Mein Mann findet mich abnormal und pervers

nigal

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Hallo. Das Wichtigste zuerst: Ich liebe meinen Mann. Er schafft es mich zu befriedigen i.S.v. ich habe regelmäßig Orgasmen.
Nun ist es aber so, dass ich merke, dass ich mehr ausprobieren möchte und sich unsere sexuellen Wünsche überhaupt nicht decken. Wir sind beide in zweiter Ehe verheiratet also hatten auch ein Leben vorher und nach nur 5 Jahren Ehe sind wir schon noch im Ausprobieren und Finden, jedenfalls meiner Ansicht nach. Sind Anfang 40.
Ich kann meine Wünsche klar formulieren, tu das auch. Er ist eher verklemmt und schüchtern, zurückhaltend und etwas lahm in sexueller Sicht. Er hat aber keinerlei Erektionsprobleme und grundsätzlich auch viel Lust auf Sex. Nur eben anderen Sex als ich mir das wünschen würde.

Es hat ziemlich lange gedauert bis ich ihm mal einen blasen durfte, ja, durfte, so muss man es formulieren. Und mindestens genauso lange hat es gedauert, bis er angenommen hat, dass für mich insgesamt Oralverkehr etwas ist, was dazu gehört und ich finde es nicht außergewöhnlich oder besonders abgedreht. Inzwischen haben wir zwar hin und wieder mal Oralverkehr, aber mich langweilt auch das irgendow, weil es für ihn so besonders ist als wäre es ein Highlight, während ich vor ihm überhaupt noch nie nen Sexualpartner hatte, für den das nicht dazu gehörte. Irgendwo findet er Basics so außergewöhnlich, dass für ihn praktisch da ein Ende erreicht ist wo wir mit Müh und Not angekommen sind. Wilder wird’s nicht mehr.
Ich startete mit ihm dort wo ich schonmal mit 20 war. Mir fehlt was und ich kann konkret formulieren, was mir fehlt und was mir gefallen würde oder was ich gerne mal probieren möchte.

Für ihn sind meine Wünsche allesamt total abgedreht. Darunter:
- würde mir gefallen, wenn er mal mit einer anderen Frau schlafen würde
- würde ich gerne mal anal (beiseitig) mit ihm probieren
- würde ich gern mal ein Apartment für einen Abend mieten, das ausgestattet ist mit Equipment, was man zu Hause nicht hat (Maschinen etc pp) und dort einfach mal alles ausprobieren
- BDSM

Was entgegen seines Wunsches steht, den er exakt so auch formuliert:
- Ganz normaler Sex (was schon impliziert, dass er mich nicht normal findet und dass ich falsch bin)

Ich bin inzwischen so frustriert nach jedem Gespräch, dass mir die Tränen kommen. Seine trotzige Idee dazu ist, dass ich mir dann einen anderen Mann für meine Wünsche suchen muss, was er aber in Wahrheit gar nicht will oder dulden würde. Wenn ich frage, ob es denn ok wäre für ihn, wenn wir die Ehe in der Hinsicht öffnen, ist er tagelang traurig und deprimiert. Ich liebe ihn und will nicht, dass er traurig ist. Erst wenn ich ihm dann verspreche, dass ich nicht mit jemand anderem schlafen werde, bessert sich seine Stimmung wieder. Dann bietet er mir wieder Standard-Blümchen-Sex an und das Thema ist vom Tisch. Ich bin dann wieder für Zeitraum x ruhig gestellt, akzeptiere alles, bis er sich fragt, wieso ich nicht mehr mit ihm schlafen will und dann antworte ich eben ehrlich und dann fängt alles wieder von vorne an. Seine Not fängt an, wenn wir sehr wenig Sex haben.
Grundsätzlich finde ich es manchmal ungerechet, denn er kriegt, was ihn glücklich macht (normaler Sex), ich wiederum nicht. Oft habe ich das Gefühl, dass es das war für mich, dass ich das nie erleben werde und selbst wenn er sich je überwinden würde für irgendwas (hat er beim Oralverkehr ja schon getan, was eine jahrelange Diskussion war), dauert es 1. ewig und 2. mag er es sowieso nicht. Das ist keine Lösung. Ich mag nicht, dass er was tut, was er nur für mich tut. Zum Beispiel kann ich es bis heute überhaupt nicht genießen, wenn er mich leckt. Ich muss ständig daran denken, was das für eine Qual war, bis wir da angekommen sind, wie oft wir deshalb diskutiert haben, wie verletzt ich mich immer gefühlt habe, wenn er behauptet hat, das sei nicht normal. Er tut es, aber ich kann es einfach nicht genießen und bin froh wenn es vorbei ist. So verfahren ist es schon.
Dazu mischen sich dann oft Gedanken wie Neid. Eine Freundin erzählte letztens wie sher sie von ihrem Mann genervt ist, der will dauernd Analverkehr und schlug nen Dreier vor, für sie unvorstellbar, aber ich steh dann daneben und finde es ungerecht, dass ich so ein “Pech” habe.
Ich weiß mir keine Lösung mehr. Er kann und will mir nicht entgegen kommen, in keiner Hinsicht und ich kann mir nicht mehr einreden, dass mich unser Sexleben zufrieden stellt. Aber nun drehen wir uns jahrelang im Kreis, er wehrt alles ab, kriegt dann wieder seinen Willen (nämlich, dass wir nichts von meinen Wünschen umsetzen, auch nicht probieren und ich ihn damit in Ruhe lasse), bis ich wieder das Thema anspreche und so geht es immer weiter.
Gespräche über Sex werden immer unangehmer, weil er mir teilweise unterstellt, ich sei pervers und würde ihn zum Sex mit anderen zwingen (siehe oben), das sei eigentlich strafrechtlich relevant usw. Dabei zwinge ich ihn zu gar nichts oder verlange was von ihm, ich formuliere nur meine Wünsche und Sehnsüchte. Die wertet er so herab, dass ich mich fühle wie eine Perverse. Gespräche über Sex enden meinerseits immer mit Tränen. Inzwischen ist alles in der Hinsicht so schwerfällig und belastet, dass ich keinen Ausweg mehr sehe. :(
 

