Keine Gefühle mehr. Hoffnungslos?

JuliusSors

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Hey dalma! ;)

Erstmal herzlichen Glückwunsch, dann hattest ja dein erfolgreiches EB.
Freu mich für dich, dass es geklappt hat, wenn man bedenkt das es manchmal wirklich nervenaufreiben für dich (und sehr spannend für uns) war:thumbsup:
Ja, tatsächlich... Danke!

Also, wie du es schon selber gesagt hast. Als es dir mal nicht so gut ging durch den ganzen Stress und gesundheitlichen Problemen. Kommt das Thema offene Beziehung wieder auf den Tisch und ihre Kommentare, gerade solche:
Ich sehe darin tatsächlich auch ein Muster. Als damals 2016 die Probleme anfingen, war es ja so: Damals war die Beziehung zur Routine geworden, es kam für mich Stress wegen der Bachelorarbeit dazu, vorher ebenso gesundheitliche Probleme; sie fing mich in der Zeit auf, wirkte aber in den darauf folgenden Monaten zunehmend gelangweilt und desinteressiert. Meine "Beschwerde" wegen des einschlafenden Sexlebens ging nach hinten los und brachte die Beziehung endgültig in Schieflage, während sie Party machen ging und andere Männer kennenlernte. Ein paar Monate später war es dann zu spät.

Und nun eben: Die Beziehung normalisiert sich, bei ihr steigt die Sicherheit, ich habe quasi beruflich und privat Stress und dazu wieder gesundheitliche Probleme, werde dadurch auch wieder "hilfsbedürftiger" und abhängiger von der Beziehung -> es beginnt abzuflachen.

Jetzt ist es natürlich bei Weitem nicht wie im Sommer 2016, aber ich will meine Fehler ungern wiederholen. Ich muss mir jetzt überlegen, wie ich da am besten wieder ausbreche.
 

JuliusSors

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es freut mich ungemein von dir zu lesen. Hast hier bislang einen beispielosen Weg hingelegt. Hut ab.
Hey Gestrandeter! Freut mich doch wieder auf bekannte Namen zu stoßen und danke! :)

...hättest dich noch nicht ganz so festlegen und es etwas offener halten sollen. Ich weiß, da stellt man sich die Frage wie lange soll man denn noch so was tun? Schwieriges Thema.
Hier habe ich tatsächlich das befolgt, was mir in etwa Wolfgang geraten hatte. Ich hatte ja Januar 2017 mit ihm telefoniert, um abzustecken wie es mit meiner Geschichte weitergehen könnte, nachdem der Kontakt zwischen mir und meiner Ex damals wieder hergestellt war, ich aber für das Studium ins Ausland musste. Damals hatten wir ja darauf verzichtet ihr mit einem von ihr gewünschten Beziehungslabel Sicherheit zu geben und dadurch zu riskieren, dass ihre Gefühle schnell wieder absacken. Da sie aber nachbohrte, war ich dann gezwungen darauf zu bestehen, dass wir es eben offen und locker lassen sollten. Wolfgang hatte abgeraten davon wieder selbst zurückzurudern und lieber zu warten, bis sie von selbst kommt und die Beziehung wieder "fest" haben will. Das war eben dann im Juli/August der Fall, und da sie sich damals anhörte als wäre sie zum Schluss gekommen "offene Beziehung" sei keine Option mehr, die sie verfolgt, sprach aus meiner Sicht auch nichts wirklich dagegen.

An der Stelle hättest aber ihre Gefühle geschickt noch etwas nach oben fahren können. Ich denke du wirst auch in Zukunft nicht um solche Spielchen herumkommen. Wahrscheinlich wirst auch kreativ werden müssen und variieren. Sonst checkt sie das Muster noch :zwinkern:
Ja, ich schätze aber, dass es mir jetzt danach nicht konstant gelungen ist wirklich effektiv mit Nähe und Distanz zu arbeiten, insbesondere eben in den vergangenen Wochen.

Ich bin auch etwas ratlos, was ich da genau machen soll. Schließlich haben wir ja eigentlich wegen der Fernbeziehung ziemlich viel Distanz und sonst auch nur alle paar Tage Kontakt, bzw. einmal in der Woche ein Skype-Gespräch.

Vielleicht ist es im Moment das beste, dass ich erst einmal gar keinen Kontakt initiiere und wenn sie mich anschreibt kurz angebunden antworte, eventuell einen von ihr kommenden Vorschlag zu skypen ablehne. Viel zu tun und so... (fahre morgen nach Deutschland zurück, schreibe die Masterarbeit).
Mitte Februar bin ich sowieso wieder bei ihr, wegen der ganzen Jahrestagsgeschichte.

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Edit: Bzw. sie wollte eventuell nochmal anrufen, bevor ich fahre und das hat sie nun versucht. Naja, nicht abgenommen und bekommt nachher eine kurze Nachricht, dass ich unterwegs bin und es nicht mitbekommen habe :)
 
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dalma

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Und nun eben: Die Beziehung normalisiert sich, bei ihr steigt die Sicherheit, ich habe quasi beruflich und privat Stress und dazu wieder gesundheitliche Probleme, werde dadurch auch wieder "hilfsbedürftiger" und abhängiger von der Beziehung -> es beginnt abzuflachen.

Klar, musst auch so sehen die wird es von damals auch etwas im Hinterkopf haben und ganz ehrlich 100 % wirst du nie deinen Frame halten können.
Wichtig ist nur das du vor allem jetzt nicht wieder in alte Muster von damals zurückfällst. Sondern aktiv gegensteuerst.
Hast du bevor sie wieder mit der offenen Beziehung angefangen hat, andere kleinere Shittests von ihr Wahrgenommen?

Auf das Thema offene Beziehung brauchst du ja nicht mehr eingehen, deinen Standpunkt kennt sie ja schon zu genüge.

Auch wenn ihr eine Bruchstelle in der Beziehung hattet, kennst sie dich doch ziemlich genau.
Denke du musst auch berücksichtigen, es liegt auch noch nicht alles soweit zurück und sie in manchen Sachen dann doch noch extrem reagiert.

Würde ich erstmal auch so Handhaben

Vielleicht ist es im Moment das beste, dass ich erst einmal gar keinen Kontakt initiiere und wenn sie mich anschreibt kurz angebunden antworte, eventuell einen von ihr kommenden Vorschlag zu skypen ablehne. Viel zu tun und so... (fahre morgen nach Deutschland zurück, schreibe die Masterarbeit).

Denke das wichtigste ist hier wirklich einen kühlen Kopf zu bewahren....vielleicht Telefonierst am besten nochmal mit Wolfgang, wie du am besten verfahren solltest.

Eine damalige Ex von mir hatte auch mal so extreme Shittests bei mir abgezogen, wo ich dachte ich höre nicht richtig.
 

JuliusSors

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Desto länger ich darüber nachdenke, desto mehr brauche ich wohl Unterstützung allein schon wieder in der Kommunikation, weil mich das Ganze doch deutlicher durchgeschüttelt und getroffen hat und ich merke, wie mir die Kontrolle schwerfällt. Ich bin jetzt in wenigen Tagen durchgerast von "Wir sitzen zum Jahrestag im Restaurant, machen Zukunftspläne und alles wirkt wie immer" über "Wir müssen darüber reden, wie wir die Beziehung öffnen können, ich liebe dich, möchte aber mit anderen schlafen, sonst ist die Beziehung in Gefahr" bis hin zu "Sollte ich diese Beziehung beenden?". Und mir ist nicht klar, ob ich trotz allem Wissen einfach komplett blind sein konnte für die Entwicklung oder ob sie mich einfach enorm geschickt überrumpelt hat. Auf jeden Fall habe ich deswegen schlecht reagiert. Hier nochmal der Post aus dem anderen Strang und die große Bitte mir den Kopf zu waschen.

