Meine Situation

karls

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Hallo, ich brauche ein bisschen Rat, wie ich mich verhalten soll.

Ich mache es erstmal kurz. Zur Situation. Meine Frau und ich sind seit 10 Jahren verheiratet. Wir haben eine 5-jährige Tochter. Wir lieben uns und die Ehe war "eigentlich" soweit gut, dachte ich. Allerdings haben wir uns Emotional von einander entfernt und sie hat sich absolut nicht mehr gesehen gefühlt. Ich habe es nicht gemerkt und war "blind", obwohl sie mir eindeutige Zeichen gegeben hat. Ich bin jemand (gewesen) der seine Emotionen und Gefühle leider immer sehr weggedrückt hat und nie zugelassen hat.

Im Spätsommer hat sie dann eine Affäre angefangen (August 25). Das ging ca. 3 Monate bis ich es dadurch rausgefunden habe, dass ich ihre Nachrichten am Handy gelesen hatte. Anfang November war das, da haben wir darüber dann das erste mal gesprochen. Sie konnte sich zu dem Zeitpunkt nicht vorstellen, dass ich mich ändern werde und das unsere Ehe noch eine Chance hat, jedenfalls innerlich nicht. Eine direkte "Trennung" war aber für uns beide in dem Moment auch nicht vorstellbar, so haben wir uns auf eine "offene Ehe" geeinigt, wobei ich zugeben muss, dass das für mich nur deshalb in Frage kam, um sie in dem Moment nicht zu verlieren, weil es zu schmerzhaft für mich gewesen wäre.

Seit dem hat sich sehr viel bei uns geändert - hauptsächlich zum positiven. Wir haben sehr viel uns sehr ehrlich miteinander gesprochen, ich habe eine Psychotherapie begonnen, um endlich meinen Gefühlen nicht mehr aus dem Weg zu gehen. Und unsere Ehe ist wieder lebendig geworden und wir haben Nähe und Vertrautheit und Sicherheit. Anfangs viel es mir nicht ganz so schwer, wenn Sie den AM noch getroffen hat. Aber je bessere unsere Beziehung wieder wurde, desto tiefer ist der Schmerz bei mir und desto mehr wünsche ich mir, dass dieser Mensch aus unserem Leben verschwindet. Irgendwann konnte ich es nicht mehr vor ihr "verstecken" und habe angefangen es ihr zu sagen. Unsere Ehe ist insgesamt viel besser als "vorher", wir haben auch wieder Sex und alles ist eigentlich für mich sehr schön und ich bin so Glücklich darüber, dass wir es geschafft haben, wieder zueinnader zu finden.

Es ist so, dass die Affäre sich auch immer mehr abgeschwächt hat, je besser wir wieder zusammen gefunden haben. Es gab keinen Sex mehr seit es Aufgedeckt wurde (also mittlerweile schon 10 Wochen). Die Treffen sind sehr selten (alle 2-3 Wochen) und meistens ist es einfach ein Spazierengehen oder einfach nett sprechen. Es gibt noch Kontakt via Nachrichten und Telefonate, die ich nicht kontrolliere oder so also weiß ich nicht wie intensiv und was genau dort ausgetauscht wird aber ich denke es war erst noch täglich, mittlerweile glaube ich nicht mehr täglich, ich denke aber schon, dass dort auch nicht ausschließlich belangloses und alltägliches geschrieben wird, sondern vermutlich auch mal ein Herzchen oder Küsschen Emoji oder sowas. Der Kontakt ist aber insgesamt über die letzten 2 Monate immer flachter und weniger geworden. Der AM hat eine nicht ganz so glückliche Fernbeziehung zu einer Frau. Er ist dort sehr stark abhängig und würde sie nicht verlassen und sie ist auch sehr stark von ihm abhängig und würde ihn auch nicht verlassen. Sei hat ihn schon ziemlich "entpersonalisiert", sie sagt, es lag gar nicht an ihm als Person, sondern an ihrer Situation in dem Moment. Es ist also nicht mehr der "idealisierte, er ist es und niemand sonst", sondern eher schon so, dass es auch jeder andere hätte sein können. Und sie hat gesagt, wenn sie sich nicht so sehr alleine und verzweifelt gefühlt hatte in dem Moment, wäre es vielleicht nur bei einer Freundschaft geblieben.

Meine Frau sagt klar, dass ich und unserer Ehe das ist was sie will. Die Affäre war / ist "schön" und der AM hat ihr in einem Moment viel gegeben, in dem sie es gebraucht hat. Aber wo die Rosarote Brille nicht mehr so da ist, weiß sie auch, dass das mit ihm keine Zukunft hat. Ich habe ihr gesagt, dass ich ihr Zeit lasse aber ich nicht weiß, wie lange ich diese Zustand noch aushalten kann. Die Emotionen sind bei ihr nicht mehr so stark, im Moment sagt sie, er ist einfach noch ein "Freund" und der Kontrakt ist noch gut und sie braucht Zeit um sich von ihm zu verabschieden. Für mich ist es im Moment so unglaublich schwer, ich weine jeden Tag, meist heimlich, damit ich sie damit nicht so sehr belaste aber manchmal bricht es auch aus mir heraus und sie kriegt es mit. Sie reagiert dann unglaublich empathisch und wir sprechen dann offen und ehrlich darüber. Alles sieht so aus, als ob sie diese Affäre einfach "Ausschleichen" lässt. Sie hat zu mir gesagt "das wird enden". Und hat auch zu ihm schon gesagt, dass das ein "Ablaufdatum" haben wird.

Ich kann für mich innerlich einfach nicht verstehen, wieso sie es nicht "sofort" beendet, wenn sie sieht und weiß, dass ich leide. Ich will sie aber auch nicht so sehr unter druck setzen und ihr ein Ultimatum stellen, weil ich möchte, dass sie von sich aus soweit ist und es beendet, wenn sie soweit ist. Ich habe angst, dass ich mich dabei selbst verliere und irgendwann die Nähe und Beziehung zu ihr innerlich vermiede, weil der Schmerz zu groß wird. Soweit ist es noch nicht, die Nähe und der Austausch mit ihr tut gut und wir lieben uns einfach.

Ich weiß nicht, ob ich jetzt alles soweit geschrieben habe, was relevant ist. Meine Frage lautet: Soll ich ihr einfach die Zeit geben die sie braucht? Wie lange kann so etwas dauern, wenn innerlich für die der Abschied schon klar ist und vielleicht auch nicht mehr so diese "akute verliebtheit" da ist und unsere Ehe wieder sehr viel stärker ist? Oder soll ihr irgendwie unmissverständlich klar machen, dass sie es jetzt beenden muss und ein harter Cut her muss, damit wir uns einfach wieder voll aufeinander konzentrieren können und mein Schmerz auch ein Ende finden kann?

Was wäre da euer "Rat"? Was ist stabiler? Ich habe Angst, dass wenn sie es nur aus Druck und mir zuliebe beendet, dass es sich für sie dann einfach falsch anfühlt und nicht nachhaltig und stabil ist. Andererseits habe ich angst, dass ich mich verliere und völlig zusammenbreche, wenn ich diese Situation noch Wochen und Monate aushalten muss. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch schaffe.

Ich danke euch für jeden Kommentar dazu und vielleicht aus eigener Erfahrung. Wie gesagt, die Beziehung zwischen den beiden scheint nicht mehr so stark, eher Freundschaftlich geprägt aber die Vorstellung, dass es auch nur bei einer bleibenden Freundschaft bleiben könnte, ist für mich im Moment kaum auszuhalten.
 
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Admina Hira Eth

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Hallo karls,

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Für deine Geschichte wünschen wir dir viel Glück!

Hira aus dem Team.

P.S.: Wolfgangs E-Book ist bei Partnerschaftsproblemen eine große Wissensbereicherung. Auch wenn es noch nicht zu einer Trennung gekommen ist, ist es für Paare wichtig, die Dynamiken zu verstehen, wenn es kriselt.

***

P.P.S.: karls, nicht, dass du dich wunderst. Ich habe deinen Strang in unser Partnerschaftsforum verschoben. Da passt er etwas besser hin.
 