Grüffelo

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Hallo Nigal,

vorab: Ich habe leider keine Lösung für Dein Problem. Kann es jedoch sehr gut nachvollziehen.

Ich war schon immer sexuell sehr aufgeschlossen und hatte mit 25-30 eine sehr wilde Zeit in der mir auf Dauer dann doch der "Tiefgang" fehlte.

Dann kam EX...
Eine andere Einstellung zum Thema Sex, jedoch durchaus aufgeschlossen, so lange ich die Führungsrolle innehatte.
Wir hatten dann einige Jahre in denen wir den Horizont erweitern konnten, jetzt nicht in dem Rahmen wie in der wilden Zeit, doch das Gesamtpaket war mehr als Stimmig.
Wir waren unterwegs, neues ausprobiert, anderes vertieft. Manchmal etwas langsam, doch es war immer das Gefühl "wir" entwickeln uns.
Stammtische, Austausch... aber nie Sex mit anderen, das brauch ich gar nicht.

Dann irgendwann kam das Haus und die Lütte und so langsam versandete alles.
Die Achterbahn ging los.
Kein Interesse mehr abseits festgetretener Wege zu wandeln, nachlassende Leidenschaft, dann hab ichs mal wieder geschafft sie mitzureissen und kurz darauf ging es von vorn los.

Wir hatten Gespräche in denen wir uns nicht richtig verstanden. Sie mauerte ihre Position fest und irgendwann kam dann auch die erste "nicht normal" Keule.
Dagegen kommt man nicht an.

Als die Leidenschaft dann gänzlich flöten ging.. so 22, kam es mir so vor als enden wir mit dem Quickie Samstags nach der Tagesschau.

Ich habe mich wie Du dann sexuell rar gemacht, bis sie nach 2-4 Wochen selbst die Initiative ergriff.
Fehler.
Danach fühlt man sich noch mieser weil darauf wieder ein Down folgte.
Man hinterfragt die eigene Lust.

Öffnen wäre nicht mein Ding gewesen, ich wollte ja mit ihr der Leidenschaft nachgehen, sie war ja auch der Mensch der sie entfachte.
Zumal es "früher" ja auch sehr gut lief.
Abgesehen davon wäre es für sie einfach NoGo.

Sie hat halt keine Lust mehr zu experimentieren und weiß auch nicht warum. Ist jetzt so, fertig.

Wir sind nie aus der Sache rausgekommen.
Leidenschaft kann man nicht herbeiargumentieren.
Fühlte ich mich ungerecht behandelt, gar Stigmatisiert?
Auf jeden Fall.
Die Sexkeule trifft einen als Mann meist recht schmerzhaft.

Hätte ich nach meinem persönlichen Down den Kampf um die Leidenschaft wieder aufgenommen in dem ich einfach SelfCare betreibe und schaue wie es sich entwickelt?
Auf jeden Fall.

Funfact:
Ich hatte noch lose Kontakte und bekam kurz nach der Trennung sehr eindeutige Angebote.
Alle abgelehnt weils nicht "sie" war.

Ihr habt ein sehr ähnliches Kommunikations und Verständnisproblem.
Es gibt Sexualtherapien, eventuell hilft euch dies den Teufelskreis "was ist normal" zu durchbrechen.

Partner/in als "pervers" zu bezeichnen.... das ist schon ein Schritt zu weit gegangen
 

Mod Plouha

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Hallo nigal,

das klingt nach einer sehr belastenden Situation für Euch. Ich sage absichtlich für Euch, weil ich vermute, dass das für Deinen Mann nicht minder belastend ist.

Eine kurze Verständnisfrage:
Gespräche über Sex werden immer unangehmer, weil er mir teilweise unterstellt, ich sei pervers und würde ihn zum Sex mit anderen zwingen (siehe oben), das sei eigentlich strafrechtlich relevant usw.
Die wertet er so herab, dass ich mich fühle wie eine Perverse.
Unterstellt er Dir wirklich, dass Du pervers wärst oder entsteht das aus der Nichtakzeptanz?

