Wenn die Liebe gegangen ist - wie den richtigen Weg finden?

Dieses Thema im Forum "Partnerschaft" wurde erstellt von LooneyTune, 15. November 2018.

  1. LooneyTune

    LooneyTune Aktives Mitglied

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    Hallo zusammen!

    Ich bin 41 Jahre alt, seit 11 Jahren mit meinem EM verheiratet, sein 16 Jahren ein Paar und wir haben 2 Kinder.

    Leider hat sich über die Jahre die Liebe zu meinem EM ausgeschlichen. Ich würde mich gerne trennen, kann es aber nicht aussprechen. Grund dafür sind so verinnerlichte Ängste, dass es für mich ein unüberwindbares Hindernis darstellt. Ich gehe langsam aber sicher kaputt und komme einfach nicht weiter. Ich bin einfach so unglücklich. Und ich fühle mich total überfordert in meinem Familienleben (Ehe und Kindererziehung).

    Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand beim Auseinanderdröseln zur Seite stehen könnte. Leider habe ich niemanden, mit dem ich darüber sprechen könnte.

    Auch würde ich mich sehr über Austausch mit anderen freuen, die diesen Schritt bereits gegangen sind oder gerade gehen...

    Ich wollte es hier nur mal so grob aufschreiben. Falls jemand Fragen hat nur her damit...

    Vielen Dank im Voraus :herz:

    LG Looney
     
  2. Sonnentanz

    Sonnentanz Aktives Mitglied

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    Liebe Looney,

    wenn du in dich hinein horchst - was genau ist es, was dich unglücklich in deiner Ehe macht? Was hat dazu geführt, dass du deinen EM nicht mehr liebst?
    Wie alt sind eure Kinder?
    Welche Ängste sind es, die dich von dem entscheidenden Schritt abhalten?

    Ich habe mich im letzten Jahr von meinem Mann getrennt. Rückblickend betrachtet, hätte ich dies -für mich- schon viel früher tun sollen. Aber auch ich hatte Ängste. Allein aus finanzieller Sicht - es nicht schaffen zu können.

    Aber manchmal ist dann der Punkt erreicht, wo man Nägel mit Köpfen macht. So wars bei mir.

    Ich schick dir erstmal 'ne Portion Kraft rüber und freue mich, bald wieder von dir zu lesen. :trost:

    Bis dahin, liebe Grüße
    Sonnentanz
     
  3. Anne145

    Anne145 Aktives Mitglied

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    2.269
    Liebe Looney,

    ich "kenne" dich hier aus dem Forum schon eine ganze Weile und weiß daher, wie lange du schon sehr unglücklich in deiner Ehe bist. Korrigiere mich wenn ich falsch liege, aber es müssten schon Jahre sein. Ich erinnere mich an verzweifelte und ängstliche Beiträge von dir, wo sich mir das Herz verkrampfte.

    Hattest du dich nicht auch in eine Affäre geflüchtet, welche allerdings schon läger vorbei ist?

    Offenbar gibt es in deiner Ehe schon lange keine positiven Aspekte mehr für dich. Auch das du dich permanent überfordert fühlst, ist ein schlechtes Zeichen.

    Ich meine mich zu erinnern, dass du vor einer Trennung auch auf Grund finanzieller Überlegungen zurückschreckst.

    Looney, ich bin den Schritt der Trennung von meinem EM vor fast vier Jahren gegangen. Aus meiner Erfahrung würde ich jedem Trennungswilligen heute sagen: "Sei dir ganz und felsenfest sicher, denn der Weg kann sehr steinig sein. Du solltest nicht wanken oder kippen (erst Recht dann nicht, wenn Kinder involviert sind). Dann jedoch schaffst du dir selbst die Möglichkeit wieder glücklich zu sein."

    Dieses persönliche Glück war mein Antrieb. Auch ich wurde in meiner Ehe immer unglücklicher. Ich sagte mir, dass ich nur dieses eine Leben und dieses selbst in der Hand habe.

    Heute geht es mir unvergleichlich viel besser als in den letzten Ehejahren.

    Aber ich habe bis heute viele Kämpfe auszutragen und habe von meinem Ehemann seit wir getrennt sind nicht einen Cent gesehen.
    Unsere Kinder haben die Trennung sehr unterschiedlich und nicht wie erwartet verkraftet. Die beiden kleineren Jungs kommen gut zurecht. Der Kleinste war zum Zeitpunkt der Trennung erst 4 Jahre alt und findet seine große Familie viel cooler als die bei den Kindern, die nur Mama und Papa haben.:smile:
    Meine große Tochter allerding, welche am meisten (zumindest in den letzten Jahren) unter ihrem Vater gelitten hat und mich mehrfach um die Trennung bat, hatte wahnsinnige Probleme und Loyalitätskonflikte.