Hallo, es verschlägt mich nach längerer Zeit erneut hierher und ich hoffe sehr, wieder auf so gute Unterstützung zu treffen wie damals und sei es nur Hilfe beim Reflektieren der eigenen Gedanken und vielleicht fehlerhaften Einschätzungen. Ich schreibe erst einmal ins Forum "Partnerschaft", weil es keine Trennung gibt, diese könnte aber als Konsequenz wohl bald anstehen.

Vor 3 Jahren hatte ich mit Hilfe aus diesem Forum ein letztendlich erfolgreiches "Ex-back" versucht. Damals ging es nach jahrelanger Beziehung auseinander, weil sie nach eigener Aussage jedes sexuelle Interesse an mir verloren hatte und sich da auch anderweitig etwas austoben wollte (sie hatte auch jemand anders kennengelernt). Weil es jetzt um die gleiche Person geht, hier zum eventuellen Nachlesen der entsprechende Strang dazu.
Ich bin mittlerweile 29 und arbeite, sie ist 26 und studiert noch.

Nur kurz für den Kontext:
Vor der Trennung damals schlug sie eine offene Beziehung vor. Es ergab zu dem Zeitpunkt allerdings als Alternative zur Trennung gar keinen Sinn, da sie sich mir gegenüber bereits lieb- und respektlos verhielt, überhaupt nicht mehr mit mir schlafen wollte und die offene Beziehung offensichtlich nur eine Form von emotionaler Absicherung für sie sein sollte, als sie gleichzeitig etwas mit jemand anderes versuchte. Also bestand ich auf die Trennung und wagte ein potentielles Ex-Back. Nach einigen Monaten der Kontaktsperre wuchs ihr Interesse wieder und es kam zur erneuten Annäherung kurz bevor ich ins Ausland studieren ging. Auf Anraten Wolfgangs und des Forums hier ließ ich unseren gemeinsamen Status länger unklar, einerseits um nicht zu schnell zu viel Sicherheit zu geben, anderseits weil dies auch aufgrund der Entfernung praktischer für das Ex-Back war. Formal war die Beziehung damit unklar und für einige Monate offen, aber es passierte auf beiden Seiten nichts mit anderen. Als es dann wiederholt zu Versuchen ihrerseits kam, unseren Status festzunageln, erklärte ich ihr, dass meine Bedürfnisse in Richtung einer exklusiven Beziehung gehen, wenn es wieder als eine feste, langfristige Beziehung zusammenpassen soll und dass ich ihr die Entscheidung, ob sie sich darauf einlassen will, nicht abnehmen kann. Das war für sie zuerst schwierig, aber fast ein Jahr nach der Trennung und ein halbes Jahr nach der Wiederannäherung waren die Gefühle bei ihr wieder sehr stark und sie sagte explizit, dass das Thema offene Beziehung für sie vom Tisch wäre, zeigte sich auch stellenweise eifersüchtig, wenn es um meine weiblichen Kontakte ging.

Nach den Ereignissen des letzten Stranges hat sie in einer anderen Stadt angefangen zu studieren, so dass es bei einer Fernbeziehung mit Wochenendbesuchen durchschnittlich alle zwei Wochen und gemeinsamen Urlauben blieb, auch nachdem ich wieder zurück in der Heimat war. Allerdings blieb das Ziel zusammenzuziehen, sobald sie mit dem Studium fertig ist, was im Herbst dieses Jahres sein sollte. Nun hat sich nach diesen drei Jahren eine erneute Krise angebahnt, die obiger ähnelt. Ich gebe zu: Es spielt wohl auch wieder eine Rolle, dass ich ein stärkeres Ungleichgewicht zugelassen habe. Sie scheint sich meiner wieder sehr sicher zu sein. Dieses Mal ist allerdings ihr Interesse nicht komplett weg und Sex haben wir nach wie vor. Allerdings war mir zu Weihnachten und zum Jahreswechsel schon aufgefallen, dass sie etwas abgelenkt und verstärkt am Texten war, auch direkt nach Mitternacht an Silvester/Neujahr, als wir beide mit Freunden unterwegs waren. Und sie scheint seit Ende Dezember verstärkt darauf zu achten, dass ich ihr Smartphone beim Texten nicht sehe. Ich habe trotzdem mal mit einem Blick von der Seite erkennen können, dass sie fast täglich mit einem Mann aus ihrem Studienort schreibt und sich wohl auch mit ihm trifft. Etwa zur gleichen Zeit sprach sie nebenbei mal an, ob ich mir vorstellen könnte die Beziehung zu öffnen, dass sie mal was mit einer Frau ausprobieren kann.

Tatsächlich war sie jetzt vor einigen Tagen für unseren Jahrestag bei mir. Sie hat sich auffallend bemüht, wir hatten sehr guten Sex und es wirkte schön. Am Abend vor ihrer Abreise eröffnete sie mir dann, dass wir mal reden müssen. Sie sagte, dass sie lange mit sich gekämpft und mit Freunden gesprochen habe (eine ihrer besten Freundinnen ist in einer offenen Beziehung) und sich nun sicher sei, dass sie es nun mit mir ansprechen müsse. In Anknüpfung an das, was sie vor drei Jahren bereits meinte, schilderte sie, dass sie eine exklusive Beziehung als einengend und auch persönlich nicht als richtiges Beziehungsmodell empfinde. Sie identifiziere sich stark über Beziehungen zu anderen Menschen und wolle da auch die Freiheit haben diese Beziehung mehr auszuleben, als es mit einer sexuell exklusiven Beziehung möglich sei. Was nicht hieße, dass sie nun überall rumvögeln wollen würde (ihre Worte), aber gerne vereinzelt diese Möglichkeit offen hätte. Sie liebe mich sehr, ihr bedeuteten die sieben Beziehungsjahre viel und sie wolle mich nicht verlieren, ich sei der einzige mit dem sie sich langfristig vorstellen könnte ein Leben aufzubauen und womöglich Familie zu bekommen, sie könnte dieses anwachsende Bedürfnis aber nicht länger zurückstellen. Wegen der Entfernung hätten wir ja auch gezwungenermaßen große Pausen, in denen wir keinen Sex hätten. Zusätzlich hätte sie ja auch trotz unserer damaligen Trennung nicht viele Erfahrungen mit anderen Männern gemacht und ihr mache deshalb die langfristige Perspektive Angst, mit niemandem sonst Sex zu haben. Sie möchte gerne die Möglichkeit haben mit anderen Personen zu schlafen und will daher die Beziehung generell öffnen. Ohne das sieht sie die Beziehung am Zerbrechen, weil sie meint mich nie betrogen zu haben und das auch nie machen zu wollen, aber andererseits eben auch nicht ihr Bedürfnis ignorieren könne. Sie wünschte, sie könnte da anders sein, aber es sei nun einmal ein Teil ihrer Persönlichkeit. Sie hat es dann nicht explizit gesagt, aber angedeutet, dass da jemand ist, der dieses Bedürfnis konkret befeuert, was sich eben mit ihrem Auffälligen Texten seit Dezember decken würde (Mittlerweile weiß ich, dass sie sich mit dem Mann trifft, allerdings bislang auf freundschaftlicher Basis ohne Sex, beiderseits ist aber offenbar der Wille da Sex hinzuzufügen). Gleichzeitig versuchte sie mich zu überzeugen, dass es auch in Vergangenheit immer wieder Personen gegeben hätte, bei denen sie parallel Interesse und Verliebtheit entwickelt hat, ich aber im Endeffekt auch ohne es zu wissen immer gegen sie "gewonnen" hätte. Sie könne sich auch vorstellen, erstmal testweise die Beziehung zu öffnen, solange sie noch studiert, um zu sehen ob und wie vor allem ich damit klarkomme. Das könne für mich dann vielleicht auch etwas einfacher sein, weil ich wegen der Fernbeziehung ja - wenn ich nicht darüber wissen will - auch nichts mitbekäme. Außerdem würde ich ja vielleicht Gefallen daran finden, sie würde mir das gönnen. Ihr ist es offensichtlich sehr ernst und sie will auf jeden Fall mit anderen (und zumindest diesem bestimmten Mann aus ihrem Studienort) schlafen. Andererseits wolle sie die Beziehung nicht aufgeben, weshalb sie das Gespräch suche, denn es müsse doch anders gehen, als dass es "nur" an so etwas scheitert.