Carola

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Hallo karls,

oh, das klingt nach einer heftigen Geschichte.
Ich habe dir Mal ein paar Gedanken dazu...
Und sie hat gesagt, wenn sie sich nicht so sehr alleine und verzweifelt gefühlt hatte in dem Moment, wäre es vielleicht nur bei einer Freundschaft geblieben.
Ich glaube, das ist genau der Knackpunkt. Wenn es euch gelingt, genau diesbezüglich aufmerksam zu bleiben, aufeinander zu achten, sich gegenseitig wertzuschätzen und Gutes zu tun, wäre schon viel getan. Es geht auch darum, immer wieder aktiv nachzufragen, sich Zeit zu nehmen, Mal in die Tiefe zu gehen, einfach da zu sein, interessiert zu sein. Sich Zeit zu nehmen, nachzufragen, wie es geht, wie der Tag war etc. da gibt es viele Themen, die zeigen, dass man Anteil nimmt, füreinander da ist und zueinander steht.
Die Beratung wird dir oder euch sicher auch diesbezüglich einige Werkzeuge an die Hand geben können.
Übrigens klingt das sehr gut:

Seit dem hat sich sehr viel bei uns geändert - hauptsächlich zum positiven. Wir haben sehr viel uns sehr ehrlich miteinander gesprochen, ich habe eine Psychotherapie begonnen, um endlich meinen Gefühlen nicht mehr aus dem Weg zu gehen. Und unsere Ehe ist wieder lebendig geworden und wir haben Nähe und Vertrautheit und Sicherheit.
Unsere Ehe ist insgesamt viel besser als "vorher", wir haben auch wieder Sex und alles ist eigentlich für mich sehr schön und ich bin so Glücklich darüber, dass wir es geschafft haben, wieder zueinnader zu finden.

Was für eine tolle Entwicklung! Ist das jetzt alles innerhalb weniger Monate so gekommen?
Du weißt schon, dass manche Paare JAHRE darum kämpfen, Intimität und Nähe wieder miteinander erleben zu können. Ihr habt das jetzt so schnell wieder hinbekommen. Da würde ich jetzt mega darauf achten, dass dieser Status so schnell nicht wieder gefährdet wird. Im Gegenteil, diese Ebene sogar noch mit ganz viel positiver Energie kultivieren.

Anfangs viel es mir nicht ganz so schwer, wenn Sie den AM noch getroffen hat. Aber je bessere unsere Beziehung wieder wurde, desto tiefer ist der Schmerz bei mir und desto mehr wünsche ich mir, dass dieser Mensch aus unserem Leben verschwindet.
Das ist gut verständlich. Allerdings warst du am Anfang ziemlich cool, das finde ich außergewöhnlich. Wie geht sowas eigentlich? Warst du dem Geschehen da so fern?

Ich kann für mich innerlich einfach nicht verstehen, wieso sie es nicht "sofort" beendet, wenn sie sieht und weiß, dass ich leide. Ich will sie aber auch nicht so sehr unter druck setzen und ihr ein Ultimatum stellen, weil ich möchte, dass sie von sich aus soweit ist und es beendet, wenn sie soweit ist.
Es wird hierfür einige Gründe geben. Dass sie überhaupt in die Situation gekommen ist, ist einer davon. Du möchtest aber auch nicht, dass sie aus Mitleid mit dir zusammen ist, oder?
Wenn du jetzt ein Ultimatum stellst, gibt es hop oder top. Aus welchem Grund willst du jetzt so viel Stress reinbringen? Fehlt dir die Reibung, die Aufregung, Theater, Drama?
Oder suchst du ihre Bestätigung? Dazu schreibe ich gleich noch etwas.

Meine Frau sagt klar, dass ich und unserer Ehe das ist was sie will. Die Affäre war / ist "schön" und der AM hat ihr in einem Moment viel gegeben, in dem sie es gebraucht hat. Aber wo die Rosarote Brille nicht mehr so da ist, weiß sie auch, dass das mit ihm keine Zukunft hat. Ich habe ihr gesagt, dass ich ihr Zeit lasse aber ich nicht weiß, wie lange ich diese Zustand noch aushalten kann. Die Emotionen sind bei ihr nicht mehr so stark, im Moment sagt sie, er ist einfach noch ein "Freund" und der Kontrakt ist noch gut und sie braucht Zeit um sich von ihm zu verabschieden. Für mich ist es im Moment so unglaublich schwer, ich weine jeden Tag, meist heimlich, damit ich sie damit nicht so sehr belaste aber manchmal bricht es auch aus mir heraus und sie kriegt es mit. Sie reagiert dann unglaublich empathisch und wir sprechen dann offen und ehrlich darüber. Alles sieht so aus, als ob sie diese Affäre einfach "Ausschleichen" lässt. Sie hat zu mir gesagt "das wird enden". Und hat auch zu ihm schon gesagt, dass das ein "Ablaufdatum" haben wird.
Da hast du eigentlich die Antwort. Sie wird auch versuchen, aus der Sache irgendwie erhobenen Hauptes herauszukommen. Es war nicht absehbar, wie es sich entwickeln würde und dass eure Verbindung noch das Potential hatte, wieder auf eine gute Ebene zu kommen.

Für mich ist es im Moment so unglaublich schwer, ich weine jeden Tag, meist heimlich, damit ich sie damit nicht so sehr belaste aber manchmal bricht es auch aus mir heraus und sie kriegt es mit.
Wie lange geht das schon und wann denkst du, dass du aus dem Tränental herauskommst?
Was könnte dir helfen, für dich selber wieder stabiler zu werden? Abgesehen davon, jetzt auf den Tisch zu hauen, ihr ein Ultimatum zu stellen und Wiedergutmachung zu erwarten.
Was könnte für dich selber hilfreich sein, stabil zu werden? Gibt es da etwas oder mehreres?
Vielleicht auch sowas wie Atemübungen, Achtsamkeit?

Deinen Schmerz möchte ich nicht kleinreden. Klar ist es eine extrem harte Sache, das mit dem Nebenmann jetzt schultern zu müssen, doch deinen Schilderungen nach läuft es in die richtige Richtung und es klingt für mich so, als ob ihr schon tolle offene Gespräche darüber hattet. Das würde ich sehr wertvoll finden.

Es ist so, dass die Affäre sich auch immer mehr abgeschwächt hat, je besser wir wieder zusammen gefunden haben. Es gab keinen Sex mehr seit es Aufgedeckt wurde (also mittlerweile schon 10 Wochen). Die Treffen sind sehr selten (alle 2-3 Wochen) und meistens ist es einfach ein Spazierengehen oder einfach nett sprechen. Es gibt noch Kontakt via Nachrichten und Telefonate, die ich nicht kontrolliere oder so also weiß ich nicht wie intensiv und was genau dort ausgetauscht wird aber ich denke es war erst noch täglich, mittlerweile glaube ich nicht mehr täglich, ich denke aber schon, dass dort auch nicht ausschließlich belangloses und alltägliches geschrieben wird, sondern vermutlich auch mal ein Herzchen oder Küsschen Emoji oder sowas. Der Kontakt ist aber insgesamt über die letzten 2 Monate immer flachter und weniger geworden. Der AM hat eine nicht ganz so glückliche Fernbeziehung zu einer Frau. Er ist dort sehr stark abhängig und würde sie nicht verlassen und sie ist auch sehr stark von ihm abhängig und würde ihn auch nicht verlassen. Sei hat ihn schon ziemlich "entpersonalisiert", sie sagt, es lag gar nicht an ihm als Person, sondern an ihrer Situation in dem Moment. Es ist also nicht mehr der "idealisierte, er ist es und niemand sonst", sondern eher schon so, dass es auch jeder andere hätte sein können. Und sie hat gesagt, wenn sie sich nicht so sehr alleine und verzweifelt gefühlt hatte in dem Moment, wäre es vielleicht nur bei einer Freundschaft geblieben.
Klar macht es Sinn, das noch ein bisschen im Blick zu halten, doch der Trend klingt absolut nach Ablösung von ihm und einer neuen Chance für euch. Je lockerer, entspannter und liebevoller du ihr gegenüber wieder auftreten kannst, umso positiver wird sich das für sie anfühlen oder was denkst du?

Von daher denke ich, geh raus aus dem täglichen Tränental, starte Schmerzverarbeitung, fasse neuen Mut, entdecke Energiequellen und nutze sie, suche ggf. neue auf. Alles, was, dir gut tut in Angriff nehmen und ausbauen. Was du hier notiert hast von eurem Beinahe-Crash und wie ihr bereits wieder gemeinsam Kurs aufgenommen habt, klingt meiner Auffassung nach richtig toll. Bleib doch einfach weiter dabei und auf diesem gemeinsamen Weg. Verliert euch nicht wieder aus den Augen und schau, dass du deinen Selbstwert möglichst wieder alleine aufbaust und stärkst.
Das kannst du jetzt von ihr nicht erwarten.
Sie hat ihre eigenen Defizite oder gar Baustellen und muss das Erlebte für sich auch erst Mal richtig einordnen. Da war so viel Unglauben an eine gute Entwicklung bei euch. Deswegen ist sie vielleicht auch noch vorsichtig und kann es noch gar nicht richtig fassen.

