Hallo, alle zusammen,
meine Trennung vom Cowboy ist jetzt genau vier Wochen her. Vor zweieinhalb Wochen hatte ich noch mal den Kontakt zu ihm gesucht und wollte ihm die Hand reichen, dass wir zumindest den noch nicht gelöschten Paartherapietermin wahrnehmen. Seine Absage folgte mit formal, sachlicher kurzer, knapper Mail und seitdem haben wir nichts mehr voneinander gehört. Ich habe es einfach stehen gelassen, weil es ja keinerlei Antwort bedarf.
Nichts desto trotz kommt er zu unserem gemeinsamen Training zu unserer gemeinsamen Zeit bei mir auf der anderen Straßenseite. Ich habe ihn natürlich auch ein paarmal vorbeifahren sehen. aber er mich nicht. Ich bleibe im Mausloch.
Unseren gemeinsamen Kalender nutzt er plötzlich wieder verstärkt und schreibt dort diverse aktuelle Termine hinein, irgendwelche online Konferenzen, Termine und so weiter und sofort.
Inzwischen besucht er fast täglich wieder mein Profil in den sozialen Medien und in der Fremdsprachen App sieht man sich auch alle ein zwei Tage, das war ja unser Ritual abends vom einschlafen, das gemeinsame lernen wegen unseres Lebensraums, in der Zukunft, vielleicht im Ausland, dann auch in der Immobilie zu überwintern. Aber wir schicken uns über diese Plattform keinerlei Gruß , sondern man sieht nur, dass wir halt gelernt haben.
Unsere Sachen haben wir noch nicht ausgetauscht. Er rührt sich nicht und ich rühre mich nicht die WhatsApp Gruppen mit den Kindern sind auch noch aktiv, die Kinder schreiben sich aber über andere Kanäle, wir nicht.
Meine Gefühle sind immer noch da und es wird sicherlich noch eine Zeit dauern, solange es diesen Schwebezustand gibt. Ich habe noch mal mit Wolfgang gesprochen.
Mir bleiben im Prinzip die zwei Alternativen: entweder ich mache einen Abschluss, schlage ihm vor, die Sachen auszutauschen, entfreunde mich dann aber auch konsequent und entfolge überall auf allen Kanälen und mache einen Schnitt. Und begrabe das Kapitel Cowboy ein für alle Mal.
Oder aber ich gebe ihm noch etwas Zeit, über die Dinge im Brief nachzudenken und zu reflektieren, dass sein Verhalten mir gegenüber im Rahmen des Neustarts in Teilen absolut nicht akzeptabel waren und dass er sich definitiv bewegen muss und seine Baustellen aktiv angehen muss, anstatt unsere Partnerschaft immer wieder unbewusst zu sabotieren, was voll auf meine Kosten geht.
An der Beratungsstelle, wo wir waren, bestehen auch die Möglichkeiten von Einzelgesprächen und Einzeltermine, das wurde mir ja extra mitgegeben zum Abschied. Denkbar wäre eine Kombination aus dem Ganzen, da die Baustellen von Cowboy wirklich komplex sind mit der Mutter Verknüpfung und den bindungs ängstlichen Strömungen.
Mir geht es überhaupt nicht darum, ihn verändern zu wollen, ich kann mich auch nicht um 180° verändern, aber ich denke ohne die Einsicht, dass es wirklich eine Teamarbeit ist eine Partnerschaft, ist da nur Sackgasse und da stehe ich nicht mehr zur Verfügung.
Wolfgang findet, die Zeit wird wahrscheinlich für mich arbeiten, wenn er bald die zwei Wochen in seiner Ferien Immobilie ist und selbst zwangsläufig an die schönen Zeiten erinnert, die wir jetzt gerade noch kürzlich dort zu dritt hatten. Daher würde ich mir eine zeitlichen Horizont setzen, mich auf keinen Fall zu melden und bis dahin zu warten, ob und wie er auf mich zukommt. Das wäre so die letzte Maßnahme, die ich jetzt noch gehe. Ansonsten bleibt da nur noch die Sachen final zu regeln irgendwann bis Ende Juli und dann wirklich das ganze abhaken. Dann hab ich diese Schleife von einem halben Jahr noch mal verplempert im negativen Fall.
Trotzdem ist die Versuchung, groß, zu unserer Trainingszeit auch zum Sport zu gehen und ihm über den Weg zu laufen oder einfach mal vor, die Tür zu gehen und spazieren zu gehen und ihm zufällig an der Straße über den Weg zu laufen. Das verkneife ich mir jetzt bewusst.
LG
Gala