Ich war erstmal etwas baff, obwohl ich wegen ihres Verhaltens schon eine Ahnung hatte. Ich habe ihr gesagt, dass ich verstehe, was sie mir sagen will und sie nicht angegriffen oder irgendwie verurteilt, wovor sie Angst hatte und weshalb sie auch anbot die Wohnung für den Abend zu verlassen. Ich habe sie nicht weggeschickt, ihr allerdings gesagt, dass ich ihr auch keine Antwort am gleichen Abend geben kann und Bedenkzeit brauche, um mir über das, was sie gesagt hat Gedanken zu machen, mit Freunden zu sprechen und zu einer Entscheidung kommen zu können. Gleichzeitig habe ich ihr auch gesagt, dass ich ihr gegenüber schon früher gesagt habe, wie meine Bedürfnisse in einer Beziehung aussehen und ich das auch nicht einfach ausschalten kann. Es könne halt sein, dass es dann nach Überlegung einfach nicht passt. Sie war offensichtlich etwas erstaunt, dass ich keine Antwort am gleichen Abend geben wollte, sah aber ein, dass ich da Zeit bräuchte und brach auch einmal in Tränen aus. Sie war offenbar generell und insbesondere nach den paar Tagen ihrer stärkeren Bemühungen überzeugt, dass ich wohl aus Angst sie zu verlieren direkt einwilligen würde.

Nun wird sie in zwei Wochen noch einmal für ein Gespräch herfahren. Mit einer Nacht Abstand am Morgen als sie losfuhr habe ich ihr dann noch gesagt, dass sie bitte auch über zwei Dinge für das kommende Gespräch nachdenken solle: Erstens wäre es für mich absolut keine Lösung, wenn sie unsere Beziehung als eine Art sicheren Hafen betrachtet und sich einfach Spaß und Sex nur von draußen holt, während die Beziehung halt eine Art "Pflicht" ist. Dann macht das so oder so keinen Sinn. Und zweitens habe ich ihr gesagt, dass es in Anlehnung an unserer Gespräch bei der Trennung damals für mich auch weiterhin einen Vertrauensbruch in einer exklusiven Beziehung darstellt, wenn man mit jemandem bereits so weit eine Nebenbeziehung ja bewusst aufbaut, dass es kurz vor dem Sex steht und sie dann quasi die Beziehung öffnen muss um ihren Bedürfnissen zu entsprechen (oder warm wechselt). Sie bestritt, dass letzteres hier der Fall ist. Mein Eindruck und eigener Kenntnisstand ist aber, dass exakt das (wieder) passiert ist, nur mit dem Unterschied, dass sie dieses Mal unsere Beziehung nicht ersetzen möchte, sondern etwas zusätzlich haben möchte.

Jetzt fühle ich mich in einer enorm schwierigen Lage. Anders als vor drei Jahren benimmt sie sich mir gegenüber nicht komplett abweisend und sie meint die Beziehung wie bisher ganz normal fortführen zu wollen, nur eben noch weiteres daneben ausleben zu wollen. Ich bin mir sehr, sehr unsicher, ob ich mit einer offenen Beziehung leben kann, zumal es mir wie im anderen Strang beschrieben schwer fallen würde die Vorteile daraus zu ziehen (ich bin eher introvertiert, "schüchtern" ist vielleicht etwas stark, aber sicher nicht am kontaktfreudigsten, und baue Beziehungen langsam auf. Selbst Online-Dating wie Tinder beispielweise war zu Singlezeiten ein einziger Alptraum für mich). Gleichzeitig möchte nicht eine Beziehung beenden, in der ich sonst bislang glücklich war und die nach meiner Überzeugung und auch ihrer Aussage sonst liebevoll ist und passt. Kurz: Ich bin enorm unentschieden.

Mich würde zum einen interessieren, wie ich da wohl rein taktisch rangehen sollte. Bis sie in zwei Wochen wieder da ist, wollte ich den Kontakt auf jeden Fall unterbrechen. Mir ist auch klar, dass zu der Situation sicherlich wieder ein Ungleichgewicht in der Beziehung beigetragen hat, ich mich da also sowieso wieder darum kümmern muss (und bereits früher hätte daran arbeiten müssen).

Zum anderen wüsste ich gerne, ob es jemanden gibt, der oder die von einem ähnlichen Punkt kommt wie ich und mir eventuell auch aus Erfahrung sagen könnte (falls ich mich darauf überhaupt einlassen sollte), ob und unter welchen Bedingungen und Absprachen eine Öffnung der Beziehung in dem Fall sinnvoll wäre. Unabhängig davon, ob das nun eine Testphase darstellen oder längerfristig laufen sollte.
 
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JuliusSors

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Wir hatten an dem Abend nach dem Gespräch tatsächlich noch Sex, davor hat sie jedoch geheult, weil sie nicht wusste ob ich "sie wirklich will oder ob das so ein 'noch ein letztes Mal abgreifen' ist", wobei ich ihr dann sagte "letzteres sicher nicht". Daraufhin legte sie sich ins Zeug, nicht ohne anzukündigen "Jetzt schau, was du verlieren könntest". Am Morgen kuschelte sie sich an mich, beim Rausgehen zur Abreise gab es einen intensiven Kuss und "ich liebe dich" (was ich erwiderte).
Ja, meine Erwiderungen sind nicht gut und im Nachhinein sehe ich das zu viel an Bestätigung, aber Gefühle (und klare Verlustängste) waren ihrerseits definitiv da, anders als vor der Trennung damals.

Und das macht mich jetzt ein wenig ratlos, was die Kommunikation und das Vorgehen angeht und ich befürchte (weitere) Fehler zu machen, egal auf was das jetzt zusteuert.