    Wie alt sind deine Kinder, Looney?

    Ich finde es gut, dass du jetzt den Austausch zu deinem Problem hier suchst.
    Mir hat das Forum damals sehr geholfen. Um die notwendige Sicherheit für den Schritt zur Trennung zu erreichen, solltest du dich sehr bewußt mit dir auseinandersetzen.

    Ich wünsche dir viel Kraft!

    Anne
     
  4. Mod Hulahoop

    Mod Hulahoop Moderator

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    Hallo LooneyTune,

    ich habe ja die Trennung nach langer Ehe als verlassener Ehemann vor Jahren hinter mir. Das kann ich aber auch so unterschreiben
    Eine Bekannte von mir, auch Affärenfrau, hat sich in der Ehe zurückgezogen und gewartet bis der Jüngste sein Abi hatte. Erst danach hat Sie sich "offiziell" getrennt. Inwieweit die Kinder nicht schon im Vorfeld alles mitbekommen, wage ich mal zu bezweifeln. Verstehen kann ich es aber.

    Das Verhältnis zu meinem Kind und mein Leben generell haben sich stark verbessert durch die Trennung. Die EX-Frau jammert ab und an, aber das hat Sie in der Ehe auch getan;) Finanziell steht sich sich wesentlich schlechter, ist aber immer noch mit Ihrem "Neuen" zusammen.

    Du bist da sicher nicht alleine und es gibt zig Paare die in diesem Dilemma stecken. Von gnadenlosem Rosenkrieg bis weiter in der eigenen gemeinsamen Firma arbeiten trotz neuer Partner gibt es da eine große Bandbreite an Varianten wie das ausgehen kann.

    Ich bin immer wieder erstaunt wie gut die (Ehe)frauen die Situation und Probleme der Ehe erkennen und wie wenig die (Ehe)männer von den Sorgen und Nöten Ihrer Partnerin (und den eigenen) mitkriegen.

    Es gibt keinen Königsweg bei einer Trennung und ich vergleiche das immer gerne so:
    Die Beziehung ist wie ein großer Scheißhaufen, nicht schön aber warm. Dann haut einer bei der Trennung feste drauf. Der Haufen ist weg, aber alle haben was abgekriegt.;)

    LG Hulahoop
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. November 2018
  5. LooneyTune

    LooneyTune Aktives Mitglied

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    Hallo ihr Lieben :herz:

    Erst mal super vielen Dankfür eure Antworten. Ich habe mich sehr gefreut und es berührt mich wirklich sehr, dass ihr euch die viele Mühe macht :herz:

    Ich lasse das erst mal sacken und versuche heute Abend ausführlich zu anrworten..
    Die Gelegenheiten hier zu Schreiben gestalten sich bei mir etwas schwierig ()

    GLG
    Looney
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. November 2018
  6. LooneyTune

    LooneyTune Aktives Mitglied

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    So. Jetzt sollte es klappen...

    Ich habe den Kopf voller Gedanken, will euch hier aber nicht total wirr vollmüllen...:::

    Deshalb beziehe ich mich jetzt einfach mal der Reihe nach auf eure Beiträge... Nochmal herzlichen Dank dafür an dieser Stelle :herz:


    Mein Mann und ich sind völlig unterschiedliche Typen. Sein optimaler Tagesablauf ist arbeiten und sonst nix mehr machen und ab auf die Couch. Früher - vor den Kindern - hat mich das vermutlich nicht sehr gestört. Ich hatte noch ein eigenes Leben, habe Vollzeit gearbeitet und hatte ein sehr zeitintensives Hobby. Da war es dann abends okay für mich faul auf der Couch zu liegen. Aber jetzt geht das so nicht mehr. Die Kinder wollen beschäfigt werden, der Haushalt muss erledigt werden und nebenbei arbeite ich auch noch halbtags. Er kümmert sich so gut wie um nix. Mittlerweile begleitet er mich öfter bei Unternehmungen mit den Kindern, das hat er früher so gut wie gar nicht gemacht. Überall waren an den Wochenenden Familien unterwegs - ich war immer allein dabei.
    Das hat mich so wütend gemacht. Er hat mich nie unterstützt mit den Kindern, obwohl ich oft gessgt habe, dass ich Hilfe brauche. Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich versucht habe, ein Baby ins Bett zu legen und er hat vorm TV gesessen und es hat ihn nicht interessiert. Das hat in mir tief drin eine unglaubliche Wut entfacht. Und aus dieser Wut komme ich einfach nicht mehr raus. Ständig ärgere ich mich über irgendwas - oft sicherlich auch total unnötige Sachen, aber diese Wut hat sich derart manifestiert, er kann mir fast nichts mehr recht machen.
    Hinzu kommt, dass wir als Eltern auch überhaupt kein gutes Team sind. Das ist so ein Punkt, worüber wir uns ständig streiten. Er ist die Kinder ständig am anmeckern wegen Kleinigleiten, dass ich den Umganston der bei uns herrscht nicht mehr ertragen kann. Andere Paare können sagen, dass sie wenigstens in der Kindererziehung harmonieren, aber die Kinder sind bei uns ein Riesen-Streitpunkt :cry
    Manchmal habe ich das Gefühl, als hätte er 2 Gesichter - das Ausgeh-Gesicht, wenn wir irgendwo in Gesellschaft sind, dann ist er gut gelaunt und kann sogar lächeln und wenn er mit uns zusammen ist, das Miesepeter-Gesicht, mit Zornesfalten zwischen den Augenbrauen, ständig genervt und am meckern.
    Sorry, ich fühle mich grad richtig schlecht hier so negativ über ihn zu sprechen :blush:

    Ganz tief in mir verwurzelte Ängste... :cry
    Ich wurde als Kind in der Schule gemobbt, weil ich ein wirklich hässliches Kind/Teenager war. Deshalb war es für mich immer immens wichtig nett zu sein, nix falsch zu machen, nirgendwo anzuecken, beliebt zu sein. Aus diesem Grund zieh ich mich aus jeglichem Konflikt sofort raus. Egal bei wem -ich ziehe mich sofort zurück und gebe nach. Auch bei Freunden. Die Tage war es so, dass ich durch ein Missverständnis eine Freundin versetzt habe. Sie war dann ein wenig angesäuert - nicht schlimm, aber mich hat der Gedanke, dass sie vielleicht sauer sein könnte, völlig aus der Bahn geworfen. Ich werde dann irgendwie regelrecht panisch :blush:... und das macht es mir so schwer, die Trennung auszusprechen. Wir waren in den letzten fast 3 Jahren oft an dem Punkt, an dem ich gesagt habe, dass es das jetzt war. Aber sobald er anfängt zu weinen oder zu betteln oder irgendwelche blöden Drohungen auszusprechen, gebe ich sofort nach und rudere zurück. :nanu:

    Außerdem haben meine Eltern mich früher immer so behandelt als könnte ich nix. Vor allem mein Vater... Wenn ich etwas machen wollte sagte er ständig: "Lass mich das machen, Du kannst das sowieso nicht!"
    Von daher habe ich eine so unglaubliche Angst, es nicht zu schaffen alleine. Dass es mit den Kindern noch schlimmer für mich wird. Dass ich es finanziell nicht schaffe. Dass ich nicht gut genug bin und den Rest meines Lebens niemanden mehr finde. Dass ich für alle die Böse bin und mich niemand mehr mag. Dass meine Kinder mich hassen, weil ich die Familie kaputt gemacht habe...

    Liebe Anne, wahnsinn, dass Du Dich noch an mich erinnerst :herz: Danke

    Das war der größte Fehler meines Lebens. Es war eine Geschichte, die mich völlig aus der Bahn geworfen hat. An der ich bis heute noch knabbere. Es ging nur ein paar Wochen, aber ich bin voll darauf angesprungen. Ich habe mich wie eine Ertrinkende an meinen Retter geklammert. Total bescheuert.

    Das ist mein Problem. Es wird nicht einfach werden. Ich werde vielen Menschen auf die Füße treten und da ich wie gesagt, dann immer aufgebe, habe ich Angst, wieder einzubrechen...

    So war früher immer mein Plan. Ich hatte mir immer neue Ziele gesetzt. Bis dann und dann und dann trennst Du Dich. Und das dann immer aus irgendwelchen Gründen nach hinten geschoben. Dann kam diese blöde AF. Und damit ist die Situation (jetzt nach über 2,5 Jahren völlig unabhängig von einem AM) unerträglich geworten.
    Ich würde alles machen, um es einfach nur aushalten zu können. Ich hatte Antidepressiva geschluckt in der Hoffnung, dass ich es damit aushalten könnte. Hat natürlich nicht geklappt. :shakehead:
    Mittlerweile mache ich mir auch schreckliche Sorgen, ob ich den Kindern so noch einen Gefallen tue. Ich bin mittlerweile auch nur noch am schimpfen und meckern, weil EM und ich uns dann gegenseitig so wahnsinnig hochschaukeln...