Ich könnte mir vorstellen, dass Ihr Euch da so sehr missversteht, und das bei einem heiklen Thema, dass auch alles jeweils wie ein Angriff erscheint. Denn hier zum Beispiel:
Ganz normaler Sex (was schon impliziert, dass er mich nicht normal findet und dass ich falsch bin)
Nimmst Du ja Deine eigene Assoziation und vielleicht auch Befürchtung und unterstellst sie ihm als Aussage. Auch das finde ich durchaus verständlich, denn man öffnet sich und ist dann sehr verletzlich bei Reaktionen des anderen. Aber vielleicht könntet ihr versuchen, das etwas neutraler zu sehen: letztlich habt Ihr beide eine unterschiedliche Vorstellung davon, was die Norm sein sollte. Weder in die eine, noch in die andere Richtung, ist das "falsch", es ist einfach unterschiedlich. Und vielleicht ein bisschen zum überdenken: Du unterstellst ihm letztlich ähnlich, dass seine Einstellung falsch ist, denn er sollte sich ja auf Dich in die "richtige" Richtung bewegen, was er wahrscheinlich gar nicht so einfach können wird.

Das ist ein bisschen das Problem mit dem größten gemeinsamen Nenner. Im Moment ist der auf einer Ebene, die bedeutet, dass der Weg immer von Dir zurückzulegen ist und das laugt aus, frustriert, wirkt ungerecht
Aber vielleicht frustriert es etwas weniger, wenn Du es Dir zum Beispiel wie beim Skifahren als eine Fähigkeit vorstellst? Der beste Skifahrer wird sich auch immer an den anpassen müssen, der die geringsten Fähigkeiten hat. Schlicht weil er es kann. Man kann von einem breiteren Spektrum auf ein kleineres gehen, aber nicht umgekehrt - zumindest nicht ohne viel und langes üben und sehr viel Geduld auf allen Seiten. Wenn es dann noch dazu etwas ist, wie die Sexualität, ist das nochmal schwieriger - denn natürlich ist es schlicht möglich, dass ihr nicht kompatibel seid, sprich Du einfach etwas anderes erregend findest als er.

Das ist keine Lösung. Ich mag nicht, dass er was tut, was er nur für mich tut.
Du siehst ja auch hier, dass er eigentlich gar nicht wirklich in Deine Richtung kann. Denn das, was Du eigentlich möchtest, wäre ja, dass er dasselbe möchte und dasselbe erregend findet wie Du. Und er umgekehrt vermutlich auch.

Wenn ich frage, ob es denn ok wäre für ihn, wenn wir die Ehe in der Hinsicht öffnen, ist er tagelang traurig und deprimiert. Ich liebe ihn und will nicht, dass er traurig ist. Erst wenn ich ihm dann verspreche, dass ich nicht mit jemand anderem schlafen werde, bessert sich seine Stimmung wieder.
Ich denke hieraus spricht vor allem Angst Dich zu verlieren. Und vielleicht hat er ja auch vor Deinen Wünschen deshalb Angst, denn sie bringen ihn ja Stand jetzt weg von ihm. Aus Angst reagieren dann wiederum viele Menschen mit Angriff - zumal er sich wahrscheinlich in seiner Sexualität ähnlich angegriffen fühlen wird wie Du.

Eine Sexualtherapie wäre hier wie von Grüffelo vorgeschlagen vermutlich wirlich der erste Ansatz. Habt Ihr das schon überlegt? Angegangen?

aber ich steh dann daneben und finde es ungerecht, dass ich so ein “Pech” habe.
Du hast ja aber kein Pech. Du hast Dir Deinen Mann ausgesucht:smile: Vermutlich aufgrund anderer Eigenschaften, als der sexuellen. Die Frage kann dann irgendwann möglicherweise sein, was überwiegt.

Gruß
Plouha
 

nigal

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Hallo Grüffelo,
danke, dass du mir einen Einblick gibst und ich verstehe dich so gut. Wie ist gemeint mit dem "schmerzhaft"? Körperlich, weil du das auf einen Mann bezieht?
Denn Schmerzen habe ich auch, aber seelisch. Ich bin richtig traurig darüber, wie es läuft und fühle mich ungerecht behandelt und phasenweise sogar von meinem Mann im Stich gelassen.

Ich liebe ihn ja und will das alles mit ihm erleben. Auch da wäre ich wohl gerade nicht so empfänglich für Angebote, was du ja auch kennst. Trennung ist für mich weit weit weg. Dann lebe ich lieber so weiter, aber trennen möchte ich mich nicht.

Zum Thema Sexualtherapie wollte ich noch was schreiben, auch an Mod Plouha. Danke auch an dich. Ich denke, mein Mann wäre dazu sogar bereit, vielleicht sogar ganz angetan von der Idee einer Therapie, aber ich fürchte, ich ahne weshalb. Er sucht nach jemandem, der mir auch sagt, dass ich nicht normal bin. Also wie eine(n) Verbündete(n) gegen mich. Und wie ich das vertragen sollte, käme es so, dass dann zwei zu mir sagen, dass ich falsch bin, weiß ich nicht. Mir tut das richtig seelisch weh, als hätte ich eine Krankheit, die man behandeln muss. Wenn ich schon daran denke, krieg ich nen Kloß im Hals. Ich fühle mich so verletzlich.

Sofern er Sex kriegt, gibt es ja gar keine Diskussion. Ich merke aber in regelmäßigen Abständen, dass mir das langweilig wird. Dann fragt er meist irgendwann, was los ist, wieso ich keine Lust habe, ob mir was fehlt, was er mir Gutes tun kann.
Darauf reagiere ich inzwischen allergisch und denke mir, dass er das doch wohl weiß, was mir mal gefallen würde, dass ich oft genug meine Wünsche formuliert habe und ich ne gesamte Bandbreite an Dingen aufgezählt habe die letzten Jahre, ich könnte direkt 20, 30 Dinge aufzählen, die mir mal gefallen würden.