Eine neues Pflänzchen, was da am Wachsen ist.
Doch man soll am Gras nicht ziehen...

Meine Frage lautet:
Meine Antwort wäre...gib ihr die Zeit, die sie braucht, aber lass dich nicht für dumm verkaufen.
Erwarte auch nicht zu viele Erkenntnisse und Treueschwüre. Irgendwann wird es auf einem Level sein, wo es sich für dich nicht mehr so kritisch auswirkt oder anfühlt. Beobachte das vielleicht noch eine Weile. Ein Ultimatum kannst du jederzeit stellen, doch dann sollte es dir auch möglich sein, die Konsequenzen daraus tragen zu können.
Sie war in einem Mangel, wodurch es auch erst so weit kam und sie wird das auch noch deutlich spüren oder sich zumindest daran erinnnern können.
Solange du selber noch weit davon entfernt bist, stabil und erst Mal verlässlich zuversichtlich zu sein, auch erst Mal keine unüberlegten Versuchsaktionen liefern. Der Schuss geht meist nach hinten los...

Ball flach halten und das Positive kultivieren, was sich da gerade wunderbar entwickelt, wäre so mein Credo in dieser Situation.
Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg und noch einen tollen Austausch hier.
LG
Caro
 

karls

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Danke für deine tolle Antwort.

Aus welchem Grund willst du jetzt so viel Stress reinbringen? Fehlt dir die Reibung, die Aufregung, Theater, Drama?

In erster Linie merke ich einfach, dass mir die Kraft ausgeht, das weiter so tragen zu können. Einerseits haben wir viel Nähe und alles ist sehr schön mit vielen tollen Gesprächen und unsere Beziehung fühlt sich einfach wieder richtig an. Und das ist für uns beide so. Aber auf der anderen Seite ist da nach wie vor dieser Kontakt zu dem Mann, der für mich einfach unglaublich viel Schmerz und Lügen und Kümmer ausgelöst hat. Und ich kann nicht verstehen, dass wo wir jetzt wieder so toll zusammen sind, sie diesen Kontakt noch braucht und nicht "schnell oder einfach" beenden kann. Das zieht man teilweise sehr runter und ich stelle dann auf einmal alles in Frage, sitze da und denke vielleicht ist es besser, einfach doch alles zu beenden, dann tut es wenigsten nur einmal weh und nicht immer wieder. Es geht mir nicht um Drama, Reibung, Aufregung oder sonst was, nur darum, meine Sicherheit wieder zu finden und zur Ruhe zu kommen, was das angeht.

Wie lange geht das schon und wann denkst du, dass du aus dem Tränental herauskommst?
Das geht seit etwa 4 Wochen so und es wird eher etwas schlimmer, je besser unsere Beziehung wird. Anfangs war es nicht so schlimm. Ich habe ja auch die Treffen von ihnen und den Kontakt einigermaßen gut verkraftet. Ich war natürlich erst nicht ruhig aber als ich die Chance gesehen habe, dass wir doch noch weiter in unserer Ehe bleiben können und es über die "Öffnung" erstmal weitergehen kann, wusste ich, das wir noch eine Chance haben. Und mir war auch klar, dass ein großer Teil der Affäre das Heimliche war und die Dinge, die sie an mir vermisst hat. Daran habe ich gearbeitet, und zwar sehr. Um auf deine Frage zurück zu kommen. Ich weiß nicht, wie ich da aktuell wieder raus kommen soll. Im Moment schiebe ich einfach den Gedanken in eine Schublade, wenn er kommt und lasse ihn dann irgendwann, wenn ich ruhe habe und alleine bin wieder raus. Das funktioniert soweit ganz gut und ich kann ihr gegenüber auch entspannt, locker und nah sein, ohne dass es sich falsch anfühlt. Ich habe nur ein bisschen Angst, dass ich das irgendwann so nicht mehr durchhalte.

Dazu muss man sagen, dass ich ihr erst vor einer Woche klar gesagt habe, dass ich es nicht mehr so schaffe, dass ich es wirklich versucht habe, es zu akzeptieren aber ich nicht auf Dauer damit leben kann, dass es diesen anderen Mann weiterhin in ihrem (und damit auch indirekt in meinem) Leben gibt. Die Zeichen standen da aber insgesamt schon stark darauf, dass es nicht mehr so eine Emotional wichtige Sache für sie ist. Insgesamt hat man gemerkt, dass die Intensität stark nachgelassen hat in den letzten 10 Wochen seit dem es raus ist.

Und heute morgen konnte ich kurz meine Tränen nicht mehr halten und bin schnell weg gegangen als sie kamen. Ich kann ohne Probleme vor ihr weinen, das ist nicht das Problem. Aber ich will nicht, dass sie sich immer für meine Gefühle verantwortlich fühlen muss, ich will ihr den Raum lassen und keinen Druck aufbauen, es wegen mir beenden zu müssen. Aber als sie dann kam und gefragt hat, habe ich ihr gesagt, dass ich nicht weiß, wie lange ich das noch aushalte. Und sie hat gesagt, dass ich ihr Zeit für den Abschied geben muss. Das ist auch Okay für mich. Ich hoffe im Moment einfach, dass diese Abschied auch wirklich kommt.

Sie hat mehrfach klar gesagt, dass sie mich liebt, dass ich der Mann bin, mit dem sie ihr Leben verbringen will, dass ich und unsere Familie ihre Priorität sind. Und das glaube ich ihr auch auf jeden Fall, das sagt sie nicht nur um mich zu beruhigen oder so. Und gleichzeitig sagt sie, dass die Momente mit dem anderen Mann "schön" sind und es ein freundschaftliches Verhältnis ist, sexuelle Anziehung hat sie glaube ich ihm gegenüber nicht. Die sexuelle Komponente war auch nicht so dominant, es war eher das emotionelle, gesehen werden, jemanden haben, der da ist, der zuhört. In den drei Monaten haben sie ca. 5 mal miteinander geschlafen - das ist nun wirklich nicht so viel. Und wie gesagt, jetzt seit 10 Wochen nicht mehr und es sieht auch nicht so aus, als ob es noch Thema für sie ist.

Meine Antwort wäre...gib ihr die Zeit, die sie braucht, aber lass dich nicht für dumm verkaufen.
Erwarte auch nicht zu viele Erkenntnisse und Treueschwüre. Irgendwann wird es auf einem Level sein, wo es sich für dich nicht mehr so kritisch auswirkt oder anfühlt.
Tausend Dank für deinen Rat, du glaubst nicht, wie sehr ich im Moment irgendeine Orientierung brauchen kann. Das ist genau das, was sich für mich intuitiv richtig anfühlt. Ich kann halt nur im Moment so schwer mit diese Ungewissheit leben, was "Zeit" da bedeutet? Tage, Wochen, Monate, Jahre? Bis "Monate" kann ich vielleicht noch mitgehen, aber wenn ich an "Jahre" denke, dann schnürt sich bei mir alles zusammen und ich kann sofort losheulen, bei dem Gedanken daran, diesen Zustand noch lange aushalten zu müssen.

Solange du selber noch weit davon entfernt bist, stabil und erst Mal verlässlich zuversichtlich zu sein, auch erst Mal keine unüberlegten Versuchsaktionen liefern. Der Schuss geht meist nach hinten los...
Kannst du mir erklären, was du mit "Versuchsaktionen" konkret meinst? Ich hab das irgendwie noch nicht ganz verstanden.

Grundsätzlich bin ich ja auch Zuversichtlich. Es gibt gute Phasen, ich sehe wie viel sich schon in so kurzer Zeit zum Positiven verändert hat. Es war immer da, wir haben eine super Beziehung zueinander, die einfach über die Zeit so unglücklich eingeschlafen ist. Wir kennen uns so gut, wir teilen so vieles und jetzt reden wir auch offen und ehrlich miteinander und wissen, dass wir uns so nie wieder verlieren dürfen. Das fühlt sich einfach toll an. Trotzdem schmerzt es so, dass dieser Kontakt zu dem anderen Mann nach wie vor da ist, daran kann ich im Moment nichts ändern, das ist einfach das Gefühl was immer wieder hoch kommt und ich kann es nur schwer kontrollieren.
 

Mod Alvaro

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Hallo karls,

als erstes: meinen Respekt, wie sehr du dir in dieser Situation Mühe gibst.

Meine Frage lautet: Soll ich ihr einfach die Zeit geben die sie braucht?
Ich finde die Frage, so wie du sie formulierst sehr großzügig - aber mir fehlt da etwas. DEINE Bedürfnisse fehlen. Und um die solltest du dich vorrangig kümmern. Ich meine das nicht als Egoismus - sondern du bist der einzige Mensch, der für deine Bedürfnisse die Expertise besitzt.

