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Claudia12

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Du hast diese Situation ja so nicht, da bei dir Treffen noch stattfinden, richtig ? Wenn ich es richtig verstehe, geht es dir um regelmäßige Treffen und um eine andere Art der Kommunikation zwischen Treffen, richtig?
Wir haben folgende Bilanz an Treffen:
2019:5 Mal, 2020: 0 Mal, 2021: 6 Mal, 2022: 2 Mal, dieses Jahr 1 Mal....
Also so häufig finden unsere Treffen nicht statt, und ja, ich wünsche mir regelmäßige Treffen und dass er mich nicht nur virtuell benutzt. Deswegen finde ich mich in deinen Worten schon sehr gut wieder.
Außerdem geht es mir darum, dass es mir nach Treffen nicht mehr absturzmäßig so schlecht geht, wenn ich plötzlich von 100% Nähe auf 0% rutsche. Das heißt, weniger zulassen, mehr auf die eigenen Grenzen konzentrieren usw.
, es ist wirklich eine Bürde :-( Was wäre für dich aktuell eine Alternative? Es beenden oder weitermachen wie gehabt?
Heute bin auf dem Level, dass ich den Kontakt am liebsten rigoros abbrechen würde, allerdings weiß ich, dass es nicht von langer Dauer wäre, bis ich den Kontakt wieder aufnehme.
Ich habe heute den Fehler gemacht wieder etwas zu nachlässig zu sein und nahm seinen Anruf entgegen. Wieder musste ich um meinen Standpunkt kämpfen, das mich viel Kraft gekostet hat und im Nachhinein habe ich mich schlecht gefühlt. Die Verlustangst hat mich wieder, alles von vorne. Kein erfolgreicher Tag :lach:
 
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juggling

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Eine Beziehung wird erst missbräuchlich, wenn Dom seine Macht missbraucht/ ausnutzt bzw. auf eine Abhängigkeit hinarbeitet, da bin ich ganz bei dir.
Missbräuchlich wird sie auch, wenn Dom weiß, dass sub psychisch labil ist und dennoch nicht bremst.
Das hat für mich nichts mit Bdsm zu tun, sorry! Du hast recht, es hat nichts mit gutem oder schlechtem Bdsm zu tun, es hat einfach gar nichts damit zu tun.

In diese Definition kann man auch religiöse Sekten, demagogische Anführer politischer Gruppen etc. stecken.
Kann man von außen nicht gut finden, wenn Menschen das mit sich machen lassen, aber so lange es sich nicht um Minderjährige, geistig behinderte Menschen, und wahrscheinlich gehören doch noch ein paar mehr Kategorien mit rein subsumiert, welche mir jetzt nicht gut auf die Schnelle einfallen, handelt, ist es immer noch deren freie Entscheidung so etwas mit sich machen zu lassen, sofern es sich nicht um Strafbestände handelt.

Gegenfrage: Fühlst du dich missbraucht und wenn ja, wieso beendest du es nicht?
Sind vielleicht doch noch andere Gefühle im Spiel?
 

Scarlet

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Fühlst du dich missbraucht und wenn ja, wieso beendest du es nicht?
Nein, ich fühle mich nicht missbraucht.
Ich leide darunter, dass es seit über 1 Jahr keine Treffen gibt und er diesbezüglich nicht transparent agiert.
Aber das ist ein Thema auf der Beziehungsebene und hat mit BDSM nichts zu tun.
 

beyond

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Meiner Meinung nach werden hier Verliebtheit und sexuelle Spielarten nicht differenziert genug angeschaut
Aus meiner jetzigen Erfahrung: ich kann das nur vermischen.
Eine rein sexuelle Sache gibt mir nichts.
Das hab ich von Beginn an bei meinen Affären bemerkt. Ich muss auch etwas verliebt sein dürfen.......