Der Reihe nach, was mich beschäftigt:
  • Ich bin mir unsicher, wie ich mit dem Vorschlag der offenen Beziehung allgemein umgehen soll. Mein erster Gedanke war, dass ich das prinzipiell als Phase vorstellen kann. Wenn es aber im Konkreten einfach eine unbeschränkte polyamore Geschichte auf Langzeit wäre, so wie es sich für mich anhört, glaube ich nicht dass das für mich funktioniert. Ich sehe auch nicht so richtig, wo da für mich trotz ihrer Beteuerungen, dass unsere Beziehung unersetzlich sei, der "besondere" Platz sein sollte, der mich von ihren anderen Beziehungen unterscheiden würde. Umgekehrt bin ich ja im anderen Strang auf berechtigte Skepsis gestoßen, ob sich eine Öffnung der Beziehung überhaupt zeitlich begrenzen und wieder zurückdrehen ließe. Und mir ist ehrlich gesagt auch komplett unklar, ob es ihr jetzt wirklich nicht nur vordergründig sondern generell um ein offenes Beziehungsmodell geht, oder einfach um einen ganz bestimmten Mann, dem sie gegenüber einen großen Verliebtheitsschub entwickelt hat und deshalb das mit der offenen Beziehung wieder hervorkramt. Das wirkt alles verworren und inkonsequent auf mich.

  • Ich fühle mich verletzt, dass es erneut dazu gekommen ist, dass sie jemanden attraktiv findet und etwas mit ihm bereits emotional wie körperlich angebahnt hat, und mich dann quasi am Ende und als letztes darüber informiert, um mich vor eine de facto vorgefertigte Entscheidung zu stellen (und zu erwarten, dass ich direkt darauf zustimmend reagiere). Ich weiß nicht, ob und wie ich ihr das gut vermitteln kann, fände es aber wichtig dieses Mal nicht darüber hinwegzugehen. Denn sogar wenn ich wie gesagt mir im Prinzip eine Öffnung vorstellen könnte, würde ich doch selbst dann nicht dieses Verhalten im Nachhinein belohnen wollen. Ich könnte aber auch ganz schlecht etwa fordern, dass sie ihn da explizit herausnehmen soll. Da hat sie, wenn sie tatsächlich die Beziehung erhalten wollte, mich und damit sich selbst doch komplett blockiert, in jede Richtung.

  • Vor dem ganzen Hintergrund weiß ich nicht, wie ich ihr gegenüber auftreten soll. Ich war überrollt von dem Ganzen und habe zugestimmt, dass sie in zwei Wochen wieder zu mir für 3 Tage fährt und wir dann nochmal sprechen. Nach etwas Nachdenken finde ich das eine blöde Idee und überlege eher, sofern sich das noch ändern lässt, ihr anzubieten dass ich in zwei Wochen an einem Tag nur für das Gespräch zu ihr fahre, um am selben Tag wieder abzureisen. Um Kontrolle über den Prozess zu behalten. Und deutlich zu machen, dass von diesem Gespräch abhängt, was dann überhaupt noch passiert. In den zwei Wochen auf jeden Fall keinen Kontakt darüber hinaus, damit ich mich wieder sammeln kann.

  • Ich weiß einfach nicht, ob und wie ich da mit ihr verhandeln kann oder sollte. Oder ob das einfach ein Fall zum Schlussmachen ist. Das ganze ist von vorne bis hinten ein riesiger Unfall.
 
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Admina Felis

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Hallo lieber Julian,


ich konnte deine posts noch nicht detailliert lesen - habe aber beim Überfliegen gemerkt, dass du zwei Stränge ( den anderen in Partnerschaft) zur gleichen Person führst - das geht so natürlich nicht und führt zu Verwirrungen.

wir werden einen davon schließen müssen - in welchem möchtest du weiterschreiben ? ich würde , glaube ich, für diesen hier plädieren - kann das aber nicht so schnell entscheiden jetzt, da ich nicht alles gelesen habe - zudem gibt es im neuen Strang ja schon posts...
 

JuliusSors

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Guten Abend Julius,

dann antworte ich dir mal als jemand, der Antriebskraft für eine gemeinsame sexuelle Öffnung der Ehe war, dann ungewollt in der offenen Beziehung landete und schließlich verlassen wurde. :smile:

Deine Freundin schlägt mehr vor als nur eine offene Beziehung. Eine offene Beziehung ist mal mit anderen Sex zu haben, während die emotionale Seite einer Partnerschaft, soweit dies möglich ist, dem Paar vorbehalten bleibt.
Was dir deine Partnerin vorschlägt, ist eine polyamoure Beziehung:



Das heißt, hier geht es ihr um Beziehungen auch mit anderen Partnern, sowohl sexuell als auch emotional. Die Frage ist, wie weit soll das gehen?

Du schreibst weiter:



Mein Bestreben die Beziehung sexuell zu öffnen, indem man gemeinsam mit weiteren Personen sexuelle Abenteuer hat, war einfach ein Verzweiflungsakt, gewachsen aus sexuell frustrierenden Jahren. Quasi ein Versuch die sexuelle Seite der Ehe widerzubeleben. Es kam mir aber nicht als Verzweiflungstat vor, ich hatte mich so sehr eingelesen in all die Argumente, die Swinger usw. eben schwingen, um ihren Lebensstil nicht nur gutzuheißen, sondern ihn als den fortschrittlichen Lebensstil zu propagieren. Und es klang alles auch sehr überzeugend.
Den Schritt, getrennt voneinander sexuell mit anderen Menschen etwas zu erleben kam von meiner Ex-Frau.
Und ich stimmte zu und machte damit einen schwerwiegenden Fehler, denn
1. wollte ich das eigentlich gar nicht und
2. tat ich es, weil ich die Ehe nicht beenden wollte.

Ich selber hatte auch kein Problem etliche Frauen über eine entsprechende Plattform kennenzulernen und mit ihnen im Bett zu landen. Aber glücklich machte es mich nicht. Schon die Hinfahrt zu ihnen erfreute mich nicht und auch bei der Heimfahrt fühlte ich mich nicht glücklich. Nur das Treffen selber, also der reine Sex, war gut, weil ich dort mehr bekam von dem, was ich zuhause nicht bekam. Und Sex ist halt nicht nur eine Rein-Raus-Geschichte, sondern nur beim Sex erleben wir körperlich ein Angenommensein, Nähe, Geborgenheit, Sicherheit, Vertrauen, Zuneigung empfangen und geben und Einheit.
Meine Ex-Frau suchte auch etwas, nämlich Bestätigung, Begehrt werden durch jemand Neues und irgendwo auch, wie sie es später sagte, noch jemand besseres.
Am Ende fand sie dann auch diesen Mann und dann ging alles wahnsinnig schnell.

Ich kann mir vorstellen, für einen Mann, der es vielleicht nicht so leicht bei Frauen hat, muss es doch die Hölle sein zu erleben, dass an einem Freitagabend, die Partnerin sich im Bad in neue sexy Sachen kleidet, die aber nicht für ihn, sondern für einen Fremden gedacht sind. Zu sehen, wie die Frau das Haus verlässt, um mit einem anderen Mann Sex zu haben, während man selber zuhause sitzt und sich eine DVD anschaut? Dein KK wird da laufen.

Sofern du nicht selber hinter diesem Lebensstil stehst, könnte er dir sehr zusetzen und an deinem Selbstwertgefühl nagen.
Und was ist, wenn es mal mehr als ein Abend ist? Es gibt durchaus Vereinbarungen, wo die Partnerin mal ein ganzes Wochenende weg ist.


