Quark123
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Liebes Forum,
anbei eine kleine Schilderung meiner aktuellen Problematik.
Ich, Ende 30, verheiratet, habe vor einigen Monaten eine Affäre mit einer ebenfalls vergebenen Arbeitskollegin , 51, begonnen. Wir waren beide schon einige Jahre befreundet und haben auf der Arbeit beide zusammen viele schwierige Phasen durchlebt (Bossing z.B.). Auf dem Höhepunkt des Stresses ist der Funke dann übergesprungen und wir hatten einige Male Sex...ich war schon verliebt, sie anfangs auch. Der klassische Höhenflug. Trotzdem war von Anfang an klar, dass daraus nichts wird, denn erstens bin ich in meiner Ehe ziemlich glücklich und zweitens will ich noch Kinder haben und dies ist für die AF nicht mehr möglich. Außerhalb der Arbeit wurde es auch mit den Treffen zunehmend schwieriger und seltener, da sie beruflich und privat stark eingebunden war. Das hat mich irgendwann frustriert, da ich immer in irgendwelche terminlichen Lücken reingeschoben wurde. Sie war sehr gestresst, mein Stress nahm auch zu, es wurde komplizierter, bis vor einigen Wochen dann echt der Wurm drin war. Immer wenn ich nach dem Stichwort Hotel fragte, wurde erst Interesse bekundet, dann waren aber andere Termine wichtiger. Da wollte ich eigentlich schon die Notbremse ziehen und sie fragen ob wir wieder die Freundschaft reaktivieren sollen. Hinzu kam auch mein sehr schlechtes Gewissen gegenüber meiner EF. Ich habe es dummerweise nicht getan...
Gleichzeitig hatte ich die letzten Monate immer wieder den Wunsch, den Job oder mein Tätigkeitsfeld zu wechseln. Ich habe dieses Problem mit ihr besprochen und sie hat ebenfalls von dem Wunsch berichtet, die Arbeit zu wechseln (wir sind beide Quereinsteiger in unserem Bereich).
Letzte Woche hatten wir dann bei der Arbeit uns schon dezent angezickt und sie hat nach einer Kontaktpause verlangt. Diese habe ich 3 Tage geschafft, in denen ich so etwas wie einen mentalen Zusammenbruch hatte (dazu neigen wir beide) und ihr dann schrieb (ich war davon überzeugt) den Job sofort zu kündigen und mir etwas anderes zu suchen, da ich immer verstimmter sei und mich auch im Team nicht mehr wohlfühlen würde. Außerdem, dass ich Angst hätte, dass dies sich auf unsere Kommunikation übertragt. Sie war durchaus verwundert, aber in den Nachrichten konnte man auch lesen, dass sie schon eher distanziert war. Nun sollte man wissen: Wir sind beide nicht sehr zufrieden im Job und deshalb war das auch von ihrer Seite immer ein Thema:
Schlussendlich habe ich mich aber dann doch gegen eine Kündigung entschieden, da sich nach dem Gespräch mit meiner Chefin neue Perspektiven ergeben hatten. Am Telefon schien sie aber fast enttäuscht über meinen Richtungswechsel und meinte, ich würde mit meinen Themen eine Belastung für sie sein und solle mir stattdessen eine Therapie suchen. Sie hat das mit der größtmöglichen Kälte gesagt, was mich natürlich sehr durcheinander brachte. Ich versuchte zu erklären, dass ich nicht die Absicht hatte, sie zu belasten und dass ich mich nicht mehr bei ihr melden werde. Sie meinte "Okay".
Nun weiß ich, dass ich nicht immer ein einfacher Mensch bin, aber trotzdem bin ich sehr verletzt, da sie auch unsere jahrelange Freundschaft damit stark in Frage stellt. Und ich habe ihr mindestens genauso oft zugehört wie sie mir, ich war auch für sie da.
Das Schlimmste ist, dass ich sie nächste Woche 4 Tage am Stück bei der Arbeit sehe und wir unweigerlich miteinander sprechen müssen. Ein Teil von mir will natürlich weiter begehrt werden, doch habe ich mehr Angst vor den ganzen negativen Gefühlen. Seit Tagen bin ich in einem Tief und meine EF ist davon natürlich auch irritiert, was mir unglaublich leid tut, denn ich habe realisiert: Meine Ehefrau liebt mich als ganze Person, die AF nicht.
Also irgendwie sollte es wohl so kommen und trotzdem fühle ich diesen bitteren Schmerz, auch eine tolle Freundin verloren zu haben...