Liebe Beyond, du gehst schon über Grenzen, nämlich über emotionale Grenzen,
Ja du hast recht.
Da das für mich alles so neu war/ist hab ich in der Hinsicht kein Gefühl für meine Grenzen. Hab immer versucht drüber zu stehen, das Gefühls Auf und Ab als Spaß zu interpretieren.
Bis ich hier gelandet bin:herz:
 

juggling

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Aber dann gibt es doch trotzdem nur die Möglichkeiten leave, love it or change it. Und jemand Anderen wird man schwer ändern können, also nur sich selbst.
 

Scarlet

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ja, ich wünsche mir regelmäßige Treffen und dass er mich nicht nur virtuell benutzt. Deswegen finde ich mich in deinen Worten schon sehr gut wieder.
Außerdem geht es mir darum, dass es mir nach Treffen nicht mehr absturzmäßig so schlecht geht, wenn ich plötzlich von 100% Nähe auf 0% rutsche. Das heißt, weniger zulassen, mehr auf die eigenen Grenzen konzentrieren usw.
Verstehe ich.
Ich habe dazu eine oder mehrere Fragen. Schreibe dir diese aber in deinem Strang, da ich es sonst zu unübersichtlich mache:lach:.
Ich glaube nie und nimmer, dass er er es beendet. Warum sollte er das tun..
Aber wenn ich weiterhin meine Strategie des Rückzugs fahre, wozu dann noch den Kontakt halten? Indem ich mich ihm entziehe, entziehe ich ihm doch auch die von mir gewohnte Aufmerksamkeit. Und das ist letztendlich eine deutliche Veränderung ins Negative für ihn. Eine Zurückweisung. Meinst du, dann schreibt er mir Monate lang „ Guten Morgen“, „ Guten Abend“ und „ Gute Nacht“ um des Smalltalk Willen?
Das glaube ich nicht.
 

Claudia12

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Verstehe ich.
Ich habe dazu eine oder mehrere Fragen. Schreibe dir diese aber in deinem Strang, da ich es sonst zu unübersichtlich mache:lach:.

Aber wenn ich weiterhin meine Strategie des Rückzugs fahre, wozu dann noch den Kontakt halten? Indem ich mich ihm entziehe, entziehe ich ihm doch auch die von mir gewohnte Aufmerksamkeit. Und das ist letztendlich eine deutliche Veränderung ins Negative für ihn. Eine Zurückweisung. Meinst du, dann schreibt er mir Monate lang „ Guten Morgen“, „ Guten Abend“ und „ Gute Nacht“ um des Smalltalk Willen?
Das glaube ich nicht.
Man kann es natürlich nicht verallgemeinern, aber ich glaube, Männer in so einer Konstellation wie wir sie haben, sind sehr viel genügsamer und mit weniger zufrieden. Außerdem haben sie kein Problem damit, wenn es längere Zeit ruhiger ist, denn es kann ja wieder anders werden. Und es ist ja keine große Mühe den Kontakt online zu halten.
Außerdem beruht das Ganze ja auf Freiwilligkeit, er genoss deine sexuelle Zugewandtheit, wenn sie freiwillig von dir kommt, aber er ist nicht abhängig davon.

Männer können ja Gefühle und Sex sehr gut trennen und so ist es wahrscheinlich kein Problem für sie, wenn sie die vermeintliche Bindung verlieren. Wir Frauen haben damit ja weitaus ein größeres Problem, denn für uns macht die emotionale Bindung es ja sexuell besonders interessant.

Aber mal anders herum... Was wäre daran so schlimm, wenn du ihn vermeintlich verlieren würdest, wenn er dir sowieso nicht mehr das gibt, was du dir gerne wünscht. Eigentlich müsstest du ja gar keine Angst haben.
 

Scarlet

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Was wäre daran so schlimm, wenn du ihn vermeintlich verlieren würdest, wenn er dir sowieso nicht mehr das gibt, was du dir gerne wünscht. Eigentlich müsstest du ja gar keine Angst haben.
Deine Frage ist berechtigt aber ist diese Frage nicht, mit geringfügigen Abänderungen, eine Frage, die sich hier jeder stellen müsste, der in einem wie auch immer gearteten Konstrukt verharrt, mit dem er nicht glücklich ist?