Hier solltest du dich nicht täuschen, öffnest du einmal diese Büchse der Pandora, wirst du sie nicht wieder verschließen können. Das ist ein Einlullen und das leere Versprechen, dass man es ja wieder Rückgängig machen kann. Aber niemand gibt diese neu gewonnene Freiheit, nach der er sich sehnte, einfach so wieder auf.
Und wenn sie dich schon zu diesem Zugeständnis mit der Testphase gebracht hat, wird sie die Beziehungsmacht auch soweit ausspielen, dass du da keinen Rückzieher mehr machst, denn was bleibt dir auch anderes übrig, wenn du nicht die Beziehung aufgeben willst?


Du bist in einem Dilemma und letztendlich wirst du eine Entscheidung fällen müssen, die eure gesamte Beziehung (ob positiv oder negativ) und auch eure Paardynamik verändern wird. Daher ist die entscheidende Frage: Welches Beziehungsmodell willst du für dich? Für deine Überzeugungen solltest du furchtlos einstehen, selbst wenn es das Ende der Beziehung bedeutet. Öffnest du die Beziehung, wenn auch nur ein Stückweit, dann wird das nicht rückgängig zu machen sein. Du siehst ja, dass sie jetzt schon hinter deinem Rücken eigentlich alles bis auf Sex klar gemacht hat.
Bedenke auch das Konkurrenzverhältnis, in das du trittst, sobald weitere Männer als Co-Partner auftauchen. Ich kenne keine offene Beziehung, und ich war in der Szene unterwegs, die länger als fünf Jahre hielt. So etwas macht eine Beziehung instabil. Und noch eines habe ich beobachtet, Frauen, die die Verfechterinnnen einer offenen Beziehung waren, kehrten urplötzlich zur Monogamie zurück, wenn sie für einen neuen Mann Feuer gefangen hatten, nachdem sie natürlich den alten Partner endgültig auf das Abstellgleis gestellt hatten.



Das ist ein Argument, dass ich nie verstehen möchte, es ist dieses, vielleicht ist die sexuelle Wiese woanders grüner. Ich würde das so verstehen, dass ihr sexuell was fehlt oder sie Bestätigung braucht oder sich in der Tat gerne noch die Hörner abstoßen will, während du der zuverlässige Mann bist. Als jemand, der als Heranwachsender und die letzten Jahre seiner Ehe sexuell sehr intensiv gelebt hat und mit Frauen im unteren dreistelligen Bereich geschlafen habe, kann ich dazu nur sagen, am Ende sind mir nur eine handvoll Gesichter in Erinnerung geblieben und auch nur deshalb, weil es da eine tiefere Ebene gab, nicht weil akrobatischer Sex stattfand. Alle anderen sind zu einer gesichtslosen Masse geworden. Das Grass war nirgends grüner. Alles war oberflächiger.

Ich selber würde nie wieder diesen Pfad beschreiten. Alle diese Argumente aus der Szene kommen mir heute hohl und als Selbstbeweihräucherung vor. Würde mir meine heutige Partnerin irgendwann eröffnen, sie wolle eine offene Beziehung, dann dürfte sie die Koffer packen.

Zugleich musst du aber auch deine Partnerin verstehen. Sie will diesen Lebensstil und scheint durch ihre Freundin da auch angefixt zu sein. Das wirst du nicht bändigen können. Sie wird das für sich erleben müssen.
 

JuliusSors

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Hallo Julius,
dem Post von Phillip kann ich auch aus persönlicher Erfahrung zustimmen sowie unterstreichen.

Diese Form von Beziehung klappt nur, wenn beide zu 100% dahinter stehen und auch beide den gleich starken Wunsch dazu haben.

Ich war auch länger in dieser "Szene" und habe viele Beziehungen scheitern sehen.

Ich kann dich sowie auch deine Partnerin verstehen, überlege dir gut, was du möchtest - lasse dich auf nichts ein, wo du nicht zu 100% dahinter stehst.
 

JuliusSors

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@Admina Felis, danke. Ich dachte zuerst es wäre sinnvoll beides zu trennen. Ist wohl nicht so. Der andere Strang kann gerne zu, habe die Posts hier reinkopiert.
 
P

PhilippX

Gelöschter User
Guten Morgen Julius,

okay, gehen wir hier in die zweite Runde :smile:.

Wir hatten an dem Abend nach dem Gespräch tatsächlich noch Sex, davor hat sie jedoch geheult, weil sie nicht wusste ob ich "sie wirklich will oder ob das so ein 'noch ein letztes Mal abgreifen' ist", wobei ich ihr dann sagte "letzteres sicher nicht". Daraufhin legte sie sich ins Zeug, nicht ohne anzukündigen "Jetzt schau, was du verlieren könntest".

Diese Frau hat mächtig Oberwasser, sie weiß dass und daher versucht sie jetzt, wie damals, wieder den polyamouren Lebensstil durchzusetzen.
Du hast ihr mit "letzteres sicher nicht" Sicherheit gegeben, die du ihr nicht mehr geben darfst.
Ich sage es ganz deutlich: Sei dir bewusst, was du willst und mache da keine Kompromisse. Tritt ihr gegenüber mit Bestimmtheit auf ohne Furcht, dass du sie verlieren könntest. Du findest eine Frau, die so sehr für dich brennt, dass sie keinen anderen Mann vögeln will. Am Ende respektieren Frauen nur eines: Stärke. Mag sein, dass deine Partnerin da wieder etwas in die Spur kommt und du dir wieder Respekt erwirbst. Aber sei dir auch bewusst, dass das nur temporär ist, diese Frau tendiert eben zu diesem Lebensstil, zumindest jetzt und in Beziehung mit dir.

Ich weiß nicht, ob und wie ich ihr das gut vermitteln kann, fände es aber wichtig dieses Mal nicht darüber hinwegzugehen.
Ist das wirklich so schwer? Wäre es für dich nicht machbar, wenn sie das Theme das nächste Mal anschneidet, sie aussprechen zu lassen und dann zu sagen: "Eine offene Beziehung ist kein Lebensmodell, dass ich für mich und die Frau an meiner Seite anstrebe. Wenn du der Ansicht bist, dass du dich ausprobieren musst, dann kannst du dies gerne tun, aber ohne mich."

Meines Erachtens muss nicht mehr gesagt werden, sondern eine klare Haltung eingenommen werden. Weißt Julius, lieber mit wehenden Fahnen untergehen und sich seine Achtung bewahren, als gebeugt und verletzt.

Denn ich möchte dir noch eines zu bedenken geben. Wie wirst du wohl in den Augen des anderen Mannes dastehen?

Ich weiß einfach nicht, ob und wie ich da mit ihr verhandeln kann oder sollte.
Ich würde nicht über etwas verhandeln, was ich nicht will. Und Julius, ich würde Diskussionen vermeiden, da verlierst du nur und machst am Ende doch Zugeständnisse.

Oder ob das einfach ein Fall zum Schlussmachen ist.
Ich würde die Ansage machen und dann liegt der Ball in ihrem Spielfeld. Wenn sie deine rote Linie überschreitet, dann beendest du das.

Und ich möchte dir noch etwas für deine Überlegungen mit geben. Wiederholender Sex mit einer anderen Person schafft auch eine emotionale Bindung. Ich würde mal behaupten bei Frauen stärker als bei Männern, siehe Affärenforum. So, und nun endet ein solcher Kontakt, und deine Partnerin ist verletzt, hat Liebeskummer, willst du dann ihr Tröster sein? Dies ist eine für mich ganz perfide Situation und ich würde mir nicht mehr als Mann, sondern als Cuckold vorkommen, gänzlich entmannt.
Du kannst dir ja einfach mal Gedanken machen, was für ein Mann du sein willst und ich glaube, der Rest ergibt sich dann.
 