Was ich gerade geäußert habe oder sogar konkret vorschlug, das wird übergangen mit Nääää (möglichst abwertend mit entsprechendem Gesichtsausdruck). Oder es führt dazu, dass ich seinen Kompromiss, wie er es nennt, eingehe (also er kriegt einfach normal Sex und ich bin leise) und finde, dass ich ihm was Gutes tun sollte, dass er bekommt, was er möchte. Bis vor einiger Zeit hatte ich sogar gehofft, ich kriege dann dafür mal was zurück, aber es kam nie was. So stieg mein Frust ins Unermessliche.
Die Vorstellung, dass das mein Leben war, dass ich das, was ich alles gerne mal probieren will, was ich in Pornos sehen kann, was andere haben können, dass das aussichtlos ist für mich, gibt’s nicht für mich. :'(
Sexspielzeug haben wir, also das, was ich gekauft habe und das liegt alles im Schrank und wird zum Beispiel nie benutzt. Das ist auch sowas, was mir gegen den Strich geht, weil ich da jahrelang vertröstet wurde und er sie schlicht nicht benutzt. Ich könnte wohl kaufen was ich wollte, er würde es nicht benutzen oder höchstens einmal oder höchstens wenn ich lange genug nerve.
Selbst Dinge, die gar nicht körperlich sind, würde ich mir mal wünschen. Wenn ich im Hotel bin oder ohne ihn im Urlaub, würde ich mir mal Sexting wünschen. Aber auch das findet er abnormal, will er nicht, ist unnormal, albern. Nach dem fünften Versuch habe ich das auch aufgegeben.

Nun sagte er, dass er mit mir mal so ein Kartenspiel spielen will üner Weihnachten indem man über sexuelle Wünsche redet, so ein Pärchenspiel, damit ich er dann so rausfinden kann, wieso ich so unzufrieden bin. Da könnte ich schon wieder da die Decke gehen. Er kennt alles genau. Er versteckt sich hinter der Lüge, er wisse ja gar nicht, was ich wollen würde, ich würde das ja nie so richtig sagen. Muss man sich mal vorstellen. dabei rede ich sehr deutlich und klar, gar nicht durch die Blume. Überhaupt würde ich eher von mir sagen, dass ich sehr viel offener und klar aussprechen kann, was ich sexuell mag, als die meisten Menschen. Das war in vorherigen Beziehungen nie ein Problem und konnte ich immer über alles sprechen.
Wenn ich das so sage, dass er das genau weiß, dann kommt wieder nur “Näää, DAS nicht. Sag was Anderes” bis meine Wünsche so hingebogen werden, dass sie für ihn möglichst sozialverträglich sind und am Ende seinen Wünschen entsprechen. Ich soll sie umformulieren, umbauen, bis sie passend sind für ihn.
Wie gesagt, selbst beim Oralverkehr wurde mir unterstellt, bei ihm habe sich noch keine beschwert und “sowas” musste er früher auch nicht machen, aber jetzt würde er das ja extra für mich machen (2x pro Jahr, wenn er ein schlechtes Gewissen hat) und ich wäre trotzdem nicht zufrieden.
Oralverkehr wiederum finde ich so low level 08 15, das hatte ich ja mit entsprechender Verhütung sogar mit one night stands. Da musste ich nie drum kämpfen oder mich rechtfertigen oder sowas und selbst jetzt ist das immer noch Diskussionsgrundlage, WEIL er sich ja überwunden hat. Über die Qualität (mechanisch und teils schmerzhaft) oder gar wie es mir damit geht (schlecht) oder ob ich es genieße (nein), darum geht es inhaltlich gar nicht. Nur darum, dass er ja TUT und ich nicht zufrieden bin und jetzt schon wieder die nächste perverse Sache im Kopf habe. Und insgesamt sagt er oft, dass ich nie zufrieden bin, egal was er tut.
@Mod Plouha
Leider ist diese Bezeichung für normalen Sex genau das, was er sagt. Wir redeten ja auch mal über seine Wünsche, weil ich überhaupt gerne darüber rede, damit immer gut gefahren bin, da kommt immer die Antwort, er will einfach ganz normalen Sex. Das stimmt leider. Ich glaube nicht mehr an irgendwas im Verborgenen, da ist nichts mehr, er will wirklich einfach Missionarsstellung und befriedigt einschlafen.
 

nigal

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Unterstellt er Dir wirklich, dass Du pervers wärst oder entsteht das aus der Nichtakzeptanz?
Darauf möchte ich noch eingehen. Das bezog sich auf meine Idee oder meinen Vorschlag, dass ich mich interessieren würde, wie es wäre, wenn er mal mit einer anderen Frau schläft, dass mich das reizt. Das sind dann so Dialoge.
"Wen soll ich da nehmen? Deine Freundin oder was?"
"Nein, jemand Fremdes"
"ne Prostituierte?"
"Zum Beispiel"
"Und wer zahlt die?"
"Ich kann das ja übernehmen"
..
..
Und am Ende sagt er dann "Du bist so pervers. Du kaufst mir für 200 Euro ne Nu***e, zwingst mich, mit ihr zu schlafen, beteiligst dich an sexueller Ausbeutung, ich krieg Krankheiten von der, damit du dich dran aufgeilst. Du bist so krank." Und dann geht er. Er dreht es so um als würde ich ihn zwingen mit einer Prostituierten zu schlafen und dass er sich dann mit Krankheiten anstecken soll und dass es mich anturnt, wenn ich mich am Leid einer jungen Prostituierten erfreuen kann, der es viel schlechter geht als mir.