Geht es dabei nicht immer um Trennungsangst? Angst, eine Entscheidung zu treffen, von der man nicht weiß, ob man sie später nicht doch bereut? Geht es nicht immer auch darum, dass der Leidensdruck anscheinend noch immer nicht groß genug ist? Oder darum, dass ein Ende der Beziehung auch all die Hoffnungen beendet, dass die schönen Zeiten mit diesem Mensch nochmal wieder kommen?
 
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Scarlet

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Grundsätzlich greift da allerdings oft ein Kreislauf basierend auf einer gewissen Angst, dass man dann aktiv dazu beiträgt, etwas nicht wieder zu erleben. Ich habe es mal selbst auf die Frage, was zu verlieren ist "die Hoffnung, dass es wieder anders wird" genannt. Ich glaube allerdings, dass man falsch misst, weil man es mit etwas, das einem früher gefallen hat, vergleicht und nicht mit dem IST-Zustand, der ja der ist, der einem nicht mehr gefällt. Das ignoriert man aber vor lauter "Angst", das nicht wieder zu bekommen, was man ja so toll fand, meistens zu lang. - nicht nur bei Affären oder Beziehungen.
Das hatte Plouha übrigens mal zum Thema Hoffnung geschrieben, ein sehr wahrer und hilfreicher Ansatz finde ich und wollte es daher an dieser Stelle nochmal zitieren, da es sehr gut in den Kontext passt.
 

Admina Hira Eth

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aber ist diese Frage nicht, mit geringfügigen Abänderungen, eine Frage, die sich hier jeder stellen müsste, der in einem wie auch immer gearteten Konstrukt verharrt, mit dem er nicht glücklich ist?
Ja, natürlich. Die sollte sich jede(r) stellen, der in einer Affäre (nicht Beziehung übrigens; und bitte jetzt nicht mit dem Totschlagargument kommen, dass jedes menschliche Miteinander irgendwo eine Beziehung ist; es gibt zwischen "Affäre" und "Beziehung" eklatante Unterschiede!) feststeckt und droht, in ihr - gleich aus welchen Gründen - zu ersticken. Und ich denke, dass sich die auch jede(r) stellt, aber dass sie (zu) oft weggedrückt wird, weil man sich der Frage, ihren Antworten und den sich daraus (erstmal) ergebenden Konsequenzen nicht stellen will.

Geht es dabei nicht immer um Trennungsangst? Angst, eine Entscheidung zu treffen, von der man nicht weiß, ob man sie später nicht doch bereut? Geht es nicht immer auch darum, dass der Leidensdruck anscheinend noch immer nicht groß genug ist? Oder darum, dass ein Ende der Beziehung auch all die Hoffnungen beendet, dass die schönen Zeiten mit diesem Mensch nochmal wieder kommen?
Du wirfst die Fragen auf, Scarlet. Beantworte sie für dich. Worum es konkret geht, ist bei jeder/jedem individuell verschieden; es kann das eine oder das andere sein, eine bunte Mischung oder etwas vollkommen abweichendes.

Worüber man sich aber sehr bewusst sein sollte, ist, dass man im Grunde einer Illusion hinterherjagt. Einem verblassenden Traum. In der Vergangenheit lebt und sich diese in die Zukunft wünscht. Und über das Klebenbleiben im Konstrukt oft vergisst, die Gegenwart zu leben, weil man die Vergangenheit zurückholen möchte und auf die Zukunft spekuliert.

Plouha gibt da übrigens schon sehr schöne Antworten, die in Richtung "Denken an die zu ziehenden Konsequenzen" gehen oder zumindest an eine Bewusstmachung appellieren:

"Ich glaube allerdings, dass man falsch misst, weil man es mit etwas, das einem früher gefallen hat, vergleicht und nicht mit dem IST-Zustand, der ja der ist, der einem nicht mehr gefällt. Das ignoriert man aber vor lauter "Angst", das nicht wieder zu bekommen, was man ja so toll fand, meistens zu lang. - nicht nur bei Affären oder Beziehungen."