P

PhilippX

Gelöschter User
Ich kopiere mal deinen Post aus dem anderen Strang hier, weil an den möchte ich mich noch abarbeiten:

Vielen Dank für eure Antworten.


Deine Freundin schlägt mehr vor als nur eine offene Beziehung. Eine offene Beziehung ist mal mit anderen Sex zu haben, während die emotionale Seite einer Partnerschaft, soweit dies möglich ist, dem Paar vorbehalten bleibt.
Was dir deine Partnerin vorschlägt, ist eine polyamoure Beziehung:
Danke für den Hinweis. Das ist mir dadurch in der Klarheit erst aufgefallen und du hast natürlich recht.


Am Ende fand sie dann auch diesen Mann und dann ging alles wahnsinnig schnell.
Das ist natürlich das Risiko, das mir auch bewusst ist. Sie schiebt es halt damit weg, das sie sagt: "Das kann in einer exklusiven Beziehung ebenso passieren". Ich bin der Meinung, und das erkennt sie eben nicht an, dass die Wahrscheinlichkeit natürlich höher ist, wenn man sich bewusst darauf einlässt. Es ist eben eine Entscheidung, ob man das in Kauf nehmen will oder nicht, aber es verhält sich nicht neutral.


Ich kann mir vorstellen, für einen Mann, der es vielleicht nicht so leicht bei Frauen hat, muss es doch die Hölle sein zu erleben, dass an einem Freitagabend, die Partnerin sich im Bad in neue sexy Sachen kleidet, die aber nicht für ihn, sondern für einen Fremden gedacht sind. Zu sehen, wie die Frau das Haus verlässt, um mit einem anderen Mann Sex zu haben, während man selber zuhause sitzt und sich eine DVD anschaut? Dein KK wird da laufen.
Und genau das ist das, was ich langfristig befürchte: Es verschlimmert das Ungleichgewicht. Weil ich natürlich, wie du auch woanders schreibst, in Konkurrenz mit anderen Männern komme, egal ob sie sagt (was sie getan hat), dass nichts unsere Beziehung ersetzen kann und ich an besonderer Stelle stehe.


Hier solltest du dich nicht täuschen, öffnest du einmal diese Büchse der Pandora, wirst du sie nicht wieder verschließen können. Das ist ein Einlullen und das leere Versprechen, dass man es ja wieder Rückgängig machen kann. Aber niemand gibt diese neu gewonnene Freiheit, nach der er sich sehnte, einfach so wieder auf.
Und wenn sie dich schon zu diesem Zugeständnis mit der Testphase gebracht hat, wird sie die Beziehungsmacht auch soweit ausspielen, dass du da keinen Rückzieher mehr machst, denn was bleibt dir auch anderes übrig, wenn du nicht die Beziehung aufgeben willst?
Richtig. Ich bin mir an der Stelle nur unsicher. Ist es tatsächlich so, dass sie das wirklich als Lebensstil will und nur so kann, oder ist das ein Zusammenspiel aus ihrem Freundeskreis, in dem es offenbar mehrere Personen gibt, die sie darin unterstützen (unter Umständen männliche, die dadurch ebenso eine Chance wittern), der Tatsache, dass sie noch nicht so viele sexuelle Partner hatte und sie das deshalb reizt, dass sie eben gerade jemanden kennengelernt hat, der bei ihr die Biochemie mehr als sonst in Gang setzt und dass ich wiederum wieder so gefällig geworden bin, dass sie mich absolut sicher weiß und die Spannung daher runter ist? Letztendlich ist das für den Moment natürlich nicht entscheidend, aber für mich stellt sich eben die Frage, ob das tatsächlich langfristig einfach nicht kompatibel ist, oder ob die Umstände jetzt wieder so zusammentreffen, dass es für sie "Schicksal" und alternativlos scheint.


Daher ist die entscheidende Frage: Welches Beziehungsmodell willst du für dich? Für deine Überzeugungen solltest du furchtlos einstehen, selbst wenn es das Ende der Beziehung bedeutet. Öffnest du die Beziehung, wenn auch nur ein Stückweit, dann wird das nicht rückgängig zu machen sein. Du siehst ja, dass sie jetzt schon hinter deinem Rücken eigentlich alles bis auf Sex klar gemacht hat.
Denn letztendlich finde ich zwei Punkte entscheidend. Ich weiß nur nicht, inwiefern ich ihr das gegenüber klarmachen kann und ob ich das in einem Gespräch überhaupt so klar äußern sollte: 1. Dass sie de facto eine emotionale Annäherung hinter meinem Rücken so weit getrieben hat (auch wenn sie das so abstreitet), dass nun nur die Frage besteht, ob sie noch zusätzlich miteinander Schlafen und lediglich nach dem moralischen Segen dafür fragt, empfinde ich als miese Tour. Und klar verletzt mich das, weil sie mir zwar sagt, dass sie mich sehr liebt, aber damit mir gegenüber komplett acht- und rücksichtslos handelt. Ich bin noch nicht ganz fertig mit den Gedanken, aber mein Gefühl dazu ist, dass ich auf nichts Weiteres eingehen oder mit ihr absprechen kann, wenn sie das nicht einsieht, weil mir dann das Vertrauen dafür fehlt. Denn wenn sie sich schon da nicht kontrolliert oder kontrollieren will, warum soll ich überhaupt annehmen, dass sie sich an andere Regeln hält und nicht etwas wieder "einfach so" passiert?

Ich meine, ich kann ganz grundsätzlich ja verstehen, dass sie eventuell andere Bedürfnisse hat und ich kann ehrlich gesagt sogar nachvollziehen, wenn sie es damit begründet, dass sie wenig andere Erfahrungen sammeln konnte und darauf nicht vollständig und auf immer verzichten will. Nur 2. sehe ich da eben keine Klarheit was sie konkret will und wo die Grenze ist. Und der Gedanke ist bei mir ebenso noch nicht abgeschlossen, ob ich es für eine begrenzte Zeitperiode ok fände. Denn klar, ich habe bislang offenbar im Gegensatz zu ihr auch nur die Möglichkeit, dass sich etwas mit anderen entwickeln könnte, kategorisch nicht verfolgt. Aber ich könnte es natürlich auch anders handhaben und warum mal nicht, wenn sie so oder so mit diesem einen oder noch anderen Männern schlafen wird, egal was ich tue? Ich glaube nur aus bisherigen Erfahrungen insbesondere aus der Zeit unserer Trennung stark, so wie du es beschreibst, PhilippX, dass mich das nicht erfüllt und ich schnell davon genug habe. Und was ist, wenn sie das dann eben nicht stoppen will?

Wie gesagt, ich stelle mir die Frage, was ich davon wie mit ihr besprechen sollte und ob das überhaupt sinnvoll ist.