Daher rate ich dir, für dich mal ein paar andere Frageschritte zu gehen:

1. Was brauchst du KONKRET in der aktuellen Situation in der Partnerschaft?
2. Welche KONKRETEN Bedürfnisse von dir stehen hinter der Antwort auf 1?

Beispiel: Antwort auf 1: Sie soll den Kontakt zu ihrem Ex-AM bald beenden.
Antwort auf 2: Bedürfnis nach klarer Priorität, Bedürfnis nach Sicherheit, Bedürfnis nach...

Und für jede Antwort, die die zu 1 kommt, frag ebenso weiter: für welches Bedürfnis (von dir) brauchst du das?
Das werden vermutlich mehrere Dinge sein, die du brauchst und mehrere Bedürfnisse dahinter.

3.Und zu jedem Bedürfnis, das du klar benennen kannst, frag dich dann: welche Möglichkeiten (Plural!!!) siehst du, wie dieses Bedürfnis erfüllt werden kann?

Diese dritte Frage ist NICHT wieder eine Umleitung zur ersten Frage bzw. ersten Antwort. Möglicherweise wirst du, wenn du in dieser Abfolge fragst, auch noch weitere ganz KONKRETE Schritte finden können, die in der aktuellen Situation für DICH hilfreich sein können.

Und dann formulier deine Ursprungsfrage nochmal ausführlicher:

Soll ich ihr die Zeit geben, die sie braucht und kann ich das auch auf eine Weise tun, die für MICH hilfreich oder zumindest nicht schädlich ist?


Und eine Frage noch: wären ein paar Stunden Paarberatung/-therapie für euch vielleicht eine Möglichkeit, bestimmte Themen mit professioneller Hilfe zu beleuchten? Themen wie:

Ich kann halt nur im Moment so schwer mit diese Ungewissheit leben, was "Zeit" da bedeutet? Tage, Wochen, Monate, Jahre?
Das geht seit etwa 4 Wochen so und es wird eher etwas schlimmer, je besser unsere Beziehung wird. Anfangs war es nicht so schlimm.

Ich kann für mich innerlich einfach nicht verstehen, wieso sie es nicht "sofort" beendet, wenn sie sieht und weiß, dass ich leide.


Situationen wie eure, in denen an Affären noch festgehalten wird, obwohl eine Entscheidung in die andere Richtung "eigentlich" schon gefallen ist, sind sehr hilfreich begleitbar (meine eigene Erfahrung, sowohl professionell auf der Beraterseite als auch persönlich auf der Klientenseite). Ohne dass ihr deshalb in einem ewig langen Therapieprozess stecken müsst.
Und Beziehungsgespräche über Themen wie die, die ich oben zitiert habe, profitieren oft enorm davon, wenn die Prozesssteuerung in andere Hände abgegeben werden kann.

Herzliche Grüße
Alvaro
 

Carola

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Hallo karls,
Kannst du mir erklären, was du mit "Versuchsaktionen" konkret meinst?
Gerne, hier habe ich auch etwas unglücklich formuliert, entschuldige. Ich bin davon ausgegangen, dass ungeplante Aktionen wie Versuche sind, wenn man nicht genau weiß, was man damit tatsächlich bezwecken oder erreichen möchte.
Doch dein Ziel ist klar, du möchtest, dass der andere Mann keine Rolle mehr spielt und aus eurem Leben verschwindet.

Die Frage ist jedoch, wie schnell kann es jetzt gehen und wie lange kannst du die Situation noch so mittragen. Doch sie verändert sich gerade.
Das finde ich einen ganz wichtigen Aspekt, auf den du auch immer wieder schauen könntest.
Die Richtung stimmt einfach. Das ist sehr positiv bei euch.

Selbst wenn der andere Mann jetzt sofort weg wäre, müsste das nicht bedeuten, dass er tatsächlich auf immer verschwunden wäre. Das würde ich zu Bedenken geben.
Manche Leute halten sich gerne auch noch lange im Hintergrund irgendwie.
Ich könnte mir vorstellen, dass es auch mit dem Abschließen nicht so einfach ist, weil keiner von den beiden sein Gesicht verlieren möchte. Er nicht, weil er nun abgewiesen wird und sie nicht, weil er vermutlich noch etwas Kritisches sagen könnte, was für sie verletzend wäre.
Also könnte es auch sein, dass es tatsächlich gar nicht angedacht ist, die Verbindung in Richtung "Freundschaft" laufen zu lassen, sondern eher in Richtung "Vermeidung von Herabsetzung" und wird dann aber als freundschaftliche Ebene bezeichnet.

Oder noch latent als Backup für beide irgendwie. Deine Frau braucht vielleicht auch erst wieder festes Vertrauen in eure positive Entwicklung und deswegen hält man vielleicht noch etwas länger einen Kontakt als es notwendig wäre. Und sie war ja in Not.

Also sowas kann total viele Facetten haben, die für dich sogar eher noch günstig wären.
Du weißt vielleicht auch von dem Effekt, dass eine Beziehung manchmal aufblüht, obwohl es eine Affäre gibt, oder sogar gerade deswegen. Das ist manchmal ein ganz diffiziles Konstrukt.

Um auf deine Frage zurück zu kommen. Ich weiß nicht, wie ich da aktuell wieder raus kommen soll. Im Moment schiebe ich einfach den Gedanken in eine Schublade, wenn er kommt und lasse ihn dann irgendwann, wenn ich ruhe habe und alleine bin wieder raus. Das funktioniert soweit ganz gut und ich kann ihr gegenüber auch entspannt, locker und nah sein, ohne dass es sich falsch anfühlt. Ich habe nur ein bisschen Angst, dass ich das irgendwann so nicht mehr durchhalte.
Danke, jetzt verstehe ich es viel besser, doch leider kann ich es nicht so genau einschätzen, was auf die Schnelle sehr wirkungsvoll für dich wäre. Vielleicht kannst du es bei einem Beratungstermin ansprechen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, zu mehr Ruhe und Zuversicht zu kommen. Vielleicht ist für dich aber etwas Gestalterisches besser oder Bewegung. Achtsamkeit hat großes Potential, sich positiv auf die Empfindungen auszuwirken. Es gibt ganz einfache Übungen, die richtig Spaß machen. Vielleicht findest du etwas Passendes für dich über KI?

In den letzten Monaten warst du, wart ihr, übermäßigem Stress ausgesetzt. Das ganze Leben stand Kopf und dein Körper reagiert noch enorm auf diesen Stress. Doch vertraue auf deine Resilienz. Es wird dir jetzt zunehmend besser gehen, der allergrößte Stress liegt hinter dir. So langsam ist Entspannung angesagt, doch dein Nervensystem ist offenbar noch in Alarmbereitschaft.
Verständlich.
Magst du dir vielleicht selber die Berechtigung dazu geben, dich hin und wieder auch Mal entspannen zu können und zuversichtlich sein zu dürfen?

Schau Mal, ob dich das vielleicht schon ein kleines Stückchen weiter bringt.

Es ist sicher auch gut, zu wissen, wo es Schutzräume gibt, die gut sind für dich oder auch für euch als Paar. Wo vielleicht Mal nicht das Handy im Hintergrund liegt und auf Empfang ist.
So, dass wirklich Mal Ruhe aufkommen kann und die Präsenz des anderen wahrnehmbar ist.

Trotzdem schmerzt es so, dass dieser Kontakt zu dem anderen Mann nach wie vor da ist, daran kann ich im Moment nichts ändern, das ist einfach das Gefühl was immer wieder hoch kommt und ich kann es nur schwer kontrollieren.
Zum Glück kontrollierst du es nicht. Das ist das Beste, was du jetzt tun kannst. Den Schmerz immer wieder etwas zuzulassen und ihn anzunehmen als das, was es ist.
Und je nach dem, wo du ihn spürst. Das Empfinden wird sich auch mit der Zeit verändern, aber es ist ein ganz wichtiger Schlüssel zu dir selber.
Ich hoffe, du bekommst oder findest hierzu tatsächlich ein paar körperorientierte Übungen, die es dir möglich machen, ganz bewusst damit umzugehen und auch die Erleichterung wahrzunehmen, wenn es sich wieder löst.
Es wird vermutlich Wellen geben, wo du das wahrnehmen kannst, oder, wie du es beschreibst, auch an einem Rückzugsort spürbar sein.
Oft ist das Empfinden abhängig von Räumlichkeiten oder Menschen, die in der Nähe sind.
Vielleicht bekommst du auch hier noch ein paar konkretere Hinweise, damit weiter umzugehen, damit du es nicht mehr als so belastend oder bedrohlich findest.