Ab hier sollte jede(r) für sich weiterdenken und dann eine sehr bewusste Entscheidung für sich treffen - wenn sie einem der AP nicht irgendwann selbst abnimmt. In der Situation steckend ignoriert man zu gern die Red Flags, oder setzt Scheuklappen auf, die man dann auch noch nach vorn zuklappt, um ja nicht sehen zu müssen, was womöglich (nicht mehr) ist. Mir sagte eine Freundin damals: "Read the signs!". Und auch ich wollte nicht.

Du, Scarlet, hattest deine Ergebnisanalyse anfangs schon mal. Aber - und das ist manchmal die Forumsdynamik - sie wurde durch mutmachende und relativierende Posts ein wenig aufgeweicht und durch "Hoffnungsfunke" in Kombination mit "Relativitätstheorie" ersetzt, wobei ich jetzt nicht *die* Relativitätstheorie meine.

Du warst damals hier:
Ich habe jetzt nochmal meine Situation analysiert.
Für mich stellt es sich so dar:
Er KANN sich (zeitlich/ räumlich bedingt) nicht mit mir treffen oder er WILL sich ( aufgrund schlechten Gewissens oder weil ihm das Risiko vor Entdeckung zu hoch ist) nicht mit mir treffen.

Das würde dann im worst case bedeuten, dass wenn er wirklich mal ein Zeitfenster/ die räumliche Möglichkeit für ein Treffen hätte, sein schlechtes Gewissen zu groß ist um die Gelegenheit zu ergreifen und er sich an allen anderen Tagen sagt: es geht ja zeitlich eh nicht, selbst obwohl ich will.

Fazit: Eine Strategie wird in keinem Fall entscheiden, ob es ein Treffen gibt oder nicht.

Wird die Strategie weniger verfügbar für ihn zu sein, sein eher distanziertes Verhalten zwischen Treffen mir gegenüber verändern?
Meiner Meinung nach nicht.
Weniger verfügbar zu sein würde in meinem Fall bedeuten, dass es kein sexting oder zumindest keins bis zum „ Happy End“ mehr gibt, und auch keine Fotos mehr. Mal hier und da ein kleines Necken, eine Mini- Anspielung aber weitgehend bliebe nur minimalistisches Smalltalk Ödland.:::
Ich würde ihm, indem ich mich „ entziehe“ in unserer D/s Konstellation auch seinen „ Machtanspruch“ entziehen. Das würde ihn zusätzlich unkooperativ stimmen.

Mal davon abgesehen, dass ich damit dem Kontakt wirklich den letzten „ Rest“ entziehe und es entweder einschläft oder er es beendet, was wäre mein Benefit an der Sache?
Folgendes:
1. mich wieder auf mich zu konzentrieren/ ihn hoffentlich aus dem Kopf zu bekommen
2. Den „ lebenden Beweis“, dass er abspringt, wenn ich nicht mehr „ liefere“ und damit wäre die Hängepartie zuende weil er eine Entscheidung getroffen hätte ( das Ende einläutet).

Heißt dann im Umkehrschluss für mich : eine Strategie wird hier auf keinen Fall (!) einen Benefit in der Beziehung zu ihm erwirken.
Viele von uns halten oder hielten zu lang an der Hoffnung fest. Einige zu kurz. Nur wird es letztere nicht mehr so tangiert haben, weil ein früherer Abschluss gewagt und gefunden wurde.

Hoffnung jedenfalls hindert uns am Loslassen und Vorwärtsleben mit anderen Komponenten.

Ich habe kürzlich übrigens einen hübschen Spruch zu "Hoffnung" gelesen:

"Hoffnung heißt:
Es für möglich halten
dass es anders kommt
als wir befürchten"
(Tim Schlenzig)

Finde ich recht aussagekräftig.
 
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Leeloo

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Juhu, sorry, ich habe meinen Namen gehört, und da kann ich so schlecht widerstehen.