    Rational weiß ich auch, dass ich damit nicht alleine bin. Aber für mich ist es ein unüberwindbares Hindernis. :blush: Ich schaffe es einfach nicht. :cry

    Ich würde mich hier sehr gern mit eurer Hilfe mit mir auseinandersetzen... Danke für eure Hilfe...

    Sorry, dass es jetzt so lange geworden ist :blush:

    Der ist echt super :lach:
    Genauso ist es leider. Und es ist meine Schuld :cry

    Ich wünsche euch allen einen schönen Abend und eine gute Nacht :herz:

    GLG
    Looney
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. November 2018
  7. Mod Hulahoop

    Mod Hulahoop Moderator

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    :nanu:Hallo LooneyTune,

    zuallererst solltest du dir professionelle Hilfe suchen um deine Kindheit und deine Konfliktscheue aufzuarbeiten.

    Dann solltest du dir gut überlegen wie, wo und wann du mit deinen Kindern ausziehen kannst.
    Überlege es dir, organisiere es, und dann sprich mit deinem Mann. Er sollte schon erfahren was du vorhast und er sollte auch eine Möglichkeit żur Reaktion bekommen.

    Wenn du schon einen Plan B hast, dürfte es einfacher sein deinen Standpunkt klar zu machen.

    Alles nicht so einfach, aber es ist dein Leben und deine Entscheidung.

    LG Hulahoop
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. November 2018
  8. Lady FlowerPower

    Lady FlowerPower Aktives Mitglied

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    Liebe Looney,

    dein Beitrag hat mich sehr berührt!
    Du scheinst sehr, sehr unglücklich zu sein, so dass ich dir erst einmal einen festen Drücker hierlassen möchte.
    :zerknutschen:
    Auch wenn es dir im Moment im wahrsten Sinne des Wortes völlig unvorstellbar vorkommt, aber auch du kannst es schaffen, dich aus deiner schweren Situation gewissermaßen selbst zu befreien.
    Denn: Du DARFST dich trennen. Du musst nicht irgendwelche Lebensverhältnisse ertragen, die dich verzweifeln lassen! Das tut letztlich auch deinen Kindern nicht gut. Denn diese werden doch sicherlich mitbekommen, wie es ihrer Mutter geht. Und sei es auch 'nur', dass sie spüren, wie dauerhaft unglücklich du bist.

    Insofern möchte ich mich zunächst auch dem Vorschlag von Hulahoop anschließen, dass du dir so schnell wie möglich professionelle Hilfe suchen solltest.
    Ich weiss nicht, in welchem Bundesland du lebst, denn die Versorgungslage von Psychotherapeuten ist hier doch sehr unterschiedlich gegeben. Grundsätzlich gibt es aber überall lange Wartezeiten. In dem Bundesland, in dem ich lebe, etwas bis zu die einem dreiviertel Jahr.
    Angesehen von den klassischen Psychotherapeuten gibt es aber auch Sozialpsychiatrische Dienste, an die man sich auch in Lebenskrisen wenden kann, so dass man dort Beratung und Hilfe erhält.
    Beratend tätig sind auch Frauenberatungsstellen, die oftmals auch gesondert Scheidungs- und Trennungsberatung anbieten. Darüber hinaus sind auch noch die psychologischen- bzw. Lebens - und Familienberatungsstellen der kirchlichen oder sonstigen caritativen Einrichtungen eine sehr gute Anlaufstelle. Dort werden zum Teil sogar auch Psychotherapien angeboten!
    Am Besten du fasst dir einen Herz und rufst direkt am Montag bei den entsprechenden Stellen an.

    Ich schreibe dir das, weil ich dir Mut machen möchte, dir auf deinem Weg eine/ einen professionellen Ansprechpartner zu suchen, zu dem du Vertrauen aufbauen kannst und der dir dann als Anker auf deinem Weg dienen kann! Denn angesichts dessen, was du über dich geschrieben hast, gibt es da so einiges aufzuarbeiten.
    Du wirst dass aber schaffen! Ganz bestimmt! Das habe schon ganz andere Menschen geschafft!

    Ich muss hier erst einmal enden, weil ich jetzt gleich etwas vorhabe, doch ich werde mich sicherlich bald wieder in deinem Strang einfinden.