Es wird auf jeden Fall besser mit der Zeit und je bewusster du damit umgehen kannst, umso stärker wirst du auch die positiven Empfindungen wahrnehmen können.

Grundsätzlich bin ich ja auch Zuversichtlich. Es gibt gute Phasen, ich sehe wie viel sich schon in so kurzer Zeit zum Positiven verändert hat. Es war immer da, wir haben eine super Beziehung zueinander, die einfach über die Zeit so unglücklich eingeschlafen ist. Wir kennen uns so gut, wir teilen so vieles und jetzt reden wir auch offen und ehrlich miteinander und wissen, dass wir uns so nie wieder verlieren dürfen. Das fühlt sich einfach toll an.
Wenn du das so beschreibst, klingt es ganz wunderbar leicht und total positiv.
Vertraue auf diese tolle Stimmung und spüre da gut für dich hinein. Tanke auf in dieser angenehmen Atmosphäre und taste dich Stück für Stück ein bisschen weiter voran.
Damit sich deine Sorgen weiter auflösen, deine Bedenken, und du wieder sicher wirst.
Es geht jetzt ganz genau darum, sich in diesem positiven Arrangement weiter einzurichten und wohlzufühlen, anzukommen.
Darauf aufzubauen. Bald auch Mal Pläne zu schmieden. Kleine Unternehmungen zu beginnen. Gemeinsam positive Erlebnisse zu verbringen.
Fröhlich sein, glücklich sein. Wieder lächeln zu können.
Und so vieles mehr.

Sorgen und Bedenken werden nicht komplett verschwinden, sie gehören auch zu dir. Doch nun wirst du einen Weg finden, besser damit umgehen zu können.
Und ja...so wie Alvaro es gerade schreibt.
Eine Paarberatung wäre jetzt wirklich eine ganz hervorragende Unterstützung.
Wäre das auch eine Option für euch?

Einen schönen Abend noch
Caro
 

karls

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Vielen Dank für eure Antworten und Anregungen.

Ich habe schon mal vorsichtig das Thema Paartherapie angesprochen aber die Resonanz war nicht soo gut. Aber ich denke schon, dass ich sie davon überzeugen könnte. Zunächst mache ich mal diese Frageschritte für mich, das klingt sehr gut von der Methodik.

Gefühlt war ich die letzten Wochen im "überlebens Modus", nicht permanent natürlich aber schon teilweise so, dass ich einfach Existenzängste hatte. Massive Verlustängste. Das ist mittlerweile schon besser, auch durch unsere gemeinsamen Gespräche und ihr klares Bekenntnis, dass sie die Ehe möchte und sie sich auch keine Zukunft mit dem AM vorstellen kann.

Aktuell überwiegt die Sorge, dass unsere Bedürfnisse vielleicht nicht kompatibel sind, wenn ich sage, ich möchte, dass es gar keinen Kontakt mehr zum AM gibt und sie sagt, sie möchte eine "Freundschaft" mit ihm behalten, weil sie ihn menschlich mag. Was ist, wenn sie feststellt, dass sie sich nicht einfach komplett vom ihm lösen kann. Dieser Gedanke macht mich fertig, weil er für mich im Moment unausweichlich darauf hinaus läuft, dass unsere Ehe dann vorbei ist. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass es noch eine - wie auch immer geartete - Freundschaft oder Beziehung zwischen den beiden gibt auf "lange Sicht". Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich dann jemals zu Ruhe und einem wirklich sicheren innerem Gefühl zurück kommen kann.

Im Moment halte ich es so, dass ich einfach das Positive genieße und mich darauf fokussiere. Ich möchte nicht jeden Tag wieder mit dem Thema kommen, sondern wir sprechen darüber so alle 1-2 Wochen und dann sehr intensiv. Das war anfangs natürlich anders. Da haben wir fast jeden Abend bis Tief in die Nacht gesprochen. Im Moment nutzen wir unsere gemeinsame Zeit einfach für schöne Dinge, gemeinsame Rituale und Gespräche über die Zukunft oder andere alltägliche Dinge. Ich will sie halt nicht jeden Tag damit belasten oder sie frage, wie "weit" sie mit dem Abschied schon innerlich gekommen ist. Das führt ja auch zu nichts, auch ich will mich selber lieber auf die positiven Sachen fokussieren, ohne natürlich das Thema einfach "auszublenden" oder zu verdrängen. Es muss in unsere Geschichte "Integriert" werden, das ist klar. Man kann das nicht ungeschehen machen. Trotzdem hoffe ich natürlich einfach, dass sie es schafft innerlich los zu lassen von dem AM und das wir unsere Ehe auf ein stabileres Fundament stellen können, als vorher.

Ich kann mir im Moment ein Leben ohne Sie nicht vorstellen, daher habe ich auch anfangs meine eigenen Bedürfnisse so weit hinten angestellt bzw. ignoriert. Ich merke aber, dass ich mich dabei ein Stück weit selbst verlohren habe und daher habe ich ihr dann doch gesagt, dass es für mich auch eine Grenze gibt, von der an ich es nicht mehr schaffe diese Situation mit zu tragen. Das war konkret das erste mal vor ca. einer Woche. Und einige "weichere" Aussagen von mir, dass ich es sehr schwer aushalte, dass es noch diesen Kontakt zu dem AM gibt, die immer mal wieder im Verlauf der letzten 4-6 Wochen.

Ich habe nur eine riesige Angst davor, was diese Grenze dann in der Konsequenz bedeuten könnte. Wie stark ist die Bindung zu mir und unserer Ehe im Vergleich zu der Bindung / Beziehung zu dem AM? Sie hat schon früh gesagt, wenn das mit dem AM nicht mehr wäre, dann wäre das schade und sie wäre auch sicherlich traurig, aber davon würde die Welt nicht untergehen. (sinngemäß). Aber wenn unsere Ehe zerbricht, dann würde etwas wirklich wertvolles kaputt gehen und das will sie auf keinen Fall.

Ich werde die nächsten zwei Wochen das Thema "Abschied" und AM von mir aus gar nicht mehr ansprechen sondern mich nur auf uns und die positiven Sachen konzentrieren. Gleichzeitig gucke ich nach meinen Bedürfnissen und wie ich die konkret erreichen könnte.
 

FreiWieDerWind

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Lieber Karls,

Ich möchte dir gerne aus "Sicht deiner Frau schreiben"
sie möchte eine "Freundschaft" mit ihm behalten, weil sie ihn menschlich mag. Was ist, wenn sie feststellt, dass sie sich nicht einfach komplett vom ihm lösen kann. Dieser Gedanke macht mich fertig, weil er für mich im Moment unausweichlich darauf hinaus läuft, dass unsere Ehe dann vorbei ist. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass es noch eine - wie auch immer geartete - Freundschaft oder Beziehung zwischen den beiden gibt auf "lange Sicht". Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich dann jemals zu Ruhe und einem wirklich sicheren innerem Gefühl zurück kommen kann.
Ich befinde oder habe mich bis vor kurzem in der Situation deiner Frau befunden. Auch ich wollte meinen AM als Mensch in meinem Leben nicht verlieren, die Freundschaft behalten. Dieser Gedanke hat mich unfassbar "fest-und zurückgehalten " im Blick auf die Stärkung meiner Ehe. Und letzendlich war dieser Gedanke auch weiter Selbstbetrug an mir. Denn natürlich schwingt da trotzdem noch Anziehung mit und der Gedanke , die Freundschaft nicht verlieren zu wollen, ist im Grunde nichts anderes als diesen letzten Anker an Verbindung nicht loslassen zu müssen. Diese wunderbaren Gefühle, die man mit diesem Menschen verbindet.
Ich habe den Schritt nun doch gewagt. Er tut weh aber um den ehrlichen und alleinigen Fokus auf meine Ehe zu haben, war es für mich unerlässlich.
 

karls

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Lieber Karls,

Ich möchte dir gerne aus "Sicht deiner Frau schreiben"

Ich befinde oder habe mich bis vor kurzem in der Situation deiner Frau befunden. Auch ich wollte meinen AM als Mensch in meinem Leben nicht verlieren, die Freundschaft behalten. Dieser Gedanke hat mich unfassbar "fest-und zurückgehalten " im Blick auf die Stärkung meiner Ehe. Und letzendlich war dieser Gedanke auch weiter Selbstbetrug an mir. Denn natürlich schwingt da trotzdem noch Anziehung mit und der Gedanke , die Freundschaft nicht verlieren zu wollen, ist im Grunde nichts anderes als diesen letzten Anker an Verbindung nicht loslassen zu müssen. Diese wunderbaren Gefühle, die man mit diesem Menschen verbindet.
Ich habe den Schritt nun doch gewagt. Er tut weh aber um den ehrlichen und alleinigen Fokus auf meine Ehe zu haben, war es für mich unerlässlich.
Darf ich dich Fragen, wie lange es bei dir gedauert hat, bis du diesen Schritt gehen konntest und was dich letztlich dazu geführt hat, es umzusetzen?


