Lebensgestaltung zu Zeiten des Coronavirus- Stillstands

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Admina Felis, 22. März 2020.

  1. Admina Felis

    Admina Felis Administrator

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    naja, die Erdbeeren, die man jetzt bekommt, sind halt aus Spanien (das sind die Tomaten im Supermarkt, aber meist auch, wenn man nicht die niederländischen nicht schmeckenden kaufen will und es noch keine deutschen Freilandtomaten gibt. und ich meine, dass es ja auch die spanische Gemüsewirtschaft zu unterstützen gilt...zumal die, wie ich gelesen habe, bei den Tomaten weniger Pestizide einsetzen würden als wir. ohne dass die Bio heißen. (ob es stimmt weiß ich nicht.) das ist ein Thema find ich, unter das man schwer ein klares ja oder nein setzen kann: kaufe ich Gemüse/Obst aus Spanien und Italien ? Ich auf jeden Fall ja, nicht nur, aber auch. )

    also, hier brachte der Gatte gestern auch drei Packungen Erdbeeren mit, daher gibts heute Erdbeer/Rhabarberkompott mit Vanilleeis. Sleepy, ich nehme zum Süßen immer Ahornsirup oder Agavendicksaft.


    super, danke für das Rezept, Leeloo
    - und ist auch ein schöner Blog !



    das stimmt, Wolf, das habe ich auch schon festgestellt :)




    Ich drücke dir fest die Daumen. !
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Mai 2021 um 10:14 Uhr
  2. Leeloo

    Leeloo Aktives Mitglied

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    Auch ein interessanter Gedanke!

    Ich bin halt so regional, saisonal und bestenfalls bio. :zwinkern:
    Kirsche nennt mich die "verzogene kinderlose Öko-Göre". :lach:

    Dieses Jahr würde ich gerne endlich mal wieder selbst Erdbeeren und Heidelbeeren selber pflücken. Das ist so toll! Körbchenweise Zeug heim schleppen und davor auf dem Feld ganz ganz ganz viele Beeren essen (ja, da denke ich über Pestizide tatsächlich auch nicht nach... ).
    Ich gerne eine Stevia-Erythrit-Mischung.
    Ja! Kennst du das kleine Kuriositätenlädchen? Mag ich auch sehr.
     
  3. Mod Wolf

    Mod Wolf Moderator

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    hoffen wir mal auf ein langes andauern.
    danke Felis :smile:
     
  4. Leeloo

    Leeloo Aktives Mitglied

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    1.469
    Können wir irgendwas tun zur Unterstützung?
     
  5. Mod Wolf

    Mod Wolf Moderator

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    5.644
    Danke für die Nachfrage, eher nicht.
    Hab halt viele Km-fresser als Kunden, die sind alle im Homeoffice. Hoffe das die Impfungen zügig voran gehen und viele in D mit dem Auto Urlaub machen, die Zahlen jetzt nach unten gehen, dann klappt das wieder.
     
  6. Admina Felis

    Admina Felis Administrator

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    31.780

    Nein, den kannte ich noch nicht - Danke, Leeloo, mir gefällt der auch sehr gut - alleine schon von der eher schlichten aber sehr liebevollen Aufmachung her - schon, dass es eine Zeichnung als Logo gibt, finde ich sehr schön :smile:

    Hab gleich ' hinter den Kulissen' geschaut und die Fotos der einfachen Küche, bei der das Kochen und die Gemütlichkeit im Vordergrund stehen, fand ich ebenso schön - ich mag sowas viel lieber als so eine durchgestylte Aufmachung wie oft in anderen Blogs.

    Rezepte muss ich mir noch in Ruhe anschauen :smile:
     
  7. klangbild

    klangbild Aktives Mitglied

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    1.285
    Ich habe nun überlegt, ob ich hier überhaupt dies schreiben kann, denn - kurze Antwort: besser denn je.