    Bis dahin alles Liebe,
    Lady FlowerPower
     
  9. LooneyTune

    LooneyTune Aktives Mitglied

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    Guten Morgen

    Danke für Deine Einschätzung, Hulahoop...

    Eine Therapie hatte ich bereits gemacht und nun befinde ich mich in der 2-jährigen Wartezeit, bis ich wieder eine beginnen kann.

    Rational weiß ich ja auch, dass das größtenteils nur die Gefühle sind, dass ich vorher gar nicht wissen kann, wie es wird und dass ich es ja vielleicht auch schaffen könnte und alles wird besser...

    Ich habe mir meinen Text von gestern nochmal durchgelesen...
    Ich habe meinen Mann wirklich regelrecht schlecht gemacht. Deshalb fühle ich mich grad nicht gut. :cry

    Aber irgendwie sind das die Gefühle, die er in mir auslöst. Aber vielleicht bin ich da auch selbst schuld. Dadurch, dass ich ihm gesagt hatte, dass da eine AF war und ich nicht mehr sicher bin, ob ich mich trennen soll, habe ich ihn vielleicht auch in eine Position geschoben, die ihn einfach nur unsicher gemacht hat. Und je mehr Mühe er sich gibt, desto mehr lasche ich ab. Wobei ich mir gar nicht so sicher bin, ob er sich tatsächlich Mühe gibt. :nanu:
    Sorry, ich bin so verwirrt...

    Er liebt mich und möchte mit mir zusammen bleiben.
    Ach Mensch, ich kann mich irgendwie nicht richtig ausdrücken...

    Ich wünsche euch einen schönen Tag :lach:
     
  10. LooneyTune

    LooneyTune Aktives Mitglied

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    Hallo FlowerPower

    Vielen Dank auch Dir :herz:

    Dein Post hat sich mit meinem überschnitten....

    Auch bei uns muss man sehr lange auf eine Psychotherapie warten. Und aus dem Grund, dass ich momentan ja sowieso warten muss, habe ich mir bereits einen Termin bei einer Lebensberatung vereinbart... Ich war da auch schon öfter - aber ich kann das einfach nicht umsetzen :blush:

    Keine Ahnung woran das liegt. Aber irgendwie sind diese Ängste einfach zu tief verwurzelt. Regelrechte Ur-Ängste - so fühlt es sich zumindest an.

    Vielleicht kann ich hier ja mal bei Gelegenheir Situationen aus dem Alltag reinschreiben und ihr helft mir bei einer Einschätzung.

    Oftmals empfinde ich meinen EM als motzig und er sagt, er meint es gar nicht so. Aber seine aufbrausende Art kombiniert mit seinem Ausdruck bzw Körpersprache löst einfach oft ein negatives Gefühl in mir aus.

    Natürlich bekommen die das mit. Ich weine so oft, oder es platzt ständig aus mur heraus, dass ich es nicht mehr ertrage oder nicht mehr aushalte. Meistens bezogen auf ihre ständigen Streitereien... Ich bin sehr impulsiv und sage oft Dinge, die mir später leidtun :blush:

    Vielen Dank dafür :herz:

    GLG Looney
     
  11. Sonnentanz

    Sonnentanz Aktives Mitglied

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    Liebe Looney,

    während ich deine Antworten las, dachte ich auch, dass du unbedingt Hilfe von außen benötigst. Erstmal für dich, um psychich aufgefangen zu werden und auch, um gewisse Tools an die Hand zu bekommen, mit bestimmten Situationen souverän umzugehen.

    Aber auch sicher hilfreich, dich an das Jugendamt zu wenden. Zum einen gibt es dort die Möglichkeit, dass die Mitarbeiter dir dort beratend zur Seite zu stehen. Zum einen in Hinblick darauf, dass die Unterstützung gegeben werden kann bei der Erziehung deiner Kinder. Zum anderen gibt es dort auch Hilfe, in welcher Weise vorgegangen werden kann - z.B. in Bezug auf Wohnungssuche. Vielleicht magst du dorthin auch Kontakt aufnehmen?

    Auf jeden Fall möchte ich dich darin bestärken, dass du nicht in deiner Situation verharren musst. Auch wenn es viele Dinge gibt, die im Vorfeld angeschoben werden müssen. Mit der Unterstützung hier im Forum und auch der aus deinem Umfeld bist du nicht allein! :brav:
    Ich wünsche dir, dass du Hilfe annehmen kannst. Und noch mehr wünsche ich dir, dass du Schritt für Schritt deinen Weg gehen kannst.