Situationen wie eure, in denen an Affären noch festgehalten wird, obwohl eine Entscheidung in die andere Richtung "eigentlich" schon gefallen ist, sind sehr hilfreich begleitbar (meine eigene Erfahrung, sowohl professionell auf der Beraterseite als auch persönlich auf der Klientenseite).
Kannst du mir sagen, was in diesen Situationen typischerweise "gemacht" wird in einer Paartherapie und wie man das vielleicht für sich umsetzen kann?
 

FreiWieDerWind

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Darf ich dich Fragen, wie lange es bei dir gedauert hat, bis du diesen Schritt gehen konntest und was dich letztlich dazu geführt hat, es umzusetzen?

Fast ein halbes Jahr. Wir sind immer wieder aus der "Freundschaft" in die Spirale gerutscht. Und letztendlich betreffen alle Gespräche die man mit dem "Freund" führt automatisch auch dieses "Wir" , was man nicht mehr lebt oder versucht, sich zu verbieten.
Ich habe immer Themen aus unseren Treffen mit "nach Hause genommen", weil sie automatisch mich und AM betrafen. Weil Verbindung da war und ist, die einfach über eine Freundschaft hinausgehen. Da unterhält man sich nicht nur über das Wetter, die Hobbies der Kinder oder den Job.

Was dazu geführt hat?
Bei uns ist es nicht "aufgeflogen" aber ich war im Sommer an einem Punkt, wo ich "in reduzierter Weise" reinen Tisch machen musste. Ich habe alles benannt, was mir fehlt, es gab brutal ehrliche Gespräche ,von denen ich nicht wusste, dass wir solche führen können, unendliche viele Tränen, verletztheit auf beiden Seiten. Aber es hat sich gelohnt. Wir sind auf einem guten Weg. Aber ich habe gemerkt, dass ich diesen Weg nur ohne " Freundschaft zu AM" gehen kann, um ganz bei meinem Mann zu sein.
 
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karls

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Fast ein halbes Jahr. Wir sind immer wieder aus der "Freundschaft" in die Spirale gerutscht. Und letztendlich betreffen alle Gespräche die man mit dem "Freund" führt automatisch auch dieses "Wir" , was man nicht mehr lebt oder versucht, sich zu verbieten.
Ich habe immer Themen aus unseren Treffen mit "nach Hause genommen", weil sie automatisch mich und AM betrafen. Weil Verbindung da war und ist, die einfach über eine Freundschaft hinausgehen. Da unterhält man sich nicht nur über das Wetter, die Hobbies der Kinder oder den Job.

Was dazu geführt hat?
Bei uns ist es nicht "aufgeflogen" aber ich war im Sommer an einem Punkt, wo ich "in reduzierter Weise" reinen Tisch machen musste. Ich habe alles benannt, was mir fehlt, es gab brutal ehrliche Gespräche ,von denen ich nicht wusste, dass wir solche führen können, unendliche viele Tränen, verletztheit auf beiden Seiten. Aber es hat sich gelohnt. Wir sind auf einem guten Weg. Aber ich habe gemerkt, dass ich diesen Weg nur ohne " Freundschaft zu AM" gehen kann, um ganz bei meinem Mann zu sein.
Danke für deine Antwort. War für dich immer klar bzw. stand ausser Frage, dass im "Zweifel" du immer deinen Mann wählen würdest, wenn du zu einer endgültigen Entscheidung "gezwungen" worden wärst? Und ab welchem Punkt war das für dich klar? Quasi immer oder erst ab einem bestimmten Punkt in diesem "Freundschaft und Ausschleichen" Prozess, in dem der Kontakt zum AM weniger geworden ist?
 

FreiWieDerWind

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War für dich immer klar bzw. stand ausser Frage, dass im "Zweifel" du immer deinen Mann wählen würdest

Nein, das war es nicht. Jedenfalls nicht im Sommer. Da war ich komplett von Zweifeln zerrissen, über den Bestand unserer Ehe und musste mir auch klar darüber werden, ob ich meinen Mann wirklich noch liebe. Es stand wirklich auf der Kippe.
Das Loslassen von AM war eigentlich eher ein Prozess. Je mehr ich mir darüber im Klaren war, wo meine Bedürfnisse liegen, je mehr EM und ich auch sprachen und ich sage immer, dass wir beide oft "nackt" gegenüber saßen, weil jeder von uns sehr tief blicken ließ, was Ängste, Sehnsüchte, Verletzlichkeit angingen, umso mehr war mir klar, dass ich aus dieser Affaire rausmöchte. Was natürlich trotzdem wehtat. Weil da auch eine Verbindung ist, die man nicht loslassen wollte. Die Vernunft schon aber mein Herz hat das nicht so radikal gewollt. Und dann flüchtet man sich in den Freundschafts Gedanken. Aber das klappt nicht...Und ich wollte und will jetzt meine ganze Kraft und Aufmerksamkeit in meine Ehe lenken. Wir haben soviel geschafft in diesen letzten Monaten. Ich habe meine innere Ruhe wieder und ein Stück Frieden. Da es bei uns nicht rauskam, konnte ich natürlich in meinem Tempo loslassen, in meinem Tempo reflektieren und bei mir ankommen. Ich habe oft drüber nachgedacht, wie es gewesen wäre, wenn EM eine Entscheidung gefordert hätte. Ich denke zum damaligen Zeitpunkt, wo wir am Abgrund standen, hätte ich mich wohl "drängen" lassen und hätte vielleicht auch aus dem Impuls gehandelt, meinem Mann nicht noch mehr wehtun zu wollen aber so kann ich heute sagen, dass ich mein Leben ohne AM möchte und es sich nun auch richtig anfühlt, ich das für mich hab "reifen" lassen können. Ein echtes Abschließen. Nicht aus "Zwang", weil ich vor die Entscheidung gestellt wurde , sondern aus einem eigenen Spüren heraus.
 
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karls

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Daher rate ich dir, für dich mal ein paar andere Frageschritte zu gehen:

1. Was brauchst du KONKRET in der aktuellen Situation in der Partnerschaft?
2. Welche KONKRETEN Bedürfnisse von dir stehen hinter der Antwort auf 1?

Beispiel: Antwort auf 1: Sie soll den Kontakt zu ihrem Ex-AM bald beenden.
Antwort auf 2: Bedürfnis nach klarer Priorität, Bedürfnis nach Sicherheit, Bedürfnis nach...

Und für jede Antwort, die die zu 1 kommt, frag ebenso weiter: für welches Bedürfnis (von dir) brauchst du das?
Das werden vermutlich mehrere Dinge sein, die du brauchst und mehrere Bedürfnisse dahinter.

3.Und zu jedem Bedürfnis, das du klar benennen kannst, frag dich dann: welche Möglichkeiten (Plural!!!) siehst du, wie dieses Bedürfnis erfüllt werden kann?

Zur ersten Frage:
1. Kein Kontakt mehr zum AM (auch keine Freundschaft).
2. Transparenz, wenn es Kontakt gibt (pro aktiv nicht durch Nachfragen).
3. Nähe, Gespräche, Verbindung, gemeinsames Erleben.

Zur zweiten Frage:
zu Punkt 1:
1. Bedürfnis nach Sicherheit.
2. Bedürfnis nach Ruhe (mein Nervensystem / Körper muss runter kommen).
3. Bedürfnis nach einem Bekenntnis zu unserer Ehe (Perspektive für die Zukunft).

Zur dritten Frage (am schwersten gefallen).
Zum Bedürfnis nach Sicherheit:
- Gewissheit / Vertrauen, dass sie keinen Kontakt mehr haben (ich weiß, Gewissheit gibt es nicht).
- Gewissheit / Vertrauen, dass er emotional irrelevant ist (auch hier, es gibt keine Gewissheit).
- Zeit mit ihr verbringen, gute Erlebnisse, Gespräche, weiter Vertrauen aufbauen.

Zum Bedürfnis nach Ruhe:
- Bestätigung / Erklärungen (verbal) von ihr, wie es in ihr aussieht.
- Perspektive von ihr was sie meint, wie lange so ein "Abschied" dauern kann.
- Auch hier: Zeit mit ihr verbringen, gute Erlebnisse, Gespräche, weiter Vertrauen aufbauen.
- Ihr (wiederholtes) bekenntnis zu unserer Ehe und das alles in Ordnung zwischen uns ist.