Dabei war die urspüngliche Idee nur, dass ich spekuliere, ob das irgendwie bereichernd sein könnte mal mit anderen zu schlafen. Endet aber mit: Du bist pervers und krank.
 

Grüffelo

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Wie ist gemeint mit dem "schmerzhaft"? Körperlich, weil du das auf einen Mann bezieht?
Psychisch. Man kommt dagegen nicht an und mööööglicherweise ist es einfach auch total geschlechterunabhängig. Als Mann biste der Ausbeuter, Sexist whatever... als Frau biste dann eben mindestens Flittchen.
Der eine wird gesellschaftlich verachtet, die andere ist auch nicht besser dran.

Ich mein, wir zeigen mit dieser Offenheit doch wie sehr wir Partnerin vertrauen. Eben weil das Thema immer noch vorbelastet ist und wir uns dadurch angreifbar machen.
Wenn dann wie in Deinem Falle eine so heftige Antwort zurückkommt.... das steckt man nicht eben so weg. Das hinterlässt Spuren.

Ich liebe ihn ja und will das alles mit ihm erleben. Auch da wäre ich wohl gerade nicht so empfänglich für Angebote, was du ja auch kennst. Trennung ist für mich weit weit weg. Dann lebe ich lieber so weiter, aber trennen möchte ich mich nicht.
Kommt ganz darauf an, wie es weitergeht. Der Riss ist da und es wird immer wieder hochkommen, euch belasten und wenn dann auch bei euch Stück für Stück die Leidenschaft geht weil er sich einredet Dir nicht zu genügen und Du Dich unverstanden fühlst.

Ich sag mal so... irgendwann werden Deine Vorschläge und Ideen weniger.
Du merkst das Dir einfach die Leichtigkeit der Vergangenheit fehlt, der Sex "belastender" wird weil Du Angst hast wieder Gedanklich übers Ziel hinaus zu schießen, Druck zu machen obwohl Du in dem Moment einfach gar nix anderes willst als gepflegt mit Deinem Partner zu :pingpong: ...vielleicht mit etwas Kopfkino, aber eben auf ihn fixiert.
DANN habt ihr ein richtiges Problem, denn er wird ähnliche Gedanken haben... gleich kommt sie wieder mit was verrücktem was ich nicht will und ohne das aus der Welt zu schaffen gehts nur noch bergab.

Dann ist jedes Wort ein Missverständnis.
Ich hab mal ganz ruhig gesagt.... auf Dauer ist mir dieses mal eben Abends im Bett ne schnelle Runde und dann rumdrehen und schlafen einfach nichts.
Gemeint war... Hey wie wäre es mal wieder mit einfach so rummachen, die Leidenschaft steigern und wenns dann passt übereinander herfallen statt den Abend nebeneinander zu sitzen im Bett dann nen Kaltstart hinzulegen und den Wagen nach ner viertel Meile wieder zu parken.

Angekommen ist : Normaler Sex ist langweilig

Zum Thema Sexualtherapie wollte ich noch was schreiben, auch an Mod Plouha. Danke auch an dich. Ich denke, mein Mann wäre dazu sogar bereit, vielleicht sogar ganz angetan von der Idee einer Therapie, aber ich fürchte, ich ahne weshalb. Er sucht nach jemandem, der mir auch sagt, dass ich nicht normal bin. Also wie eine(n) Verbündete(n) gegen mich. Und wie ich das vertragen sollte, käme es so, dass dann zwei zu mir sagen, dass ich falsch bin, weiß ich nicht. Mir tut das richtig seelisch weh, als hätte ich eine Krankheit, die man behandeln muss. Wenn ich schon daran denke, krieg ich nen Kloß im Hals. Ich fühle mich so verletzlich.
Ich glaube die Therapeuten sind nicht dazu da um zu urteilen und dazu auch neutral.
Ihr werdet da beide nicht als "Gewinner rausgehen" ... oder bestenfalls doch wenn ihr lernt vorwurfsfrei zu kommunizieren, einander zu verstehen, aufeinander zuzugehen.

Dein Mann wird deswegen im Leben kein Swinger, BDSMler ist auch nix was man "lernt".
Doch es gibt so viele Facetten dazwischen die euch beide aus der Wohlfühlzone werfen, aber keine Grenzen überschreiten.
Letztendlich kannst Du von ihm auch nicht verlangen vor, oder mit Dir eine andere flachzulegen und ich würde an Deiner Stelle auch keinen Strap On unter den Weihnachtsbaum legen.
Aber mal ein WE im Hotel. kleines Rollenspiel zu zweit, ne Einzelkabine im PK/Club usw. als Langzeitziel nix unmögliches ... zumindest der Versuch.

Was auch oft missverstanden wird, es geht dabei wie Du geschrieben hast meist gar nicht darum unbedingt dieses, oder jenes. Das sind Serviervorschläge die man macht und hofft irgendwas davon kommt zumindest auf die "mal testen" Liste.