    Fühl dich ganz lieb umarmt.:trost:
    Sonnentanz
     
  12. LooneyTune

    LooneyTune Aktives Mitglied

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    Guten Morgen und einen schönen Wochenstart wünsche ich euch :herz:

    Daran hab ich auch schon öfter gedacht aber ich vab da so Riesen Hemmungen. Hab Angst, da irgendwie in eine Schublade gesteckt zu werden. Und am WE ist mir wieder mehr als bewusst geworden, dass ich mit der Pubertät jetzt schon völlig überfordert bin. :cry Und das ist ja erst dee Anfang ... :oh:

    Irgendwie gibt es immer Tage an denen ich recht optimistisch bin es zu schaffen. Das war letzte Woche der Fall, deshalb konnte ich hier auch so offen schreiben. Aber irgendwie hab ich heute wieder das Gefühl, dass alles über mir einbricht...

    Hat jemand eine Ahnung, welche Therapieform bei mir die Richtige wäre? Die bisherige war tiefenpsychologisch, ich bin aber die ganze Zeit am überlegen, ob eine Verhaltenstherapie nicht mehr bringen würde...

    Dankeschön - es bedeutet mir wirklich total viel..

    GLG Looney
     
  13. Fruehlingssonne

    Fruehlingssonne Aktives Mitglied

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    Liebe Looney,

    dunkel erinnere ich mich auch noch an deinen alten Strang. :smile:

    Leider war ich länger nicht aktiv hier im Forum und habe Deinen Weg nicht weiter verfolgt. Aber irgendwie kommt man doch immer wieder hierher zurück :nanu:

    Als mein Exmann und ich uns getrennt haben, hatte ich auch furchtbare Ängste. Bei mir waren es Existenzängste. Ich war gerade mit der Ausbildung fertig, hatte keinen Job in Aussicht und musste mir eine Wohnung suchen, weil es sein Haus war. Trotzdem war die Trennung das einzige Richtige, was ich zu diesem Zeitpunkt tun konnte. Wir hatten uns "nur" auseinander gelebt und ich spürte keine Liebe mehr ihm gegenüber. Auch wenn du im Moment das Gefühl hast, es nicht alleine zu schaffen, es gibt immer einen Weg. Ich habe im Vorfeld eine Beratung bei einer Rechtsanwältin in Anspruch genommen. Bei mir lief das damals über einen Beratungsschein, so dass ich nicht viel zahlen musste. In dieser Beratung wurde mir ausgerechnet, wie viel Unterhalt mir zustehen würde (ich hatte die entsprechenden Belege dabei.) Dies hat mir etwas Sicherheit gegeben, so dass ich wusste, ich komme vorerst gut über die Runden bis ich einen Job habe. Der 2. Schritt war mich nach einer günstigen Wohnung umzuschauen. Parallel dazu haben wir die Trennung ausgesprochen. Auch wenn ich meinen Exmann nicht mehr wollte hat es mir erst einmal den Boden unter den Füßen weggerissen. Dies wurde nach meinem Auszug aber direkt besser. :smile: Es gibt auch neben dem Jugendamt noch Anlaufstellen z.B. proFamilia, Caritas, etc. Warst Du dort schon einmal in einer Beratung? Dann gibt es noch die Möglichkeit einer Mutter-Kind-Kur. Hier könntest Du im Vorfeld Kraft sammeln und Dir emotionale Unterstützung holen um die Trennung durch zu führen. Hast Du schon mal eine gemacht? Es gibt auch speziell Kurgänge für Alleinerziehende. Mir hat das damals sehr geholfen stärker zu werden.

    Leider bekommen Kinder immer viel mehr mit als uns Eltern lieb ist. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass ich wieder wesentlich ruhiger und ausgeglichener wurde als wir endlich räumlich getrennt waren. Dadurch wurde auch der Umgang mit Kind wieder leichter.

    Liebe Grüße
    Sonne
     
  14. Mod Goldstück

    Mod Goldstück Moderator

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    Liebe Looney
    Das kann man aus der Entfernung nicht so gut sagen. Mir hat damals eine Verhaltenstherapie sehr geholfen.

    Meine Therapeutin hat mich damals sehr gut sortiert und toll motiviert (und tut es immer noch) mich von meinem Mann emotional auf gesunde Art und Weise unabhängig zu machen und hat mir für den Fall einer Trennung tolle Tipps und Schritt-für-Schritt-Anleitungen gegeben sowie mich über diesbezügliche Anlaufstellen informiert, von denen ich vorher z. T. keine Ahnung hatte.