Zum Bekenntnis zu unserer Ehe:
- Ich weiß nicht wie ich das besser ausdrücken soll aber ich brauche die Verbalisierung, dass sie unsere Ehe will. Das ich der Mann bin, mit dem sie ihr Leben verbringen möchte.
- Es wäre auch möglich, dass über unsere gemeinsame Zeit und unsere Nähe zu zeigen und das passiert ja auch. Aber ich weiß nicht genau, welche anderen Möglichkeitne es da noch gäbe.



Ich weiß nicht, ob ich das alles so "richtig" gemacht und verstanden habe. Aber das ist mir so nach einiger Zeit dazu eingefallen.
 

FreiWieDerWind

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Es ist also nicht mehr der "idealisierte, er ist es und niemand sonst", sondern eher schon so, dass es auch jeder andere hätte sein können. Und sie hat gesagt, wenn sie sich nicht so sehr alleine und verzweifelt gefühlt hatte in dem Moment, wäre es vielleicht nur bei einer Freundschaft geblieben.
Rückblickend würde ich die gleichen Worte wählen wie deine Frau.
 

karls

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Nein, das war es nicht. Jedenfalls nicht im Sommer. Da war ich komplett von Zweifeln zerrissen, über den Bestand unserer Ehe und musste mir auch klar darüber werden, ob ich meinen Mann wirklich noch liebe. Es stand wirklich auf der Kippe.
Das Loslassen von AM war eigentlich eher ein Prozess. Je mehr ich mir darüber im Klaren war, wo meine Bedürfnisse liegen, je mehr EM und ich auch sprachen und ich sage immer, dass wir beide oft "nackt" gegenüber saßen, weil jeder von uns sehr tief blicken ließ, was Ängste, Sehnsüchte, Verletzlichkeit angingen, umso mehr war mir klar, dass ich aus dieser Affaire rausmöchte. Was natürlich trotzdem wehtat. Weil da auch eine Verbindung ist, die man nicht loslassen wollte. Die Vernunft schon aber mein Herz hat das nicht so radikal gewollt. Und dann flüchtet man sich in den Freundschafts Gedanken. Aber das klappt nicht...Und ich wollte und will jetzt meine ganze Kraft und Aufmerksamkeit in meine Ehe lenken. Wir haben soviel geschafft in diesen letzten Monaten. Ich habe meine innere Ruhe wieder und ein Stück Frieden. Da es bei uns nicht rauskam, konnte ich natürlich in meinem Tempo loslassen, in meinem Tempo reflektieren und bei mir ankommen. Ich habe oft drüber nachgedacht, wie es gewesen wäre, wenn EM eine Entscheidung gefordert hätte. Ich denke zum damaligen Zeitpunkt, wo wir am Abgrund standen, hätte ich mich wohl "drängen" lassen und hätte vielleicht auch aus dem Impuls gehandelt, meinem Mann nicht noch mehr wehtun zu wollen aber so kann ich heute sagen, dass ich mein Leben ohne AM möchte und es sich nun auch richtig anfühlt, ich das für mich hab "reifen" lassen können. Ein echtes Abschließen. Nicht aus "Zwang", weil ich vor die Entscheidung gestellt wurde , sondern aus einem eigenen Spüren heraus.

Vielen Dank für diese Erklärung. In mir drin weiß ich, dass das auch für meine Frau der richtige Weg sein kann. Es fällt mir selber so unglaublich schwer, das zu akzeptieren und ihr die Zeit dafür zu geben, weil es mich innerlich zerreißt aber ich hoffe, dass ich durch die Zuversicht die ich in unserer Ehe und unserer Beziehung sehe, ihr diese Zeit zu geben und mich dabei nicht selbst zu verlieren.

Ich glaube das gute in unserer Situation ist, dass sie es gar nicht so sehr an ihm als Person fest macht / gemacht hat. Klar ist da etwas "besonderes" zwischen den beiden gewesen. Aber sie sagt auch, wenn sie die Rosarote Brille abnimmt, sieht sie auch, dass das eben nichts ist was auf Dauer eine Zukunft hat. Auch sind die starken Emotionen da schon raus bei ihr. Aber der Kontakt ist halt glaube ich schon noch da, ich weiß nicht wie intensiv aber sie schreiben noch und vielleicht telefonieren sie auch. Und das "befeuert" natürlich irgendwie immer wieder die Beziehung zwischen den beiden, so dass sie so nie ganz loslassen kann, denke ich mir. Aber vielleicht braucht sie das als Prozess, um zu sehen, wie es sich entwickelt und sich weiter voneinander entfernt.
 

Twin

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Fast ein halbes Jahr. Wir sind immer wieder aus der "Freundschaft" in die Spirale gerutscht. Und letztendlich betreffen alle Gespräche die man mit dem "Freund" führt automatisch auch dieses "Wir" , was man nicht mehr lebt oder versucht, sich zu verbieten.
Ich habe immer Themen aus unseren Treffen mit "nach Hause genommen", weil sie automatisch mich und AM betrafen. Weil Verbindung da war und ist, die einfach über eine Freundschaft hinausgehen. Da unterhält man sich nicht nur über das Wetter, die Hobbies der Kinder oder den Job.

Was dazu geführt hat?
Bei uns ist es nicht "aufgeflogen" aber ich war im Sommer an einem Punkt, wo ich "in reduzierter Weise" reinen Tisch machen musste. Ich habe alles benannt, was mir fehlt, es gab brutal ehrliche Gespräche ,von denen ich nicht wusste, dass wir solche führen können, unendliche viele Tränen, verletztheit auf beiden Seiten. Aber es hat sich gelohnt. Wir sind auf einem guten Weg. Aber ich habe gemerkt, dass ich diesen Weg nur ohne " Freundschaft zu AM" gehen kann, um ganz bei meinem Mann zu sein.
Es fällt mir selber so unglaublich schwer, das zu akzeptieren und ihr die Zeit dafür zu geben, weil es mich innerlich zerreißt aber ich hoffe
das verstehe ich, Respekt dafür.
Aber sie sagt auch, wenn sie die Rosarote Brille abnimmt, sieht sie auch, dass das eben nichts ist was auf Dauer eine Zukunft hat.
ja das braucht manchmal, meine Frau wollte sich auch damals Zeit lassen für die "Verabschiedung". Die hat sie auch eine Zeit lang bekommen, bis ich da kein Weiterkommen mehr sah weil es für sie ja eine komfortable Situation war und mich das zunehmen wütender machte.

Ich konnte das damals also nicht mehr. Ich hatte zwar auch kurz mal vorgeschlagen (weil ich nicht ausziehen und weg von den Kindern wollte), unsere Ehe zu öffnen, das wollte meine Frau aber nicht.

Ich hatte die AF damals aufgedeckt. Sie meinte, sie habe seinen Kontakt gelöscht - dem war aber nicht so. Ich habe dann ganz klar drauf bestanden, jeglichen Kontakt einzustellen. Quasi mit DEM - kein WIR.
Ich war bereit zu reflektieren, meinen Anteil zu erkennen aber DAS nicht und würde es stand Heute ganz genau wieder so angehen.
Ich wäre zwar nicht ausgezogen, aber ich hätte ihr damit quasi die WG aufgezwungen bis sie eine klare Entscheidung trifft.

Du hast ja schon geöffnet und bist ja irgendwie auf der Zielgeraden was den AM betrifft. Da würde ich jetzt auch noch dranbleiben in dem Wissen, je besser du dich ihr gegenüber verhältst, desto mehr wird sie dich wollen.
 

FreiWieDerWind

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Und das "befeuert" natürlich irgendwie immer wieder die Beziehung zwischen den beiden, so dass sie so nie ganz loslassen kann,

Und so musste ich es mir dann letztendlich eingestehen...
Ich kann meinen jetzigen Zustand irgendwie am besten mit "es ist leise in mir" beschreiben.
 

Mod Alvaro

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Kannst du mir sagen, was in diesen Situationen typischerweise "gemacht" wird in einer Paartherapie und wie man das vielleicht für sich umsetzen kann?
Das ist gar nicht so einfach - und ich bezweifle auch, dass es sinnvoll ist, denn diese Prozesse könnt ihr zu zweit nicht "nachmachen". Dafür braucht es zwingend einen Dritten oder eine Dritte, die dann die Prozesssteuerung in die Hand nimmt. Meine Frau und ich, wir sind beide vom Fach und doch war es, als bei uns die Situation da war, dass sie eine Affäre hatte, vollkommen klar, dass wir zusätzlich auf professionelle Hilfe von außen zurückgreifen, denn in der Situation hilft dann das ganze Fach- und Prozesswissen nicht mehr viel (ein wenig natürlich doch).

Aber ich schreibe dir gerne etwas dazu, was ihr aus meiner Sicht zu zweit sehr wohl machen könnt.