Sex mit ner anderen war für ihn halt eine Grenze die er nicht überschreiten will und so wie Du eventuell im Hinterkopf hattes.. "hey x Kerle würden die Sektkorken bei dem Vorschlag knallen lassen" dachte er "hey jede Frau außer Dir bekommt Pipi in den Augen wenn ihr Mann eine andere so strikt ablehnt".

Diese Grenze musst Du akzeptieren, so wie er aber auch die Grenzen gepflegter und respektvoller Kommunikation akzeptieren sollte.
DAS wäre etwas das ihr beide aus einer Therapie mitnehmen könntet.

Dazu noch Gedankenspiele sind Gedankenspiele und nicht jede Fantasie muss Realität werden und vor allem.... die Gedanken auszusprechen ist gelebtes Vertrauen und keine ToDo Liste.
 
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Vögelchen

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Liebe nigal,

ein spannendes Thema und ich muss sagen, bei mir kommen da gemischte Gefühle zu Tage.

Ich kann meine Wünsche klar formulieren, tu das auch. Er ist eher verklemmt und schüchtern, zurückhaltend und etwas lahm in sexueller Sicht. Er hat aber keinerlei Erektionsprobleme und grundsätzlich auch viel Lust auf Sex. Nur eben anderen Sex als ich mir das wünschen würde.
Die Frage ist, wie formulierst du diese Wünsche und in welcher Situation?
Weder du, noch dein Partner, scheint euch wirklich verstanden zu fühlen, oder?
Er möchte den "Standardsex" mit dir zelebrieren, d.h. schnelle Penetration und gut ist, wobei er schon Oralverkehr zugelassen hat und du möchtest da richtig dolle experimentieren, bekommst aber nur Abwehr von seiner Seite.

Ihr seid nun in einer Dysbalance im sexuellen Bereich angekommen.
Dir fehlt seine Bereitschaft mehr auszuprobieren und ihm sind deine Ideen nicht "normal" genug.

Das ist schon, trotz Liebe, ein schwerer Brocken, der eure Beziehung/ Ehe auf die Probe stellt.
Seine Diffamierungen deiner Gedanken bzgl. möglicher sexueller Praktiken verdeutlichen dir doch, wie schlimm es für ihn ist sich das, was du spannend findest, auch nur ansatzweise vorzustellen.
Wenn er sowas ernsthaft gesagt hat:
"Du bist so pervers. Du kaufst mir für 200 Euro ne Nu***e, zwingst mich, mit ihr zu schlafen, beteiligst dich an sexueller Ausbeutung, ich krieg Krankheiten von der, damit du dich dran aufgeilst. Du bist so krank."
schwingt doch extreme Ablehnung in seiner Beschreibung mit.
Der Satz "Du bist so krank" versinnbildlicht meiner Meinung nach, dass er sich nicht in dich hinein versetzen mag/ kann und es ihm leichter fällt, dich als abnormal darzustellen, als ernsthaft darüber nachzudenken, wie es wäre, würde er sich darauf einlassen mit einer fremden Frau zu schlafen. Dazu muss ich auch sagen, dass ich die Bezeichnungen "krank" oder "pervers" in diesem Zusammenhang, vor allem, da du offen über sehr intime Gedanken sprichst, absolut respektlos finde.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass ein Partner nicht alle Wünsche/ Bedürfnisse erfüllen kann.
Da die Sexualität durchaus ein wesentlicher Bestandteil der Beziehung ist, sehr intim und die meisten Paare monogam leben wollen, wird es schwierig für dich, dahingehend im Außen deine sexuelle Neugier zu befriedigen. Wobei du sagtest, du musst nicht mit anderen sexuell aktiv sein.

Was mich noch interessieren würde. Warst du zu Anfang eurer Beziehung auch schon so experimentierfreudig oder hat sich das im Laufe der Ehe mit deinem Mann erst für dich heraus kristallisiert?
Falls diese Wünsche noch etwas neu für dich sind - ich spreche jetzt nicht von Oralverkehr, sondern deinen anderen etwas exquisiteren Vorstellungen - was denkst du, warum bzw. wie sind die entstanden?

Sexualität ist etwas sehr individuelles. Jeder hat so seine Vorlieben und Abneigungen. Wobei sich die Abneigungen auch bei verschiedenen Partnern ändern können. Ich selber fand Oralverkehr mit Männern oft nicht so dolle, mit meinem jetzigen Partner törnt es mich jedoch geradewegs an. (Könnte ihn ohnehin komplett vernaschen wäre ich Kannibalin.:grins:)

Ich glaube nicht mehr an irgendwas im Verborgenen, da ist nichts mehr, er will wirklich einfach Missionarsstellung und befriedigt einschlafen.
Wenn du jetzt schon davon ausgehen kannst, wirst du leider in Zukunft genau diesen Gedanken nicht mehr los:
Die Vorstellung, dass das mein Leben war, dass ich das, was ich alles gerne mal probieren will, was ich in Pornos sehen kann, was andere haben können, dass das aussichtlos ist für mich, gibt’s nicht für mich. :'(
Entweder findet ihr gemeinsam einen Weg euch in der Mitte zu treffen, oder du wirst für deine sexuelle Wunscherfüllung etwas grundlegend verändern müssen - wie auch immer.:cry

Liebe Grüße
Vögelchen
 
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Mod Luke

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Hey nigal:)

Hier wurden ja wirklich schon sehr wertvolle Beiträge geschrieben!