    Vielleicht probierst Du das einfach mal aus und entscheidest dann für Dich, ob das was ist, was Dich längerfristig stabilisieren und auf Deinem neuen Weg begleiten könnte, damit Du Dich nicht so allein gelassen fühlst.
    Das sehe ich übrigens auch gerade bei Bekannten. Es ist endlich Ruhe im Karton und die Kinder sind viel entspannter und ausgeglichener, trotz Trennung der Eltern.

    Wie denkt Dein EM über Euch?

    Lass Dich drücken :trost:
     
  15. LooneyTune

    LooneyTune Aktives Mitglied

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    Hallo zusammen...

    Gestern hatte es wieder mal gekracht. Wieder mal total unnötig. Ich hatte dann im Streit auch gesagt, dass ich es nicht mehr aushalte und wir uns abends mal unterhalten müssten. Was aber dann doch nicht geschah. Ich hab mich dann (wieder mal) doch nicht getraut, als die Kinder im Bett waren. :shakehead:
    Er hat aber auch nichts mehr dazu gesagt.

    Aber jetzt vor Weihnachten wäre aber auch wirklich ein blöder Zeitpunkt, oder?
    :smilie_girl_putze:

    Liebe Feuersonne :herz:
    Danke, dass Du hier vorbeischaust... Und krass, dass ihr euch noch an mich erinnert :herz:
    Bei einer Anwältin war ich auch schon mal :blush:
    Und habe es mir ausrechnen lassen. Sie meinte, es würde sehr knapp werden. Ich würde gerne auch auf Unterhalt für mich verzichten und dann würde es eigentlich gar nicht gehen. Außerdem wäre es besser, wenn ich mit den Kindern im Haus bleiben würde - aber das würde er nie machen. Ich gehe auch davon aus, dass er mir sämtliche Steine in den Weg legen würde. Und das packe ich einfach nicht.

    Ich hab unglaubliche Existenzängste. Womit die Wohnung einrichten? Wie die Wohnung bezahlen? Die letzten 3 Jahre haben mich so viel Kraft gekostet -ich glaube, hätte ich mich gleich getrennt, hätte ich noch mehr Kraft und auch Selbstvertrauen gehabt...

    In einer Mutter,Kind-Kur war ich dieses Jahr bereits zum 2. Mal - es war sehr schön. Und auch dort wurde ich bekräftigt, mich zu kennen. Die Psychologin dort bezeichnete meine Ehe als eine Beziehung, die Kraft kostet, statt welche zu geben... :cry

    Außerdem hab ich mir vorgenommen, morgen nochmal bei der KK anzurufen. Ob nicht doch irgendeine Möglichkeit besteht eine Therapie genehmigt zu bekommen...

    Stück für Stück...

    Ich wünsche allen einen schönen Tag :smile:
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. November 2018
  16. LooneyTune

    LooneyTune Aktives Mitglied

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    Goldstück :herz:
    Danke, ich freu mich, wieder von Dir zu lesen :smile:

    An eine Verhaltenstherapie hab ich auch schon gedacht, vielleicht lerne ich da eher, wie ich in verschiedenen Situationen reagieren könnte.
    Habe aich schon mal geschaut - aber scheinbar ist es da echt schwierig jemanden zu finden. Irgendwie arbeiten hier alle nur tiefenpsychologisch?! :::

    Das wäre auch meine Hoffnung... Ich brauche unbedingt eine Glaskugel...

    Ich trau mich einfach nicht
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. November 2018
  17. LooneyTune

    LooneyTune Aktives Mitglied

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    Er will es unbedingt retten, er liebt mich. Wir quälen uns beide nur noch. Ihm geht es auch nicht gut.
     
  18. Mod Goldstück

    Mod Goldstück Moderator

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    Habe mich auch vieles nicht getraut (da haben mich Muster aus der Kindheit ganz stark getriggert), was ich aber mit der Verhaltenstherapie ziemlich gut aushebeln konnte.
    So war es bei mir und es hat mich unwahrscheinlich weit gebracht. Totaler Ego Booster - und das meine ich absolut im positiven Sinne. :smile:
    Nein. Du meinst an allem Schuld zu sein und wie ich Dich hier lese erfordert es jemanden, der mit Dir dieses Schuld-Thema mal auseinander nimmt und Dir gesunden Egoismus einpflanzt. Keine Ehe ist es wert aufrecht erhalten zu werden, in der mindestens einer daran innerlich zerbricht. Und zu einem solchen Zustand gehören ja immer zwei. DU alleine bist NICHT schuld.