Ich bin anderer Meinung an der ein oder anderen Stelle... und sehr gespannt, wie wir diskutieren können. Also gerne Gegenwind!
Wie sagte Wolfgang so schön: I have the pussy so I make the rules! :coolwink:
Cala, Liebes, ich würde sagen, mein Sklave hat die Pussy aber ich mache die Rules.
An der Stelle läufts tatsächlich mal ganz anders, wenn du D/s spielst....

Indem er klammheimlich die Rahmenbedingungen verändert hat, hat er das D/s Konstrukt zerstört. Ich habe das nur sehr zeitverzögert erkannt.
Und darum hat er auch keinerlei Recht mehr etwas von mir zu fordern.
DAS kann ich komplett verstehen. Es gab einen Rahmen, den hat der Mann verlassen, damit gelten die Regeln nicht mehr.
Ich meine, du tust sehr gut daran, die Bindung zu lösen.

Ist in einem D/s Konstrukt nicht das unabdingbare, es als Mann/Dom wert zu schätzen, dass eine Frau sowas tut? Und diese Wertschätzung liegt für mich nicht in einem „ Geile Fotos“ sondern darin, der Frau durch Worte/ Gesten/Taten zu zeigen, dass man ihren Wert schätzt.
Das finde ich schwierig.
Ich wertschätze das Vertrauen, dass ein Mensch mir schenk, indem er sich mir nackt präsentiert.
In meiner Welt find ichs aber nicht immer geil. Ich weiß, er findet es geil. Und ich erwarte, dass er sich demütig zeigt und abliefert.

Dass die Herrin dann manchmal feiern ist, gerade angeddengelt in einen Burger beißt, während Fotos eines entsprechend meiner Anweisungen... nun ja... ankommen.. egal.
Das muss er nicht wisssen, das macht mich in dem Moment echt weniger an. Vielleicht ist das bei den Männern ja anders.

Wichtig ist hier: ich erwarte, dass er die Fotos abliefert.
Ich sage nicht danke, ich erwarte es.
Das ist nicht verhandelbar.

Das ist auch ein Hauptgrund, weshalb ich mich die ganze Zeit frage bzw früher auch ihn fragte, WARUM zum Teufel hält er den Kontakt. Wozu braucht er mich....
Warum tust dus?
Er läuft außerhalb deiner Grenzen. s.o. Er hat den Rahmen verlasssen. Was ist das für ein Bild, das du behalten willst?

Mir hat auch mal ein Mann erklärt (nicht AM), dass das ein sehr tolles Gefühl ist, von einer Frau speziell für ihn angefertigte Fotos zu bekommen. Eine Ehre sozusagen.
Ach Ladies, das hat wieder mit D/s nichts zu tun.
Meine Lieblingsaffäre, meine Kirsche, der darf mir Dickpics schicken. Die sind für mich.
Wir haben uns zeitweise beballert mit Selfies. Das ist natürlich etwas, was Nähe aufbaut. Das erfreut Menschen.
Und wenn eine Frau sich "extra schick macht"... klar streichelt das das Ego.
Wenn der Mann "etxtra für mich" was auch immer, gefällt mir das ebenfalls sehr.
(Achtung, Mann, nicht Sklave!)

Von meinem Sklaven erwarte ich die Bilder.
Ich lächle, ich freue mich (wenn ich nicht gerade esse :lach:), aber es erhöht mich nicht. Ich bin ja schon hoch.
Mein Sklave muss meine Postition auch nicht bestätigen.
Nur wenn er sich unbestätigend verhält, haben wir ein Thema.

Scarlet, ich gerade etwas kreuz und quer, und will nicht zu doll in deinen Strang donnern.
Magst du mir ein Zeichen geben, ob ich weiter schreiben soll, oder lieber nicht?
Ob ich besser auf dich fokusieren soll, falls ja?
 
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Scarlet

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Lieben Dank für deinen Post Hira. Da sind sehr viele Erkenntnisse/ Wahrheiten und auch gedankliche Hilfestellungen drin.
 

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