    Das liegt aber daran, dass die Pandemie mitten auf einen Trennungsprozess einschlug, der mich auch hier in das Forum brachte. Als die Pandemie begann, war ich schon auf dem Weg einer inneren Heilung, den die Pandemie in keinster Weise aufhalten konnte. Im Gegenteil; ohne die äußeren Ablenkungen blieb mir nichts anderes übrig, als da mal so richtig meine Schatten einzusammeln. Hinzu kommt, dass ich nicht verheiratet bin oder war und auch keine Kinder habe. Darüber hinaus noch fit und gesund. Die Pandemie hat mir eine Nische der Zeit und Ruhe geschenkt - und das kam gelegen.

    Seltsamerweise schaue ich keine Filme mehr oder Serien. Das Interesse daran ist in der Pandemie abgestorben. Meine prokrastinativen Tätigkeiten bestehen aus Instrument lernen, darauf komponieren und lesen. Und hin und wieder regelmäßig schaue ich ein paar Stunden gedankenversunken in den Wolken- oder Sternenhimmel. Das Forum wie auch die persönlichen Pandemienebeneffekte (Zeit) haben mich für Evolutionsbiologie begeistert, und diese nun für Neurologie. Auch habe ich mich als emotionalen Menschen akzeptiert und mir damit ein weiteres Universum erschlossen aus dem ich kreativ schöpfe. Das hatte natürlich auch mit der Trennung zu tun. Ich bemerke zu den Tiefen auch viel mehr Höhen, das große und kleine Glück und eine Stabilität in der Erweiterung des ganzen Spektrums. Wenn das vielleicht Sinn macht: Traurigkeit macht mich nicht mehr so traurig sondern maßgeblich dankbar. Jede Empfindung erscheint mir kostbar. Ich habe das Gefühl, meine Schale ist härter und mein Kern weicher geworden und ruhiger und wacher.

    Meine Sozialkontakte haben sich in der Pandemie verstärkt. Neue und alte Verbindungen zu Menschen fallen mir sehr viel leichter, da ich ein neues Interesse an den inneren Bewegungen meiner Mitmenschen entwickelt habe. Ich sehe, dass die meisten Menschen um mich herum so langsam über ihre Belastungsgrenze kommen. Und sei es auch nur der fehlenden Sozialkontakte wegen. Alleine zu sein macht mir dagegen nur wenig aus. Aber doch erkenne ich dann und wann, wie wertvoll das Zusammenkommen ist, da es einen Unterschied zu sich selbst ausmacht in der Betrachtung - eine Information, die es sonst so für sich nicht gäbe; eine Relation, ein Korrektiv.

    Das wäre ohne die Pandemie so nicht passiert. Ein Alltag des alten Lebens wäre vielleicht wieder eingekehrt und hätte mich verankert. So war ich haltlos und frei. Ich habe in und trotz der Pandemie sehr viel Glück. Das war nicht einfach, aber sicher habe ich es einfacher als viele.

    Die Pandemie hat mich aber auch finanziell ruiniert - in der Mitte meines Lebens. Alles Vermögen ist aufgebraucht, meine Branche am Boden. Auch das macht mir seltsamerweise nichts aus. Ich lerne Neues und sehe darin mehr Potential als in meinen vorherigen Unterfangen. Aber auch hier: eine Entsapnnung darin ist nur möglich, da ich ledig und kinderlos bin. Das ist zwar auch ein bisschen traurig für mich, aber na ja.

    Ich als Single in der Pandemie, da wo ich bin = no Sex. Das ist vielleicht das einzige Manko. Es ist jetzt über ein Jahr her, dass ich jemanden küsste oder gar auch nur zärtlich berührte. Von seltenen Umarmungen zum Hallo und Tschüss mal abgesehen. Das fehlt. Seit zwei Jahren nun habe ich das Gefühl immer wieder glücklich unglücklich verliebt zu sein, in die immergleichen zwei Personen. Das könnte aber auch nur eine allgemeine Sehnsucht sein - ein Mangel an Alternativen oder sowas in der Art.