Das ist ein Argument, dass ich nie verstehen möchte, es ist dieses, vielleicht ist die sexuelle Wiese woanders grüner. Ich würde das so verstehen, dass ihr sexuell was fehlt oder sie Bestätigung braucht oder sich in der Tat gerne noch die Hörner abstoßen will, während du der zuverlässige Mann bist.
Ich glaube eben, dass es ein Zusammenspiel der Dinge oben ist. Denn natürlich kann man intensive Beziehungen zu anderen Menschen haben, ohne notwendigerweise mit ihnen intim werden zu müssen. Ich glaube dass es ein Teil Neugierde, "Hörnerabstoßen", der Zuspruch ihrer (jüngeren) Freunde ist, was sie dann generell als Präferenz für ein "Beziehungsmodell" rationalisiert und Einwände dagegen als bloße "Restriktion" abstempelt.

Danke auch für deinen Kommentar, @Mod Clara. Gibt es andere, die das genauso sehen oder bestimmte Dinge anders?
 
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PhilippX

Gelöschter User
Lieber Julius,

durch ihren erneuten Vorstoß, die Beziehung zu öffnen, hat sie zugleich das Signal gesetzt, dass das Potenzial eurer romantischen Liebesbeziehung verbraucht ist. Letzteres beruht ja auf Exklusivität. Weiter nimmt sie wenig Rücksicht auf dich, sie mag schon das Zusammensein mit dir, macht dir aber auch klar, dass sie dass unbedingt braucht, um mit dir zusammen zu bleiben. Das ist nicht gerade empathisch.

Gehen wir mal die Klassiker durch, die für eine offene oder polyamoure Beziehung sprechen:

"Das kann in einer exklusiven Beziehung ebenso passieren"

Recht hat sie. Ich könnte jetzt in einen Starbucks treten, mich irgendwo hin setzen und aufgrund von Platzmangels setzt sich eine Frau neben mich und es macht klick und das Drama nimmt seinen Lauf. Aber es gibt einen Unterschied. Ich habe im Starbucks nicht nach jemanden gesucht. Während ich bei dem vorgeschlagenen Beziehungsmodell ja explizit Suche. Meine Partnerin weiß, dass mein Herz zu 100 Prozent ihr gehört. Sie muss sich trotz Fernbeziehung keine Sorgen machen oder in Angstzustände verfallen, dass wenn ich das Haus verlasse, ich gleich über die nächste Frau herfalle. So etwas nennt man Vertrauen. Klar, dass kann enttäuscht werden. Aber mit ihrem Argument sagt sie ja von Beginn an, dass Vertrauen nicht gegeben ist, also lass uns doch gleich mit anderen rumvögeln.

Ein anderer Klassiker lautet: Das ist doch ein viel ehrlicheres Beziehungmodell, ohne Lügen und Betrügen.
Auch dieses Argument klingt gut. Und es stimmt ja augenscheinlich, denn kein kleiner Teil von Menschen in Langzeitbeziehungen geht mal fremd. Also ist das offene Beziehungsmodell nicht sogleich das ehrlichere? Als würde es nicht passieren, dass bei Paaren, die sich Regeln gegeben haben, damit das Beziehungsmodell funktioniert, diese nicht gebrochen werden, aber gegenüber dem Partner dies verschwiegen wird. Ich denke da nur an Sex ohne Kondom.Wo Frau oder Mann entweder aus Geilheit oder Liebesgefühlen heraus gegenüber dem Nicht-Partner auf das Kondom verzichtet haben, um den anderen "pur" zu spüren, obwohl dies ein mit dem Partner vereinbartes No-Go war. Als ob darüber nicht geschwiegen wird, um sich Stress zu vermeiden oder um Restriktionen des Beziehungsmodells zu vermeiden.

Letzter Klassiker: Wenn du den Käfig der Monogamie öffnest, dankt es dir deine Partnerin und wird immer wieder zurückkommen.
Hier ist ja zugleich eine Wertung drin, dass Monogamie ein Käfig bzw. Freiheitsentzug darstellt. Sich aber auf einen Partner zu fokussieren ist ein Versprechen verbunden mit einer Begrenzung, die man freiwillig wählt, und damit der Partnerschaft einen exklusiven Wert beimisst. Und würde dieses Argument stimmen, dann würde ich gerne mal wissen, warum mir keine polyamouren Langzeitbeziehungen bekannt sind bzw. unter die Augen gekommen sind. Die empirische Seltenheit dessen, die ich jetzt einmal unterstelle, zeigt gerade, wie instabil das Ganze ist.
 
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PhilippX

Gelöschter User
Und zuletzt, ihr seid blutjung. Sie ist gerade 26. Ich könnte mir vorstellen, dass nach 20 oder mehr Jahren Ehe so ein Gespräch aufkommt, aber doch nicht am Beziehungsanfang.

Weiter zeigt sie durch ihr Auftreten nicht die geistige Reife und auch nicht die Lebenserfahrung, die es braucht, um so ein Lebensmodell anzugehen. In ihrem Köpfchen mag sich das alles ganz toll abspielen, aber es ist anzunehmen, dass sie sich sehr schnell emotional verwickelt und du am Ende der Leidtragende bist.

Diesen Mann, den sie sich schon klar gemacht hat, wenn ich das richtig verstehe, lebt der in ihrer Nähe. Dass heißt über kurz oder lang wird sie mehr Zeit mit ihm als mit dir verbringen. Du kannst dir ja vorstellen, was das für dich bedeutet.

Weißt, wenn sie einen bestimmten Fetisch hätte, den du nicht bedienen kannst, sagen wir, sie wäre BDSM-lerin, während du es nicht über das Herz bringst, einer Frau lustvolle Schmerzen zubereiten, dann würde deine Partnerin mein Mitgefühl haben. Aber ihre einziger Beweggrund ist der Sex mit anderen Männern. Durch diese Ankündigung hat sich das Machtgefüge zu ihren Gunsten verschoben, denn sie macht ja damit klar: "Ich mag das Zusammensein mit dir, aber sexuell genügst du mir nicht." Und du bist nun der Leidende. Was sie de facto also will ist die Entgrenzung, weil sie absolute Freiheit bekommen möchte zu tun und zu lassen, was sie will, während du, wie ein treuer Dackel an ihrer Seite bleiben sollst. Aber meiner Erfahrung nach bringt Entgrenzung keine Freiheit und kein besseres Verständnis seiner Selbst, sondern führt zu Ich-Auflösung, man strebt in alle Richtungen und zerreist sich dabei. Man verliert das Verständnis davon, was wichtig und was weniger wichtig bis unwichtig ist. Ich bin ganz bei dir, der Wert eurer Partnerschaft wird verloren gehen, wenn man weitere Partnerschaften pflegt.

Das ist mir einfach zu sehr eine Konsumhaltung betreffs Sexualität. Heute mal dies und morgen mal das. Aber Menschen sind keine Objekte. Und wenn wir schon beim Bild des Konsum sind, zum Erwachsensein gehört es auch mal zu Dingen "Nein" zu sagen bzw. auf sie zu verzichten. Man muss nicht "kaufen". Auch Verzicht kann etwas schönes sein. Nur ein quengelnde Kind will an der Supermarktkasse alle Schokoriegel, die im Regal liegen.
 
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JuliusSors

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Danke @PhilippX.

Ich spinne jetzt ins Blaue rein, weil wie gesagt rein vom Praktischen der jetzige Stand ist, dass sie in zwei Wochen für drei Tage herkommt, und ich das egal was ich jetzt genau sage nicht für das richtige Setting halte und die Zeit drängt, wenn sie bucht (es ist nach wie vor eine größere Entfernung). Ich würde ihr vorschlagen, dass ich zu ihr fahre und nur für einen Tag, damit ich die Situation kontrolliere und selbstständig raus kann. Ich würde sie dementsprechend gerne anschreiben:

"Hey, ich habe darüber nachgedacht und es ist besser, wenn ich in zwei Wochen zu dir fahre. Für einen Tag, um einfach an dem Punkt nur über das Thema zu sprechen und was sich daraus ergibt. Für mich wären der X. oder der Y. März in Ordnung."
 