Ich weiß nicht, ob ich das alles so "richtig" gemacht und verstanden habe.
Bei Beziehungsproblemen gibt es kein "richtig" und kein "falsch" nur ein "hilfreich" oder "nicht hilfreich". :smile:
Falls du die Beschäftigung mit solchen Fragen für dich hilfreich findest, habe ich da noch eine weitere - ein kleines Gedankenspiel:

NUR MAL ANGENOMMEN (!!!), es würde eine Möglichkeit geben, diese Affäre so in eine Freundschaft verwandeln, dass du gut (!) damit leben könntest, wenn der Kontakt erhalten bliebe - was müsste sich bei dir, bei deiner EF und in eurer Beziehung verändern, damit das eintreten könnte?

Nimm dir ein paar ruhige Minuten für dieses Gedankenspiel - selbst dann, wenn die erste, sofortige Antwort lauten sollte: "ich weiß es nicht".


Und zum Thema hilfreicher Lesestoff habe ich einen Tipp für Euch (!):

"8 Gespräche, die jedes Paar führen sollte"
von John Gottman, dem oft so betitelten "Godfather der Paartherapie". In diesem Buch werden Paargespräche zu 8 Themen vorgeschlagen (Vertrauen, Unterschiede, Sex, Finanzen, Arbeit,...), mit etlichen Inputs aus der paartherapeutischen Praxis und sehr klaren Gesprächsleitfäden. Manches davon ist vielleicht ein bisschen amerikanisch, aber das lässt sich leicht übertragen; für reflektierte Paare, wie ihr eines zu sein scheint, kein Problem.
Diese Gespräche können extrem gut tun. Sie brauchen aber unbedingt (WIRKLICH!) eine gute Vorbereitung von beiden Partnern (getrennte Vorbereitung).
Für wen? Für Paare, die EIGENTLICH gut miteinander kommunizieren können, bei denen sich aber Muster eingeschlichen haben, die Gesprächen manchmal einen destruktiven Touch geben oder auch bei Problemlagen, in denen Eskalationsspiralen drohen. Und für Paare, die ihre Teambasis ausbauen wollen. Für wen nicht? Paare, die Beziehungsgespräche prinzipiell scheuen. Ich empfehle dieses Buch ständig im professionellen und privaten Umfeld weiter und die Rückmeldungen sind großartig.

PS: Meine EF und ich führen heute eine bessere Ehe als je zuvor.:smile:
 
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karls

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NUR MAL ANGENOMMEN (!!!), es würde eine Möglichkeit geben, diese Affäre so in eine Freundschaft verwandeln, dass du gut (!) damit leben könntest, wenn der Kontakt erhalten bliebe - was müsste sich bei dir, bei deiner EF und in eurer Beziehung verändern, damit das eintreten könnte?

"Lustigerweise" habe ich mir diese Frage auch schon gestellt. Mein großes Problem ist einfach, dass ich an dieser Person diese Lügen, die Enttäuschung, den Vertrauensbruch fest mache.

Also wäre die Antwort, dass ich diese Sachen quasi innerlich soweit integrieren müsste, dass sie mich nicht mehr schmerzen (wird das jemals der fall sein?). Und bei meiner EF müsste es "sichergestellt" sein, dass es wirklich nur eine Freundschaft ist und nicht wieder Gefühle oder "eine emotionale Flucht" stattfindet, wenn es mal nicht 100%ig läuft in unserer Ehe, was nun mal immer mal irgendwie passieren kann. Die "Tür" darf nicht offen stehen, dass es wieder eine Affäre wird sondern eine Freundschaft ist und bleibt. Effektiv kann ich mich im Moment aber mit diesem Gedanken final absolut nicht anfreunden, dass ich "gut" damit leben könnte auf Dauer.
 

karls

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Gestern bin ich ziemlich zusammen gebrochen, hatte irgendwie einen schlechten Tag bei der Arbeit und dann bin ich Mittags schon nach Hause und es kamen wieder mal extrem die Gefühle hoch, was ich dann alles bei meiner EF abgeladen habe. Habe schon sehr Druck gemacht, dass sie es jetzt beenden soll weil ich einfach nicht mehr kann. War nicht so gut, sie ist sehr defensiv und abweisend geworden, was ich in dem Moment auch verstehen konnte. Es tat mir auch sehr leid, aber meine Kräfte waren irgendwie am Ende. Abends aber einigermaßen die Kurve bekommen und wir konnten dann schon noch einen vernünftigen Abend miteinander verbringen. Schlecht geschlafen habe ich trotzdem und heute morgen haben wir uns noch mal den ganzen Vormittag unterhalten.

Sie kann im Moment diese "Freundschaft" zu dem AM nicht beenden, für sie hängt da noch zu viel dran. Nichts mehr "Körperliches", sie will ihn einfach nicht so abservieren, obwohl er ihr auch viel geholfen hat in den letzten Monaten. Außerdem hat sie ihn auch nur drei oder vier mal gesehen, seit dem ich die Affäre offengelegt hatte. Wenn dann gab es mehr Kontakt via Chat / Nachrichten. Sie sagt, dass es sich für sie nicht richtig anfühlt, es jetzt auf meinen Druck hin zu beenden und dass sie diesen Prozess des "Abschied nehmens" braucht und ihn wirklich leben möchte und dann für sich "irgendwann" sagen kann, dass es jetzt vorbei ist. Und dann auch den Kontakt abbrechen kann. Das sie selbst das Gefühl entwickeln muss, dass diese Phase irgendwie vorbei ist.

Ich habe ihr gesagt, dass diese Ungewissheit "wie lange?" mich einfach fertig macht und ich das nicht schaffe. Also haben wir verabredet, dass wir jetzt eine "Frist" oder eine Zeit bis Ostern nehmen. In dieser Zeit, werde ich keinen Druck machen oder das Thema "Kontaktabbruch" nicht auf den Tisch bringen. Sie darf ihn sehen, sich mit ihm treffen, schreiben, telefonieren so wie sie meint, dass es richtig und gut ist für sie ohne ein schlechtes Gewissen wegen mir haben zu müssen. Und Ostern gucken wir dann, wo sieht steht. Das heißt nicht, dass es dann damit "vorbei" sein muss. Nur dass ich ein festes Datum haben, bis wohin ich mich erstmal orientieren kann. Sollte es dann immer noch nicht gehen, dann bestehe ich auf einer Ehe-Beratung. Aktuell will sie sich darauf noch nicht wirklich einlassen.

Für mich ist das ein tragbarer Kompromiss, ich habe ein festes Datum im Kopf, an dem ich sagen kann, da wird es irgendwie weiter gehen. Wir haben zwei dinge ausgemacht (meine Bedürfnisse) - wenn sie merkt, dass irgendwas in ihr passiert. Dass wieder Gefühle kommen oder sie wieder in die Affäre "rein rutscht" und es eben nicht einen eher freundschaftlichen Charakter hat. Dann muss sie es mir sagen, keine Geheimnisse, keine Lügen, auch wenn es schmerzhaft für mich ist. Sie hat dem zugestimmt und ich vertraue ihr auch, dass sie es umsetzen wird, sollte es so kommen. Das zweite ist, dass ich nicht möchte, dass diese "Freundschaft" als Fluchtort fungiert, wenn es bei uns mal einen Tag oder ein paar Tage nicht so gut läuft.

Ich glaube ihr, dass sie das wirklich Trennen kann und das die Affäre in dem Sinne ihre eigentliche Funktion verloren hat und es ihr darum geht, den AM nicht eiskalt abzuservieren. Andererseits bin ich natürlich trotzdem skeptisch, ob ich das so aushalten kann und ob es ein hilfreicher Weg ist, damit sie einen besseren "Abschluss" bekommen kann, ohne dass es sich für sie gezwungen anfühlt. Ich wünsche es mir so sehr, dass wir einfach wieder gemeinsame ohne diesen Schatten sein können, der mich so belastet. Ich glaube ihr, dass es für sie kein Problem ist. Aber sie unterschätzt, wie sehr es ein Problem für mich ist. Zu einem anderen Kompromiss ist sie leider nicht bereit im Moment.

Wir beide haben aber klar gesagt, dass wir unsere Ehe wollen. Das wir bereit sind, daran zu arbeiten und wir an dieser schwierigen Situation wachsen wollen, auch wenn es manchmal so aussieht, dass wir uns festgefahren haben und nicht weiter wissen, trotzdem miteinander zu sprechen und einen Weg zu suchen, wie es irgendwie zusammen weiter gehen kann. Das macht mich sehr zuversichtlich, denn ich liebe sie und sie liebt mich. Das ist für mich nach wie vor das wichtigste.
 

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