    Einen perfekten Zeitpunkt für eine Trennung gibt es übrigens nie. Mit Hilfe einer guten Therapie könntest Du jedoch lernen erst einmal mehr Selbstbewusstsein und gesunden Egoismus aufzubauen, Deinen Selbstwert zu erkennen und Dich unabhängiger von Deinem sozialen Umfeld zu machen. Aus dieser neuen Kraft und Stärke heraus wird es Dir ganz anders möglich sein zu agieren und für Dich einzustehen. Das ist ein Prozess, der Schritt für Schritt vonstatten geht und Dich auf gute und gesunde Art und Weise Deinem selbstbestimmten Ziel näher bringt. Es wird hart, keine Frage, aber Du wirst einen tollen eisernen Willen entwickeln für Dich und das, was Du willst und was Dich ausmacht, einzustehen. Nach und nach werden die Steine, die Deinen Weg pflastern, aus dem Weg geräumt und Dir tun sich immer mehr Möglichkeiten auf mit Deiner Situation mutig und mit immer weniger Angst behaftet umzugehen. :herz:

    Willst Du keinen Unterhalt, weil Du meinst "schuld" an der Trennung zu sein und es stehe Dir deshalb nichts zu? Bist Du mit im Grundbuch des Hauses eingetragen?
     
  19. LooneyTune

    LooneyTune Aktives Mitglied

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    Danke fürs immer wieder Mut-machen...

    Rational weiß ich das alles ja. Wenn es bei meiner Freundin so wäre, weiß ich auch ganz klar, was ich ihr raten würde... Nur bekomme ich dieses Schuldgefühl einfach nicht los.
    Ich muss da wirklich unbedingt was angehen... Ich werde mich morgen auf jeden Fall mal darum bemühen.

    Genau :blush: Ich kann dann ja nicht noch Geld verlangen...
    Und ja - das Haus hatten wir zusammen gekauft noch bevor wir geheiratet haben ..
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. November 2018
  20. Fruehlingssonne

    Fruehlingssonne Aktives Mitglied

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    Liebe Looney,

    es gibt nie einen perfekten Zeitpunkt für eine Trennung. Jetzt ist es x, nächstes Jahr ist es dann y.
    Ich habe ja schon einiges von meiner eigenen Trennung erzählt. Ich habe in dieser Zeit erfolgreich meinen Studienabschluss gemacht. Trotz der Situation zuhause. Es war kurz vor Geburtstag unseres Sohnes und ebenfalls kurz vor Weihnachten. Trotzdem war es gut und richtig. Du solltest für dich wirklich klar sein, ob du die Situation noch länger aushältst. JEDER ist selbst für sich und seine Zukunft verantwortlich, auch dein EM. Wenn er abbricht ist es nicht deine Schuld, sondern seine eigene. Auch wenn er Dir das sicherlich vorwerfen wird.

    Was mir auch immer geholfen hat, war der Gedanke, dass wir in einem Sozialstaat leben und egal wie schwer es wird, verhungern werden wir nicht.
    Vielleicht betrachtest Du das mal unter einem anderen Gesichtspunkt. Ich hoffe, meine Theorie stimmt??? Du hast Dich wegen Eurer gemeinsamen Kinder in eine finanzielle Abhängigkeit begeben. Hättet Ihr keine Kinder, könntest Du Vollzeit arbeiten oder hättest Dich beruflich weiterqualifizieren können. Vermutlich hast Du ihm den Rücken frei gehalten? Und deshalb weniger gearbeitet und somit auch verdient. Von daher finde ich nicht verwerflich mir Unterhalt zahlen zu lassen.

    Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, nimmst Du alles mit was die Kinder betrifft, wenn die Kinder bei Dir ihren Lebensmittelpunkt haben. Hierzu gehört z.B. auch die Waschmaschine. Alles was ihr in der Ehezeit angeschafft habt, gehört dir doch normalerweise auch zur Hälfte. Dann ist es vielleicht gar nicht mehr so viel, was du dir anschaffen müsstest? In größeren Städten gibt es Sozialkaufhäuser. Da kann man relativ günstig einkaufen.

    Der Weg der Trennung ist nie leicht, aber dir wird es bestimmt besser gehen, wenn dieser Druck weg ist! Ich drücke Dir die Daumen, dass die KK einer Verhaltenstherapie zustimmt und Du schnell einen geeigneten Therapeuten findest!

    Liebe Grüße
    Sonne