((
Danke, wollte ich nur mal los werden.
anbei eine kleine Schilderung meiner aktuellen Problematik.
Ich, Ende 30, verheiratet, habe vor einigen Monaten eine Affäre mit einer ebenfalls vergebenen Arbeitskollegin , 51, begonnen. Wir waren beide schon einige Jahre befreundet und haben auf der Arbeit beide zusammen viele schwierige Phasen durchlebt (Bossing z.B.). Auf dem Höhepunkt des Stresses ist der Funke dann übergesprungen und wir hatten einige Male Sex...ich war schon verliebt, sie anfangs auch. Der klassische Höhenflug. Trotzdem war von Anfang an klar, dass daraus nichts wird, denn erstens bin ich in meiner Ehe ziemlich glücklich und zweitens will ich noch Kinder haben und dies ist für die AF nicht mehr möglich. Außerhalb der Arbeit wurde es auch mit den Treffen zunehmend schwieriger und seltener, da sie beruflich und privat stark eingebunden war. Das hat mich irgendwann frustriert, da ich immer in irgendwelche terminlichen Lücken reingeschoben wurde. Sie war sehr gestresst, mein Stress nahm auch zu, es wurde komplizierter, bis vor einigen Wochen dann echt der Wurm drin war. Immer wenn ich nach dem Stichwort Hotel fragte, wurde erst Interesse bekundet, dann waren aber andere Termine wichtiger. Da wollte ich eigentlich schon die Notbremse ziehen und sie fragen ob wir wieder die Freundschaft reaktivieren sollen. Hinzu kam auch mein sehr schlechtes Gewissen gegenüber meiner EF. Ich habe es dummerweise nicht getan...
Gleichzeitig hatte ich die letzten Monate immer wieder den Wunsch, den Job oder mein Tätigkeitsfeld zu wechseln. Ich habe dieses Problem mit ihr besprochen und sie hat ebenfalls von dem Wunsch berichtet, die Arbeit zu wechseln (wir sind beide Quereinsteiger in unserem Bereich).
Letzte Woche hatten wir dann bei der Arbeit uns schon dezent angezickt und sie hat nach einer Kontaktpause verlangt. Diese habe ich 3 Tage geschafft, in denen ich so etwas wie einen mentalen Zusammenbruch hatte (dazu neigen wir beide) und ihr dann schrieb (ich war davon überzeugt) den Job sofort zu kündigen und mir etwas anderes zu suchen, da ich immer verstimmter sei und mich auch im Team nicht mehr wohlfühlen würde. Außerdem, dass ich Angst hätte, dass dies sich auf unsere Kommunikation übertragt. Sie war durchaus verwundert, aber in den Nachrichten konnte man auch lesen, dass sie schon eher distanziert war. Nun sollte man wissen: Wir sind beide nicht sehr zufrieden im Job und deshalb war das auch von ihrer Seite immer ein Thema:
Schlussendlich habe ich mich aber dann doch gegen eine Kündigung entschieden, da sich nach dem Gespräch mit meiner Chefin neue Perspektiven ergeben hatten. Am Telefon schien sie aber fast enttäuscht über meinen Richtungswechsel und meinte, ich würde mit meinen Themen eine Belastung für sie sein und solle mir stattdessen eine Therapie suchen. Sie hat das mit der größtmöglichen Kälte gesagt, was mich natürlich sehr durcheinander brachte. Ich versuchte zu erklären, dass ich nicht die Absicht hatte, sie zu belasten und dass ich mich nicht mehr bei ihr melden werde. Sie meinte "Okay".
Nun weiß ich, dass ich nicht immer ein einfacher Mensch bin, aber trotzdem bin ich sehr verletzt, da sie auch unsere jahrelange Freundschaft damit stark in Frage stellt. Und ich habe ihr mindestens genauso oft zugehört wie sie mir, ich war auch für sie da.
Das Schlimmste ist, dass ich sie nächste Woche 4 Tage am Stück bei der Arbeit sehe und wir unweigerlich miteinander sprechen müssen. Ein Teil von mir will natürlich weiter begehrt werden, doch habe ich mehr Angst vor den ganzen negativen Gefühlen. Seit Tagen bin ich in einem Tief und meine EF ist davon natürlich auch irritiert, was mir unglaublich leid tut, denn ich habe realisiert: Meine Ehefrau liebt mich als ganze Person, die AF nicht.
Also irgendwie sollte es wohl so kommen und trotzdem fühle ich diesen bitteren Schmerz, auch eine tolle Freundin verloren zu haben...
((Danke, wollte ich nur mal los werden.