Eine Sache nochmal, auch wenn Grüffelo da schon ganz richtig drauf eingegangen ist:
Also wie eine(n) Verbündete(n) gegen mich
Das vermute ich genau so wie du, aber ein(e) Therapeut(in) wird sich niemals auf eine Seite stellen. Es wird wohl eher um die Kommunikation auf Augenhöhe gehen, und wie ihr es eventuell schaffen könntet, aufeinander zu zu gehen. Ihr seid ja derzeit in einem ganz unguten Muster gefangen, und ich halte deinen Mann teilweise für manipulativ. Zum Beispiel die Sache, dass er Tage lang zurückgezogen ist, und traurig, usw. usf. weil du äußerst, wie dich dieses Thema belastet.

Im Moment bist aus deiner Erzählung heraus du diejenige, die immer wieder zurücksteckt, und einlenkt, um die Harmonie nicht zu gefährden. Insofern könnte euch eine Sexualtherapie helfen, aus diesem Muster auszubrechen.

Ich selbst habe mal die Erfahrung mit einer Frau gemacht, die war in den ersten Monaten unserer Beziehung spitz wie Lumpi, und von jetzt auf gleich wars vorbei. 6-8 Monate ohne Sex, ohne irgendwas. Das ging für mich nicht, weil Sex für mich einen großen Anteil an eine funktionierende Beziehung hat. Mein Frust war entsprechend groß. Du hast wenigstens Sex, hin und wieder mal - aber, er befriedigt dich nicht, und deine Fantasien und Wünsche werden als pervers und völlig krank hingestellt. Ich denke, dir bleibt bloß eine Sexualtherapie, oder aber, du trennst dich. Wenn das für dich gar keine Option ist, bleibt nur noch, dass du als "Nonne" alt wirst, und hin und wieder unbefriedigenden Blümchensex hast.

Ich drücke dir wirklich die Daumen, dass du/ihr einen Weg findet, mit dem ihr beide gut leben könnt:)

Ganz liebe Grüße!
 

nigal

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Manches ergab sich im Alltag. Wir standen vor zwei Jahren in so nem 24/7 Kiosk mit Automaten, neben Schokolade und Energiedrinks gab es da Analplugs. In meinem Überschwung habe ich gesagt “oh Wow, ich nehm den mit”. Sein Reaktion: “Ja kann man schon kaufen, wenn man schwul oder pervers ist. Ich nehm Twix White”.
Werde ich nie vergessen, das war wie ein Schlag in die Magengrube. Von ihm nicht beabsichtigt, sondern sein natürlicher Reflex. Er spricht ja da auch nur aus, was ihm sofort einfällt. So wie ich, nur dass wir da keine Schnittmenge haben. So wie es mein Reflex ist, ich seh das, und freu mich und denk boah cool, lass mal kaufen. Und so schockiert wie er über meine Aussage ist, bin ich über seine Reaktion.
Es stimmt ja, dass wir beide ein großes Problem haben. Wir können es beide nicht fassen, wie der andere drauf ist.:'(

Vögelchen, wo und wie ich schon das Thema angefangen habe: Im Bett nach (!) dem Sex, habe ich mal gelsen, dass das gut sein soll, weil kein Druck da ist. Beim Frühstück, im Restaurant, am Esstisch, im Flugzeug, betrunken auf dem Heimweg vom Weihnachtsmarkt, beim Wandern und so weiter. Einmal habe ich ihm auch eine E-Mail geschrieben, also einen Brief, aber auf den hat er nie geantwortet. Nicht mal mündlich oder sich bedankt, sondern das Geschriebene komplett ignoriert. Das war wieder sowas, was mir einfach weh tut. Genauso laufen auch die Gespräche ab, also dass er da schweigsam ist. Anfangs als ich noch ausgelotet habe was so geht mit ihm und was nicht und wie offen er ist, da habe ich mich immer vorgetastet und da hat er sich gar nicht positioniert, also sehr neutral und abstrakt reagiert, dass ich nie wusste, was er mag oder was er nicht mag. Er hat aber auch nie klar formuliert, was er nicht mag oder was No-Gos sind. Im Gegenteil, er stand immer in der Deckung, hat sich aus dem Graben nie raus gewagt und einfach gar keine Position eingenommen während ich mich abgearbeitet habe.
Heute weiß ich, ich könnte da lange wühlen. Er mag nur Blümchen-Sex, der sogar Oralsex ausschließt (was bei mir noch mit reinfallen würde in die Kategorie unterer Standard).
Vögelchen, ich hatte wohl immer schon zumindest relativ viel Lust auf Sex und war sehr experimentierfreudig. Ich wurde liberal erzogen und komme aus einer sehr offenen Familie. Meine Oma ist jetzt 90, viele Kinder und noch mehr Enkelkinder und Urenkel. Sie ist die liberalste und toleranteste Person, die ich kenne. Bei uns wurde nie verurteilt, wenn sich jemand scheiden lies, neue Partner hatte, wenn dann mal jemand kam mit ner anderen Hautfarbe, wenn ihre Enkelkinder mal asitaisch aussahen, mal halbschwarz, wenn ihr jüngster Sohn schon wieder ne Neue hatte oder ne Enkeltochter jetzt lesbisch ist und umschult auf Tätowiererin…Sie hat uns alle immer geliebt, nie verurteilt, immer offen empfangen, bis heute. Das bewundere ich sehr, denn sie wuchs in einer Zeit auf, in der sie das selbst so nie erlebt hat. Ob es daran auch liegt? Keine Ahnung. Dazu kommt ein wohl eher hoher Sexdrive ganz allgemein bei mir.