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PhilippX

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Hallo Julius,

ich bin da ganz bei dir. Wäre sie über mehrere Tage bei dir, würde sie dich "bearbeiten".
Ich würde an deiner Stelle auch ein Gespräch suchen, aber bitte kurz und ohne Diskussion, sondern mit klarer Haltung,* und noch am gleichen Tag abreisen, zumindest nicht gemeinsam die Nacht verbringen.

Noch zwei Dinge, ich hoffe, meine Beiträge kommen nicht so rüber, als wolle ich dir die OB ausreden. Aber ich merke ja, dass das nicht das ist, was du willst und daher wollte ich dich auch nicht bestärken, einen Pfad einzuschlagen, denn du sowieso nicht begehen willst. Und die von mir aufgeführten Dinge sollte man sich halt mal vorstellen um zu schauen, ob man das Leben kann.
Auch will ich niemanden, der das Beziehungsmodell lebt, abwerten. Trotz meiner nun "konservativeren" Haltung, gewonnen durch meine Erfahrung, verurteile ich niemanden. Ich habe genug Paare kennengelernt, die sich liebten, aber aufgrund von jahrelanger Ebbe im Bett, diesen Weg als letzten Ausweg aus einer Brüderchen/Schwesterchen-Ehe zu entfliehen, einschlugen. Also aus einer konkreten Leidenssituation heraus.
Jeder muss für sich eigenverantwortlich entscheiden, mit welchem Beziehungsmodell er gut leben kann und seine eigenen Erfahrungen damit machen. Wie immer gibt es das eine Ideal für alle nicht.

*versuch auch bitte ganz ruhig und souverän deine Ansage zu bringen und lass dich nicht in Emotionalitäten verwickeln, lass dich auch nicht Erweichen von Tränen, dass ist die Lieblingswaffe der Frauen in so einer Situation. Sei ein Dompteur in der Arena. :ritter:
 
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JuliusSors

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Hallo Philipp,

Noch zwei Dinge, ich hoffe, meine Beiträge kommen nicht so rüber, als wolle ich dir die OB ausreden. Aber ich merke ja, dass das nicht das ist, was du willst und daher wollte ich dich auch nicht bestärken, einen Pfad einzuschlagen, denn du sowieso nicht begehen willst.

Danke, ich denke das habe ich verstanden und kann dem grundsätzlich folgen, auch wenn ich an ein paar Punkten etwas unterschiedliche Einstellungen habe. Schau, ich bin zwiegespalten. Weil ich es ihr schon gönnen würde, sehe dass ich erneut an Attraktivität eingebüßt habe und mir klar ist, dass dieses Thema unabhängig davon ob sie es "Lebensstil" wirklich leben möchte sowieso wieder aufkäme. Ich vermute doch stark, dass fast jeder, der einen einigermaßen guten Sex Drive hat sich heute zumindest in einer Lebensphase mal die "Hörner abstoßen", Erfahrungen machen will. Und dass die Entscheidung komplett dagegen schwer ist (zumal wenn der Partner an Attraktivität eingebüßt hat und es anderweitige Angebote gibt) oder es sonst auf die Zeiten zwischen monogamen Beziehungen geschoben wird. Und die Sache ist die, wenn es nur darum ginge und das zeitlich beschränkt wäre, fände ich die Abwägung hier durch eine Zeit zu gehen, die für mich beziehungstechnisch nicht einfach wäre als Übergangsphase um das ganze längerfristig auszurichten eine Überlegung wert. Was ich nicht kann, ist mir eine für immer polyamore Beziehung vorzustellen. Nur kommen da natürlich deine richtigen Einwände, dass sich das wohl nicht zeitlich begrenzen lassen wird, vor allem wenn sie das wirklich langfristig als Lebenstil beibehalten will, was ich im Moment natürlich nicht wissen kann. Und dass eine Öffnung die Beziehungsdynamik beeinflusst - etwas, was sie anscheinend auch unter dem Einfluss der Personen, die sie dabei unterstützen nicht sieht bzw. nicht anerkennt.

Neben diesen eher praktischen Überlegungen wäre die Entscheidung zur Öffnung der Beziehung und deren Ausgestaltung - gerade wenn sie weiß, dass ich damit bislang Probleme hatte - etwas, das wir beide meiner Ansicht nach wenn, dann als Paar ohne Druck und auf Augenhöhe als grundlegende Entscheidung für uns treffen sollten. Stattdessen ist die ganze Anordnung so, dass ich letztendlich mit einer bereits existenten de-facto-Nebenbeziehung vor vollendete Tatsachen gestellt werde und nur etwas nachvollziehen soll, was bereits ist.

Also kurz gesagt: Unter mir besser erscheinenden Voraussetzungen wäre ich nicht komplett abgeneigt. Aber nicht so.
 
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JuliusSors

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Sie hat mir übrigens gerade eine Nachricht geschickt.
Bilder von unserem Restaurantbesuch am Jahrestag mit dem Text:
"Disclaimer: No hidden agenda
1f605.png

Aber hatte die noch und hab am Freitag vergessen sie dir weiterzuleiten
Wahrscheinlich wegen Fischvergiftung
1f648.png
"


Sie hatte sich wahrscheinlich eine leichte Lebensmittelvergiftung an dem Abend zugezogen. Ich würde auf die Nachricht nicht eingehen oder irgendwie reagieren und stattdessen nachher am späteren Nachmittag die Nachricht von oben als Antwort schicken:

"Hey, ich habe darüber nachgedacht und es ist besser, wenn ich in zwei Wochen zu dir fahre. Für einen Tag, um einfach an dem Punkt nur über das Thema zu sprechen und was sich daraus ergibt. Für mich wären der X. oder der Y. März in Ordnung."
 
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PhilippX

Gelöschter User
Weil ich es ihr schon gönnen würde, sehe dass ich erneut an Attraktivität eingebüßt habe und mir klar ist, dass dieses Thema unabhängig davon ob sie es "Lebensstil" wirklich leben möchte sowieso wieder aufkäme. Ich vermute doch stark, dass fast jeder, der einen einigermaßen guten Sex Drive hat sich heute zumindest in einer Lebensphase mal die "Hörner abstoßen", Erfahrungen machen will.

Was mich in deinem Fall hellhörig macht und was jeden denke ich hellhörig machen sollte ist, wenn
a) dies unabhängig vom eigenen Partner stattfinden soll und
b) Frau eben eine emotionale Verbindung zu anderen will.

Ich meine, sie hätte ja auch sagen können: "Hör zu, ich will mehr Erfahrungen im Bereich Sex sammeln, denn es gibt sovieles, was ich nicht kenne, von BDSM bis Tantra, lass uns das gemeinsam erleben."
Mir fehlt einfach das "uns" bei ihr. Es gibt Seminare zu tantrischen Sex, Paareabende in Clubs und und und, sodass man das auch gemeinsam gestalten könnte.

dann als Paar ohne Druck und auf Augenhöhe als grundlegende Entscheidung für uns treffen sollten
Das meine ich ja, dass fehlt mir gänzlich bei ihr.
 

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