Ich war aber wohl immer schon "so": Als ich mit meinem Ex-Mann mal samstag früh beim Frühstück saß, habe ich gesagt, dass ich so gern mal einen Doppeldi**o ausprobieren würde. Ne Stunde später saßen wir im Auto, er fand die Idee super und wir sind zum Sexshop gefahren und haben den gekauft. :grins: Im Vergleich zu heute, wo darauf gar keine Reaktion käme oder genervtes Stöhnen, dann die Aussage, das würde er sich mal überlegen oder “darüber denk ich nach” (und dann kommt halt nie irgendwas ne Aussage dazu), dann wochenlang nix und wenn ich es nochmal anspreche folgt ein Ausraster seinerseits hoch zehn. Zumal ich damals jung war und heute über 40 und mir auch die Zeit davon läuft und ich keine Lust habe alles aufzuschieben auf irgendwann mal.

Ich bin in der Zyklusmitte (zwischen Tag 8 und 21), nicht nur sexuell ziemlich bedürftig, sondern auch wahnsinnig verletztlich und sehr nah am Wasser gebaut. Wenn ich beim Sex dann noch merke, dass ich nichts mehr genießen kann, selbst wenn er mir entgegen kommt, weil ich ja weiß, dass er das nur mir zuliebe tut, dann merke ich auch, dass all die Gespräche es nicht besser gemacht haben. Sie haben die Schwere erst reingebracht. Als würde man jemandem sagen: Jetzt nimm mich doch mal in den Arm und dann rückt der so näher und streichelt einen so mechanisch, aber es ist kein in den Arm nehmen, es ist die Ausführung einer Forderung.
ch glaube auch nicht, dass das für meinen Mann noch schön ist. Denn wenn er sich schon mal überwindet, dann passt es mir auch nicht und ich sage ihm, dass er das nur tut, weil ich ihm das gesagt habe, was ja auch stimmt und dann gefällt mir das auch nicht und ich verlange dann, dass er damit aufhört und dann fange ich auch noch das Heulen an.
Manchmal denke ich sogar, dass ich ihn aus Liebe verlassen müsste, damit er wieder Frieden hat in seinem Leben. Auf der anderen Seite nämlich ist er liebevoll und würde alles für mich tun und wir teilen so viel.

Mod Luke, wenn ihr euch sicher seid, dass das Therapeuten nicht machen und sich nie auf eine Seite stellen, wäre das eine Möglichkeit.
Aus seiner Sicht bin ich die, die Stress macht und er derjenige, der Harmonie will, also genau umgekehrt. Er ist zufrieden, wie es ist. Er will nur, dass mich jemand normal macht und denkt sicher, dass es gut ist, dass ich mal zum Arzt gehe. Ich pack's echt gar nicht, wenn ich da auch angegriffen werde.
 

Grüffelo

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Aus seiner Sicht bin ich die, die Stress macht und er derjenige, der Harmonie will, also genau umgekehrt. Er ist zufrieden, wie es ist. Er will nur, dass mich jemand normal macht und denkt sicher, dass es gut ist, dass ich mal zum Arzt gehe. Ich pack's echt gar nicht, wenn ich da auch angegriffen werde.

Die Angst kann ich nachvollziehen, doch wie schon geschrieben sind Therapeuten keine Richter und auch keine Söldner die man anheuern kann um die eigene Position durchzusetzen.
Sieh es eher als Vermittler, oder schlicht Übersetzer.

Ihr versteht einander nicht richtig, weil ihr unterschiedliche Dialekte sprecht und bekommt so die Chance einander wieder zu verstehen.
Was ihr dann daraus macht... ist eure Sache.
Eventuell gibt es Anregungen, doch der Wille aufeinander zuzugehen muss da sein.

Es kann jedoch auch passieren, das genau dieser fehlende Wille zur Kompromissbereitschaft aufgedeckt wird, oder schlicht fehlende Grauzonen in denen man einen Kompromiss ansiedeln könnte.
Da liegt die reale "Gefahr".... man erkennt was man bisher so mühevoll von sich wegschob.
 

Redohh

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*gelöscht, da derzeit keine Schreibberechtigung in den UF 1-5*
 
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Admina Hira Eth

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Hallo Redohh,

beabsichtigst du, einen eigenen Hilfestrang in einem unserer Hauptunterforen 1-5 zu eröffnen?
Falls nicht, hast du leider keine Schreibberechtigung in diesen Foren und bist mit etwaigen Beiträgen auf die Themen rund um die Liebe und die Plauderecke beschränkt. Beachte das bitte, denn deine Beiträge in den Hauptunterforen werden ansonsten wieder gelöscht.

Mach dich doch in dem Zuge dann auch bitte gleich mit unseren Forenregeln vertraut. Solltest du die noch nicht entdeckt haben - hier ist die Verlinkung:
https://forum.beziehungsdoktor.de/index.php?pages/rules/

Näheres zu den Schreibrechten findest du da übrigens im § 15.

Gruß,
Hira

P.S.: Zum näheren Verständnis lies gern auch hier:
 

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